| Regie | Robert B. Weide |
| Kinostart | 27.11.2008 |
Simon Pegg-Fans mögen dieser Mr.-Bean-Version von DER TEUFEL TRÄGT PRADA ein paar Lacher abgewinnen können, meint Laura Wieland. "Aber nicht einmal der britische Starkomiker vermag es, die zuweilen peinlich unkomischen Szenen zu retten. Statt einer bissigen Parodie auf den Boulevard serviert der Film kaum mehr als die vorhersehbaren Gags einer romantischen Komödie – und das arg einfallslos."
Der Film ist für Peter Uehling lustig, ohne doof zu sein. "NEW YORK FüR ANFÄNGER (
) ist eine schön gelungene Komödie, die am Ende gewiss die großen Menschenfragen - was zählt der Erfolg, und wie sich entscheiden zwischen der schönen und der herzlichen Frau? - diskutiert. Bis dahin aber wird viel erzählt über die Verfilzung von Stars, Produzenten und Berichterstattung. Dass diese Erzählung sehr lustig ist, niemals einen kritischen Zeigefinger hebt oder mit ihren Einsichten prahlt, ist nicht das geringste Verdienst der Regie von Robert Weide. Dazu hat er ein grandioses Ensemble von Schauspielern."
Es gibt kaum etwas, das mehr Spaß macht, als anderen Menschen beim Scheitern zuzusehen, meint Joachim Kurz. Der Film besitzt "einiges an medienkritischem Potential, das aber leider nur teilweise ausgeschöpft wird. Was vor allem an dem Versuch liegen dürfte, dem Stoff noch gleichzeitig die Verspieltheit einer Romantic Comedy zu geben. Zwar wirken Simon Pegg und Kirsten Dunst als Liebespaar wider Willen durchaus stimmig, doch zugleich erinnert man sich an manchen Stellen wehmütig an George Stevens’ unsterblichen Screwball-Klassiker DIE FRAU, VON DER MAN SPRICHT (1942) mit Spencer Tracy und Katharine Hepburn als kabbelndem Journalistenpaar zurück und weiß genau – so schön wie damals wird es niemals mehr werden."
Margret Köhler lobt die Darsteller. Simon Pegg verfügt "in der Rolle über durchaus komisches Potenzial. Wie er auf äußerst unkonventionelle Weise einen kläffenden Mini-Bello entsorgt, das kann sich mit ähnlicher Tat in EIN FISCH NAMENS WANDA messen. Voraussehbar ist die romantische Entwicklung mit Kollegin und Schutzengel Alison, deren innere Werte der im Hochglanz-Dschungel Verirrte am Ende doch zu schätzen weiß. Im Gegensatz zur dezenten Kirsten Dunst steht Megan Fox als Youngs Objekt der Begierde, ein von der Agentin gegängeltes Glamourgirl und eine dieser Big Apple Frauen, die nach einem eisernen Grundsatz nur mit erfolgreichen Männern aus und ins Bett gehen."
Laut Marcus Wessel benötigt der Film Zeit, um sich warm zu laufen. Der Regisseur fühlt sich "den Gesetzmäßigkeiten einer RomCom verpflichtet. Da bleibt eine gewisse Glättung nicht aus. Mit Simon Pegg, der auf die Rolle des liebenswerten Losers abonniert zu sein scheint, und einer erneut unwiderstehlichen Kirsten Dunst besitzt NEW YORK FüR ANFÄNGER (
) außerdem das, was für ein Funktionieren der an sich vorhersehbaren Liebesgeschichte unabdingbar ist: Zwei starke Hauptdarsteller, zwischen denen die Chemie ganz offensichtlich stimmte."
Michael Kienzl ist enttäuscht. "Auch wenn NEW YORK FüR ANFÄNGER (
) als zerstörerische Nummernrevue in einer Upper-Class-Welt gut funktioniert, leidet er mit fortschreitender Handlung am einengenden Handlungskorsett der Romantic Comedy. Wie in den Filmen der Farrelly-Brüder wirkt die ernsthafte Romantik in einem Film voller Anarchie und Ironie auf seltsame Weise deplatziert. Wer aber über die konstruierte Rahmenhandlung hinwegsehen kann und gut inszenierte Situationskomik zu schätzen weiß, ist mit diesem Film gut beraten."