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TINTENHERZ

TINTENHERZ

Regie Iain Softley
Kinostart 10.12.2008

Kritiken • TINTENHERZ

12. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Die Zeit

Der Film kommt laut Susanne Gaschke aus der Belehrwerkstatt. "Der Widerspruch zwischen der süßlichen Bücheranbetung und der Darstellung von Fiktion als realer Gefahrenquelle (genau das ist sie ja niemals; nie eine Tatsache, immer nur eine Möglichkeit) war schon im Roman irritierend – und wird im Film auch nicht leichter dadurch erträglich, dass die so böse gemeinten Bösewichte im Bösesein total versagen. Capricorns Leute treten auf wie Comicfiguren. Begleitet von bis an die Zähne animierten Einhörnern, Elfen und Drachen stapfen sie in ihrem Bergdorf umher wie mittelgroße Punks oder kleine Vampire."

11. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Berliner Zeitung

Es war ein Wagnis, den Stoff zu verfilmen, behauptet Cornelia Geissler. Sie lobt besonders den Hauptdarsteller. Brendan Fraser ist "kein internationaler Star. Nur wenige seiner Filme sind richtig bekannt: vielleicht die Grusel-Serie DIE MUMIE, vielleicht L.A. CRASH. Er ist als Suchender, der seine Frau retten will, ein bisschen blass. Er agiert jedoch überzeugend als Vater, der fürchtet, auch noch seine Tochter zu verlieren. Die wiederum wird mit starker Präsenz gespielt von Eliza Hope Bennett. Und eine Aura entfaltet auch Paul Bettany als Staubfinger, der tragische Held, der so viel falsch macht, um in seine Heimat, sein Buch, zurückzukehren."

11. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Thomas Binotto haben die Filmemacher ihre Aufgabe ansprechend erfüllt. "Selbst wenn TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) im Fantasy-Genre weder besonders auf- noch abfällt, bleibt das Wechselspiel von Realität und Fiktion, die Osmose zwischen Literatur und Leben auch auf der Leinwand faszinierend. Die optische Auflösung dieses philosophischen Motivs ist zwar nicht gerade atemberaubend, aber das ist vielleicht auch ein Glück, weil damit das flotte Erzähltempo nicht artifiziellem Kunsthandwerk weichen muss. Das reicht zumindest zu solide gemachtem Stoff für Geschichtensüchtige."

11. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Frankfurter Rundschau

Die Filmemacher haben laut Heike Kühn das Buch beherzt verkürzt und treffen dennoch weitgehend den magischen Ton der Vorlage. "Zwar ist -genau wie bei Funke - die Begegnung zwischen Fenoglio, dem Autor des (fiktiven) Buches "Tintenherz", und seinen zur Rebellion gegen den dichtenden Übervater aufgelegten Figuren ein ebenso philosophischer wie komischer Moment. Doch eine witzlose Abfolge von Gefangennahme, Entkommen, Flucht ermüdet den Betrachter. Selbst das von Meggie herbeigeschriebene Happy End wirkt reichlich schematisch. Nicht jedes geschriebene Wort meistert die Alchemie des Filmbildes."

11. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Der Spiegel

Faulen Zauber nennt Daniel Sander die ganze Sache. "So wurde viel Mühe darauf verwendet, die Vorzüge des Mediums Film hervorzuheben – mit einer liebevollen und detailreichen Ausstattung, die sich besonders im Dorf der Bösewichter um Capricorn in allen Facetten austoben durfte, und mit Effekten, die zumindest das haarsträubend unlogische, aber temporeiche Finale nahezu in Harry-Potter-Sphären heben. Doch abgesehen davon sieht alles nach einem eher halbherzigen Unterfangen aus, mehr nach einem Abhaken der Story-Eckpunkte als nach einer ernsthaften Filmfassung. Ohne große Aufregung stolpern die Figuren durch die teils sehr löchrige Handlung, als hätten sie Angst davor, dass es zwischendurch mal wirklich spannend werden könnte."

10. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) kann laut Christina Tilmann den Zauber des Lesens nicht ersetzen. "Für "Tintenherz"-Fans ist das Ergebnis eine Enttäuschung. Nicht dass es eine schlechte Verfilmung geworden wäre ... Das Grundproblem hat Regisseur Iain Softley jedoch nicht gelöst: Jede Seite in TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) handelt vom Zauber des Lesens. Davon, dass ein simples Buch voller Buchstaben und eine magische Vorlesestimme die aufregendste aller Welten zum Leben erwecken können. ... Im Film ist diese Qualität verloren."

10. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad berichtet von der Weltpremiere.

10. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof hatte trotz der Mischung aus Endzeit-Vision und Pseudo-Mittelalter ihren Spaß. Sie lobt besonders einen Schauspieler. "Paul Bettany spielt diesen Staubfinger, und ihm ist es zu verdanken, dass der Film jene melancholisch-zwiespältige Atmosphäre entwickelt, die den Reiz des Fantasy-Genres ausmacht. Wann immer er auftritt, steht diese unbestimmte, große Sehnsucht im Raum, kombiniert mit depressivem Größenwahn und endloser Zögerlichkeit, eben das ganze Paket, das wir seit der Frühpubertät mit uns herumtragen."

09. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • critic.de

Bei David Gaertner kommt "der Verdacht auf, dass der Sinn der Spezialeffekte darin liegt, über diverse Handlungslöcher hinwegzutäuschen. ... Dies ist besonders schade, denn gerade das Ensemble von TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) gibt sich bisweilen redlich Mühe, gegen die Belanglosigkeiten des Drehbuchs, die sich in Iain Softleys uninspirierter Inszenierung fortsetzen, anzukämpfen. Leider können sie da nur verlieren. So degeneriert Helen Mirrens schauspielerischer Einsatz als verschrobene Buchfetischistin zum Chargenspiel, während Paul Bettany als Dustfinger mit Inbrunst gegen den fast gänzlich teilnahmslosen Brendan Fraser anspielen muss. Leidtragende scheinen im Fall von TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) die engagierten Schauspieler und das Publikum gleichermaßen zu sein."

01. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • Filmbewertungsstelle

"Die Rahmenhandlung, die den Bezug zur Realität herstellen soll, schwebt mit sympathischen Darstellern und romantischen Bildern stets über dem Treiben der Märchenfiguren und die Besonderheit des Romanstoffs, die Begegnung dieser beiden Welten - der tatsächlichen und der aus Büchern "herausgelesenen“ Gestalten und Situation - geht in der furiosen Geschwindigkeit des Films und der Actionszenen fast unter. Die Eigenart, die hier dem Roman zu verdanken ist, wird nicht herausgestellt und umgesetzt, sondern als selbstverständlich in den Fluss der Handlung einbezogen. Die Phantasiegestalten, die den Film bevölkern, sind handwerklich gut gelungen und schaffen eine märchenhafte Atmosphäre."

01. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • epd-film 12/2008

Für Katrin Hoffmann haben sich "die Filmemacher sehr viel Mühe gegeben, die einzelnen Charaktere zu entwickeln, sowohl die der Gauner als auch die der positiven Helden. Am interessantesten ist dabei beinah die Nebenfigur des TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer)-Autors geraten: Eitel und davon fasziniert, seine Geschöpfe realiter zu erleben, verschwindet er freiwillig in seiner Tintenwelt. Und eine hübsche Idee ist es, die Schurken, die die Welt des bösen Capricorns bevölkern, noch die Schriftzüge ihrer Buchwelt auf der Haut tragen zu lassen – ein unfähiger Vorleser hat immer nur beschädigte Figuren herauslesen können. So machen viele neue Einfälle den Film durchaus zu einem sehenswerten Vergnügen, auch wenn der Showdown so nicht im Buch steht."

01. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • br-online.de

Laut Eric Stahl ist TINTENHERZ (TINTENHERZ Trailer) "im besten Sinne eher ein Schauspieler- denn ein Effekte-Film: Brendan Fraser gibt nach DIE MUMIE ein weiteres Mal mit sympathischer Routine den unfreiwillgen Helden, Paul Bettanys tragische Figur Staubfinger geht direkt ans Herz, und Andy Serkis vermittelt als Capricorn die diebische Freude, die ein skupelloser Schuft aus einem Roman wohl in unserer Realität haben kann. Und die großartige, anbetungswürdige Helen Mirren spielt als aristokratisch-knurrige Tante Elinor natürlich wieder zum Niederknien."

01. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • programmkino.de

Die Filmemacher wollten mit jeder Sequenz überwältigen, meint Volker Mazassek. "Das gelingt ihnen, aber wegen des Tempos, das sie vorlegen, findet sich der Zuschauer in dem wuseligen Hin und Her nicht immer zurecht. Die Orientierung wird dadurch erschwert, dass es keine klare Leitfigur gibt. Auch wenn das Familienschicksal das treibende Element ist, stehen Mo, Meggie und Resa nicht uneingeschränkt im Fokus."

01. Dezember 2008 | TINTENHERZ • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah Familienunterhaltung mit filmischem Niveau. "Im Falle des vorliegenden Streifens hat der Regisseur in fast ein wenig zu ausgedehnter Weise und manchmal leicht verwirrend alles aufgeboten, was das amerikanische Filmemachen hergibt: Magie, virtuelle Welten, Pomp, Märchenstimmung, romantische Schauplätze, gut dirigierte Massenszenen, Action, "Böse" und "Gute" sowie eine sehr ansehnliche Schauspielertruppe."

30. November 2008 | TINTENHERZ • Kritik • filmz.de

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