Inhalt • GRAN TORINO
Walt Kowalski (Clint Eastwood) hat sein Leben lang in der Autofabrik gearbeitet. Als Rentner fällt ihm nicht viel mehr ein, als ein paar Reparaturen am Haus auszuführen, Bier zu trinken und einmal im Monat zum Frisör zu gehen. Obwohl seine inzwischen verstorbene Frau sich wünschte, dass er zur Beichte geht, hat Walt nichts zu beichten - einst ist er verbittert aus dem Koreakrieg zurückgekehrt, nach wie vor säubert er regelmäßig sein M-1-Gewehr und hält es schussbereit. Er traut niemandem - wenn er etwas zu beichten hätte, würde er es nur seinem Hund Daisy gestehen.
Crew • GRAN TORINO
Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Clint Eastwood, Geraldine Hughes, Ahney Her, Bee Vang, Christopher Carley ...
Verleih/Copyright: Warner Bros. Pictures
Kritik • GRAN TORINO • 01. März 2009 • epd-film 03/2009
Es wäre sicher laut Patrick Seyboth "völlig verfehlt, Clint Eastwood Rassismus vorzuwerfen, doch das Drehbuch von Nick Schenk bringt es fertig, zugunsten seiner Dramaturgie viele Vorurteile, die es vordergründig demontiert, durch die Hintertür wieder hineinzuschmuggeln. Oder ist das nur eine höhere Form postkolonialistischer Ironie? Ganz ironiefrei und höchst pathetisch ist jedenfalls das Finale, das Walt sogar noch einen Heiligenschein aufsetzt. Und je länger man über all die merkwürdigen Implikationen der Story nachdenkt, desto ferner rückt das Vergnügen, das der Film anfangs bereitet."