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LA ZONA

LA ZONA

Regie Rodrigo Plá
Kinostart 11.12.2008

Kritiken • LA ZONA

11. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit Recht ist der Film mehrfach ausgezeichnet worden, meint Martina Scheffler. Er "zeigt Probleme, die in dieser Zuspitzung bei uns – noch – kaum Thema sind, aber deren gesellschaftliche Grundierung sich immer mehr verfestigt: die massiven Unterschiede zwischen denen da unten und jenen da oben, das fehlende Vertrauen in Autoritäten und das Streben, selbst für bessere Bedingungen zu sorgen. Gated Communitys sind in Süd- und Osteuropa nicht mehr unüblich, in Potsdam wurde vor zwei Jahren die erste bewachte Wohnanlage Deutschlands eröffnet."

11. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • Die Tageszeitung

Es hat bei Detlef Kuhlbrodt gebraucht, ehe er sich in LA ZONA orientiert hat. "Wo die sozialen Unterschiede zu groß werden, entstehen "gated communities", sagt der Regisseur - und dass 40 Prozent der mexikanischen Gesellschaft mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen. Die Frustration gegenüber Polizei und Justiz sitze tief. "Sie erwarten nichts von ihren korrupten, gleichgültigen oder dilettantischen Beamten." Der Film sei als "Kritik an der Abwesenheit des Staates zu verstehen". Vor allem ist er sehr spannend."

11. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist begeistert. Der Film "mobilisiert seine Einstellungen mit der Handkamera und macht Tempo. Er reißt seine Zuschauer mit und will ihre Identifikation mit der Alejandro-Figur. Er kompliziert nichts, ganz anders als etwa der so brillant heikle Favela-Film und Berlinale-Gewinner THE ELITE SQUAD. (Wo bleibt der eigentlich in unseren Kinos?) Sein Handwerk, das er als das der gemäßigten Agitation begreift, versteht Debütregisseur Rodrigo Plá bereits bestens. Als gewiss sehr schematischer gesellschaftspolitischer Reißer, der aber ohne allzuviel Heuchelei auskommt, ist "La Zona" jedenfalls interessant."

04. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • critic.de

Sascha Keilholz kritisiert die stereotype Figurenkonstellation. "Ausgenommen von dieser Schablonenzeichnung ist der Polizist Rigoberto (Mario Zaragoza). Zwar sind ihm die Methoden der korrupten Kollegen und Vorgesetzten verhasst, er lehnt sich jedoch im Endeffekt nicht auf, seine Motivationen scheinen ebenfalls alles andere als edel und seine angestaute Frustration entlädt er an den Schwächsten. In solchen Momenten ist LA ZONA ein beachtenswertes Kinodebüt, andernorts verschenkt er allerdings das Potenzial seiner spannenden Ausgangskonstellation zugunsten einer überdeutlichen Botschaft."

02. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • film-dienst 25/2008

Für Wolfgang Hamdorf entpuppt sich der Film "als professionell gemachter, sozial engagierter Genrefilm. Rodrigo Plá präsentiert zwar altvertraute Spannungselemente und Genrekonventionen, mischt sie aber mit einer Prise Wut, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit. Die Lebensräume der Reichen und der Armen sind durch Lichtsetzung, Ausstattung und Kameraführung deutlich voneinander getrennt, doch der Regisseur bringt sie in einzelnen Einstellungen immer wieder zusammen, etwa im Panoramabild der Stadt vom Hügel der Zone aus. Es öffnet sich ein Blick auf die sozialen Gegensätze."

01. Dezember 2008 | LA ZONA • Kritik • Schweizer Fernsehen

Thorsten Stecher fasst seine Kritik wie folgt zusammen: "Was passiert, wenn arm und reich in Apartheid leben - das macht der Film LA ZONA deutlich: Er zeigt eine zerrissene Gesellschaft, in der Paranoia und Unrecht herrschen – ein Thriller über sozialen Hass und das Scheitern eines schwachen Staates. Berührend und brisant zugleich."

12. November 2008 | LA ZONA • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow sah eine präzise Studie und ein furioses Filmdebüt. "Ein Film, der inmitten einer solchen Realität entsteht, begibt sich in Gefahr, ein Thesenstück zu werden, in dem die Darsteller nur noch Beweislasten tragen, keine Geschichte. Der mexikanische Regisseur Rodrigo Plá ist nicht in diese Falle getappt. Sein Debüt LA ZONA ist eine eindringliche Studie über die Angst geworden. Eindeutig in der Haltung gegenüber der Gewalt - der Zwillingsschwester der Angst - und vielschichtig in den Fragen nach den Ursachen."

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