Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

CAÓTICA ANA

CAÓTICA ANA

Regie Julio Médem
Kinostart 27.11.2008

Kritiken • CAÓTICA ANA

28. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • Der Spiegel

Hypnotisch, verstörend, überladen nennt Jenny Hoch den Film. "Man kann diesen Plot leicht abgehoben und esoterisch finden. CAÓTICA ANA ist definitiv einer jener seltenen Filme, die aus denselben Gründen brüsk abgelehnt oder begeistert gefeiert werden können. Denn Medem, der ein abgeschlossenes Medizinstudium in der Tasche hat und eigentlich Psychiater werden wollte, wandelt mit dieser ins Freudianisch-Metaphysische überhöhten Filmparabel auf einem schmalen Grad zwischen Kitsch und Kunst. ... Ob der Betrachter etwas mit dem Resultat anfangen kann, hängt von seiner Bereitschaft ab, sich jenseits von Logik und Realitätssinn auf dieses psychopathetische Experiment einzulassen."

28. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • Die Tageszeitung

Politische, exotische, kunstmythologische Motive werden hier wild durcheinandergewirbelt, stellt Bert Rebhandl fest. "Bei aller überschäumenden Vitalität und grandiosen Gefährdung, die Julio Médem in Szene setzt, verliert er Ana bald aus den Augen: Sie wird zu einer Chiffre für Abgründe der Subjektivität, die Medem nicht auszuhalten gewillt ist. Er häuft obskure Ideen an und lässt sich von Attraktionen leiten, wo es doch um eine lebbare Integrität geht, die sich nicht bloß aus Schichten des Sensationellen zusammensetzt."

27. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • Berliner Zeitung

Geschmackssache ist der Film für Daniela Zinser. "Ganz grandios ist allerdings Manuela Vellés, die die Ana anfangs voller Staunen, Frische, Reinheit und Tiefe hinter den tellergroßen Kindsaugen spielt und zum Ende hin abgeklärt und düster als Domina-New-Yorkerin. Ihr folgt man gern durch Traum und Zeit, auch wenn der Weg zuweilen etwas holprig gerät. Es ist doch etwas viel Urahn, Urgestein und Ursächliches dabei."

27. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur erkundet die weibliche Seele, meint Jan Schulz-Ojala. Der Film "macht, schon vom Titel her, klaren Prozess: Verfechter der kritischen Vernunft mögen bitte draußen bleiben. Mehr noch: Im Ambiente seiner auch zoologisch stets ergiebigen Bilderwelt, in der diesmal Falken, Tauben und Langusten ihr hochsymbolisches Unwesen treiben, rückt Medem erstmals den innersten Antrieb seines Schaffens ins dramaturgische Zentrum. Nicht auf kunstvollen Umwegen verhext er seine Zuschauer, sondern lässt gleich seine Heldin Ana (Manuela Vellés) meist hypnotisiert durchs Bild laufen."

27. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Diesmal erzählt der Filmemacher laut Daniel Kothenschulte lähmend-linear. "Als hätte man in Spanien nicht auch ein Scherflein dazu beigetragen, fasst Julio Médem seine Kriegs-Kritik in plumpen Anti-Amerikanismus - und versetzt seinem erschreckend eindimensionalen Film damit selbst den Todesstoß. Kein Kritiker könnte dabei treffsicherer vorgehen als der Filmemacher selbst."

02. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • kino-zeit.de

Leben, Tod und Wiedergeburt sowie die alles verbindende und überwindende Kraft der Liebe – dies sind die großen Themen, schreibt Joachim Kurz. Der "Filmemacher entfaltet einen opulenten und manchmal beinahe übermächtigen, symbolistisch aufgeladenen und einige Male an Eso-Kitsch grenzenden Bilderbogen zwischen verschiedenen Zeiten und Lebenswelten, der dem Zuschauer einiges abverlangt. Und wie so häufig bei Geschichten, in denen es um Phänomene jenseits unserer alltäglichen Erfahrungswelt geht, bedarf es schon viel guten Willens, um sich auf die Prämissen von Julio Médems mythologisch angehauchter Story einzulassen."

01. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • br-online.de

Kirsten Liese sah einen unentschlossenen Genre-Mix zwischen Psychokrimi, Mystery-Thriller, Künstlerdrama und Abenteuerfilm. "Wirklich schade, dass Julio Médem das an sich so interessante, diskussionswürdige Thema der Reinkarnation an eine alles in allem sehr verquaste Geschichte verschenkt, die sich darauf beschränkt, unsubtile Vergangenheitsgeschichten, die überwiegend noch nicht einmal beklemmend oder packend wirken, aneinanderzureihen. Auch die Metaphern, die Medem für die uralte Ungerechtigkeit der Männermacht findet, zeugen nicht gerade von Originalität: Zu Beginn zeigt er einen Raubvogel, den sein Falkner auf eine Taube ansetzt. Später stehen die Madrider Hochhäuser für den männlichen Phallus."

01. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns entdeckt ein gewisses einfältiges Niveau, mit dem der Regisseur politische Fragen behandelt. "Schon der Prolog deutet die simplistische Dichotomie an, der Julio Médem folgt und die in ihrer schwarz/ weiß Zeichnung ebenso schlicht ist, wie die von Medems offensichtlicher Hassfigur George Bush."

01. November 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • programmkino.de

Aus diesem Film kann jeder sich heraussuchen, was ihm interessant erscheint, stellt Thomas Engel fest. "Wie gesagt, was hier magisch-poetisch, geheimnisvoll-elegisch, traumhaft-visionär, verwirrend-schockierend ist, kann jeder für sich heraussaugen. Ein intensives Psychologie-Experiment und Lebensgemälde ist der Film allemal."

20. Oktober 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • film-dienst 24/2008

Für Wolfgang Hamdorf ist dies nicht derbeste Film des spanischen Regisseurs, "aber mit Sicherheit seine ehrgeizigste, an Themen und Motiven übervolle und mitunter bis zur Unerträglichkeit moralische Arbeit. Trotz seiner Laufzeit wirkt der Film stellenweise gehetzt und überanstrengt. Trotzdem: Julio Médems Poesie will hier politisch werden und enthüllt einen neuen Stil des Filmemachers, was sehenswert ist, verwirrend, erschreckend, chaotisch im besten Sinne."

17. Oktober 2008 | CAÓTICA ANA • Kritik • critic.de

Für Lukas Foerster ist CAÓTICA ANA "ein grundlegend offener Film, ein Film, der sich jeder Schließung entzieht und assoziative Verbindungen bevorzugt. Die Nebenfiguren gruppieren sich in immer neuen Konstellationen um Ana auf deren mäanderndem Weg von Ibiza über Madrid bis und durch die USA. Diese Offenheit ist an sich kein Problem. Das Problem ist vielmehr ganz im Gegenteil, dass Medem diese Offenheit nicht deutlicher kommuniziert. Allzu oft scheint sie ihm nur zu unterlaufen und verwandelt sich in Willkür. Dabei liegt in ihr die Möglichkeit für einen neugierigen, vorurteilsfreien Blick auf die Welt."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,51354