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IN JEDER SEKUNDE

IN JEDER SEKUNDE

Regie Jan Fehse
Kinostart 11.12.2008

Kritiken • IN JEDER SEKUNDE

11. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Das an sich Tragische bei dem Film ist laut Katja Lüthge "das offensichtliche Fehlen jeglichen Mitgefühls Jan Fehses für seine Charaktere. Besonders deutlich ist dies an der unheilbar kranken Tochter sichtbar, die bescheiden und dankbar lächelnd als bloßes Aushängeschild ihres aufopfernden Vaters dient. Insgesamt ist das - schauspielerisch einwandfreie - Personal, sind die Dialoge derart schablonenhaft geraten, dass es auch dem geneigten Zuschauer schwer fallen dürfte, ein Interesse für das Schicksal dieser Geworfenen zu entwickeln."

09. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • critic.de

Die Nacht kennt hier kein Ende, entdeckt Arwen Haase. "Die Figuren scheinen dies zu wissen und sind ständig unterwegs. Sie wandeln wie blind durch ein tiefes Tal, ohne jemals einen Gipfel oder auch nur eine Anhöhe zu erreichen. Momente eines kurz aufflackernden Glücks werden von unglücklichen Schicksalsschlägen ausgelöscht. Die beiden Drehbuchschreiber Christian Lyra und Jan Fehse hatten kein Erbarmen – weder mit ihren Figuren noch mit dem Publikum. Auf einen besänftigenden Wendepunkt wartet es vergebens. In diesem Film gibt es keinen Trost und wenig Hoffnung. Oder sollten wir die Unabwendbarkeit des Todes als absurde Erfahrung für die Hinterbliebenen werten? Immerhin sind sie doch jetzt von den Ketten befreit, die sie an die dumpfe Mechanik des Lebens fesselten."

02. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • film-dienst 25/2008

Der Film und die Personen haben Katharina Zeckau seltsam kalt gelassen. Sie "wird das Gefühl nicht los, dass hier weniger mehr gewesen wäre, zumal aus den Erzählsträngen kein fruchtbares Wechselspiel erwachsen will. Die Geschichten stehen eher unverbunden nebeneinander, die erzählten Lebensausschnitte bleiben weitgehend Kopfgeburten. Was auch mit dem schicksalsschweren Drehbuch zu tun hat, das den Figuren immer wieder bedeutungsschwangere Sätze in den Mund legt und dem es an der bei aller Dramatik nötigen Leichtigkeit fehlt."

02. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns sah durchaus interessante Typen, "bisweilen hätte man sich zwar das eine oder andere Drehbuchklischee weniger gewünscht, aber die schnörkellose Regie geht schnell darüber hinweg. Angenehm unprätentiös sind die Bilder des Films, keine forcierte und oft aufgesetzt wirkende ästhetische Stilisierung, alles wird den Schauspielern untergeordnet. Bleibt nur die Frage, warum es den Machern sinnvoll erschien, die Geschichte mit marginalen Variationen doppelt zu erzählen. Dass sich die beiden Ebenen ergänzen, zur wechselseitigen Vertiefung beitragen, kann man nicht behaupten. Und das bleibt bei allen Qualitäten von IN JEDER SEKUNDE (IN JEDER SEKUNDE Trailer), die große Schwäche des Films."

01. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

01. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • kino-zeit.de

Peter Gutting mag die Spannung, aber nicht das Mehr "an künstlicher Dramatisierung und an unwahrscheinlichen und reichlich konstruierten Verwicklungen. Irgendwie scheinen die Drehbuchautoren etwas zusammenzwingen zu wollen, was nicht zusammengehört. Das ist schade und legt die Tücken offen, die mit einem Teppich von Handlungssträngen verbunden sind. Immerhin: Der präzisen Charakterzeichnung und den überzeugenden schauspielerischen Leistungen tun die Schwächen des Drehbuchs keinen Abbruch. So kann man sich mit denjenigen Elementen dieses Films trösten, die gelungen sind. Und den Mut würdigen, sich gleich bei einem Debüt auf eine solch risikoreiche Erzählstruktur einzulassen."

01. Dezember 2008 | IN JEDER SEKUNDE • Kritik • br-online.de

Gregor Wossilus sah melancholisches Großstadtkino, getragen von einem herausragend agierenden Ensemble. "In allem, was Jan Fehse in seinem Debüt tut, ist er konsequent. Die Vorahnung, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen wird, ist beklemmend, das Ende traurig. Ein Pessimist ist Fehse trotzdem nicht. Seine letzte Szene suggeriert, dass es auch trotz aller Trauer einen weiteren Morgen gibt. Das ist zwar weder neu noch sonderlich originell. Beachtlich ist dieses Debüt aber trotzdem, da Jan Fehse weder einen unbequemen, wenn nicht sogar schwer zugänglichen Stoff scheut noch bei dessen Umsetzung Kompromisse eingeht. Und nicht zuletzt lohnt die Leistung von Jan Fehses Schauspielerensemble den Kinobesuch."

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