Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON

DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON

Regie David Fincher
Kinostart 29.01.2009

Kritiken • DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON

29. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • perlentaucher.de

Als geistigen Haferbrei bezeichnet Ekkehard Knörer den Film. "Er hat einen Story-Gimmick der auffälligen Art, weiß aber nicht, was er damit eigentlich will. Erzählt wird die Geschichte des Benjamin Button ausführlich und behäbig, im Glauben, es sei etwas ganz Großes und Episches daran, der sich an keiner Stelle bestätigt. Was man sieht, ist vielmehr ein recht beliebiges Leben und die Tragik gegeneinander laufender Zeitpfeile bleibt leere Behauptung. Zwischen dem retardierenden Greis und der progredierenden Balletteuse kommt es zu einer ganz handelsüblichen Liebesgeschichte, deren Scheitern gar keinen gimmick-spezifischen Eindruck macht. Sie sind einfach, scheint es, nicht füreinander bestimmt."

29. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Die Tageszeitung

Birgit Glombitza entdeckt, worum es eigentlich geht: um bedrohte Männlichkeit. "Das würde jedenfalls die schläfrige, gelegentlich schon ins Kitschige kippende Melancholie erklären, die von Anfang an über diesem ersten romantischen Märchen im Werk von David Fincher liegt. Eine Geschichte über die Verklärung von Liebe, Schönheit und Jugend ist es geworden. Eine, die die unterschiedlichsten Maskierungen der Geschlechter und ihrer Lebensphasen konsequent in den Illusionstechniken des Kinos spiegelt."

29. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Wahrhaft wundervoll ist der Film für Susanne Ostwald. "Vielleicht liegt gerade in seiner Resistenz gegen Sentimentalitäten die Fähigkeit zu wahrer Rührung begründet. Was er uns nun zeigt, ist nicht weniger als das eigentliche Drama des Lebens, dem das grossartige Drehbuch von Robin Swicord den Atem einhaucht, während es sich ausmalend recht weit von Fitzgeralds Erzählung entfernt. Der Kameramann und Beleuchtungsspezialist Claudio Miranda hat dazu nostalgische Bilder von berückender Schönheit geschaffen. Rückblenden sind als verknisterte Stummfilme gestaltet, und gezielt eingesetzte Lichtquellen geben dem verschatteten Szenenbild eine märchenhafte Anmutung."

29. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Dies ist ein kleines Wunder für Daniel Kothenschulte. "Offensichtlich spielt dieser opulente Film bei aller Bilderfülle doch in einer Innenwelt. Die Zeitreise, die er dabei entwirft, meint nicht die Geschichte, sondern das Mysterium der Lebenszeit. Die erste große Sequenz liefert ein griffiges Bild für David Finchers Absicht und legt zugleich den Rhythmus fest. Ein Uhrenbauer erfährt während der Arbeit an seinem Meisterwerk für den Bahnhof von New Orleans, dass sein Sohn im Krieg gefallen ist. Als er die Uhr enthüllt, geht sie rückwärts: Auf dass, wie er erklärt, sich die Zeit zurückwende und die Toten wiederkehren könnten."

29. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Der Freitag

Zeit ist laut Andreas Busche der Schlüsselbegriff in dem Film. "Und doch kann David Fincher dem Thema in mehr als zweieinhalb Stunden nur wenig Substantielles abgewinnen. Vor allem sein mangelndes Geschichsverständnis ist angesichts des epischen Atems des Films frappant. ... Stattdessen flüchtet sich der Film immer wieder in Amélie-artige Märchenwelten, die sich auch gegen die sehr reale Tragödie der Katrina-Rahmenhandlung als resistent erweisen. David Fincher und Eric Roth blenden konsequent alles aus, was nur den Verdacht einer sozialen Wirklichkeit wecken könnte."

28. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Berliner Zeitung

Wieder einmal wird für Bert Rebhandl deutlich, dass es im Kino kaum etwas Unnatürliches gibt, wenn es nur lange genug im Bild ist. Der Regisseur "ruft die ganze Fantasiewelt des Kinos auf den Plan; er lässt Cate Blanchett im Mondschein tanzen und Benjamin just dann vor Florida segeln, als von Cape Canaveral eine Rakete in den Himmel steigt. Aber der ganze Aufwand kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das emotionale Zentrum des Films leer ist."

28. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Der Spiegel

Als größte Kino-Romanze seit TITANIC (TITANIC Trailer) bezeichnet Lars-Olav Beier den Film. Dies "ist einer der subtilsten und eindringlichsten Filme, die Hollywood je über die Ebenbürtigkeit der Geschlechter gedreht hat. Keinen Ort suchtDavid Fincher in seinem Film so oft auf wie die Treppe, auf der sich die Menschen Schritt für Schritt einander annähern können, bis sie sich schließlich auf Augenhöhe gegenüberstehen. In diesem Film ist es ein Alptraum, zum Rest der Menschheit aufblicken zu müssen, ein Fluch, sie von oben herab zu betrachten, und das reine Glück, einem anderen Menschen einfach in die Augen zu sehen."

27. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Der Tagesspiegel

Seltsam nennt Jan Schulz-Ojala den Film. "Dieser Film ist ganz Körper. Und in seine Körperlichkeit allein, in seine Oberfläche, pure Zweidimensionalität und das imposantes Herantragen von Bildern investiert er seine Kraft. Was ihm allerdings, ja, himmelschreiend fehlt, ist Seele. Angesichts eines Stoffs, der einen kurios auf den Kopf gestellten Lebensbogen verhandelt und von den ersten und letzten Dingen der Existenz erzählen will, ist das nachgerade unverzeihlich. Was bleibt? Das teigige Bad in dauersepiabraunen Bildern und jedweden Dialog unterspülender Filmmusik."

27. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh findet die ganze Sache sehr normal inszeniert. "Wie Button zunächst nur im Rollstuhl sitzt, dann die ersten Schritte beim Gottesdienst versucht und irgendwann auch die Haare wieder sprießen - das wirkt beinahe wie eine natürliche Entwicklung. Und das ist die zweite, noch viel effektivere Überraschung dieses außergewöhnlichen Films: Benjamin Buttons Leben erscheint einem gar nicht monströs. Da wächst kein sonderbarer Außenseiter heran, sondern nur ein Mann, der seine Erfahrungen zu anderen Lebenszeiten sammelt."

25. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • epd-film 02/2009

David Fincher hat gesagt, der Tod sei in jeder Einstellung des Films gegenwärtig. Gern nähme Gerhard Midding "ihn beim Wort. An der persönlichen Betroffenheit, die ihn und den Drehbuchautor Eric Roth über lange Jahre mit diesem Stoff verbunden hat, ist kein Zweifel: Der Autor verlor beim Schreiben der ersten Entwürfe seine Eltern, der Regisseur begleitete seinen Vater ein Jahr lang beim Sterben. Dem Film ist das nur passagenweise anzumerken. Er ist als qualliges, sentimentales Epos angelegt, in dessen Zentrum eine unerfüllte Liebe steht."

20. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • br-online.de

Handwerklich tadellos ist der Film für Gregor Wossilus, aber inhaltlich überzeugt er nicht. "Das liegt nicht daran, dass von der zugrunde liegenden Kurzgeschichte nicht viel übrig geblieben ist. Es geht in DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON (DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON Trailer) um nichts. Denn man weiß von vornherein, dass jede Liebesbeziehung der Hauptfigur, worauf sich der Film immer wieder konzentriert, zum Scheitern verurteilt ist. Auch in der Figur Benjamin Button selbst gibt es keinen erkennbaren Konflikt, der den Zuschauer wirklich bewegt. ... Letzten Endes versinkt der mit drei Stunden viel zu lange Film in Langeweile."

19. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • programmkino.de

Vom ersten Bild an, wenn sich aus herabfallenden Knöpfen die Logos der Filmstudios bilden, ist der Film von außerordentlicher technischer Perfektion geprägt, lobt Michael Meyns. "Die kühle Perfektion mit der David Fincher inszeniert, die absolut lebensecht wirkenden Inkarnationen Benjamins, für den Brad Pitts im Computer gealtertes Gesicht mittels kompliziertester Technik auf Körper von dem jeweiligen Alter entsprechenden Männern gesetzt wurde, überschatten lange die Implikationen der Geschichte. Ein kaum aufzulösender Zwiespalt, denn ohne die Mittel modernster Technik wäre diese Geschichte im Kino kaum zu erzählen. Doch allein das Wagnis dieses Films, seine Perfektion nötigen Respekt ab."

19. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • programmkino.de

Es geht um den Tod, stellt Thomas Engel fest. "Mit einer Fülle von Geschehnissen, Andeutungen und Parabeln überrascht dieser Film thematisch, nachdem man eine Weile gebraucht hat, sich in ihn hineinzuversetzen. Mit akribischster Sorgfalt sind alle Vorkommnisse, Epochen und Ausstattungsteile formal gestaltet. Regie, Kamera und virtuelle Technik haben da Gutes zustande gebracht. Nur muss man eben auf die Beschäftigung mit einem etwas abwegigen Stoff eingehen."

18. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • kino-zeit.de

Michael Spiegel und Joachim Kurz sahen einen zutiefst beeindruckenden, berührenden Film, "der tief eintaucht in die Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Liebe und eines turbulenten Jahrhunderts. ... Auch wenn der Zuschauer von Anfang an weiß, dass die Liebe zwischen Daisy und Benjamin aufgrund der besonderen Umstände kaum gut ausgehen kann: Die Vielzahl an Puzzlestücken, Epochen, historischen Miniaturen und Querverweisen machen aus dem Film nicht nur ein großes Liebesdrama, sondern auch einen anregenden Ausgangspunkt für Überlegungen über Zeit und Vergänglichkeit, über die Liebe, das Schicksal und die Launenhaftigkeit des Glücks."

01. Januar 2009 | DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON • Kritik • filmz.de

Linksammlung bei filmz.de

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,67412