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ICH GEHE JETZT REIN

ICH GEHE JETZT REIN

Regie Aysun Bademsoy
Kinostart 20.11.2008

Kritiken • ICH GEHE JETZT REIN

24. November 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • Berliner Zeitung

Es gibt keinen Off-Erzähler, keine Kommentare in Aysun Bademsoys Film, schreibt Michaela Schlagenwerth. "Das führt zu manchen Desorientierungen, trotzdem lohnt sich die trockene, anstrengende Vorgehensweise. Denn es gibt keine Klarheiten. Sicher, alle fünf Frauen haben keine Berufsausbildung abgeschlossen und bedauern das heute sehr. Alle fünf scheinen in fragilen, irgendwie schwebenden Lebensverhältnissen zu leben. Die alten Strukturen haben sich aufgelöst, die neuen muss man sich erst bauen."

21. November 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Bademsoy sieht diese Lebensgeschichten beispielhaft für eine Generation türkisch-deutscher Frauen, meint Silvia Hallensleben. Die Frauen haben "schwere Lebenskrisen durchgemacht, Familiensachen meist. Eine bittere Bilanz: Vor zwölf Jahren noch hatten die Mädchen von einem anderen, selbstbestimmten Leben geträumt. Jetzt waren sie alleinerziehende Mütter ohne Job, Geschiedene, unausgebildete Ehefrauen. Nur Safiye, die als Trainerin eine neue Mädchenmannschaft aufbaut, scheint geradlinig ihren Weg gegangen zu sein."

18. November 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • film-dienst 24/2008

Diese Frauen haben noch nicht aufgegeben, stellt Josef Lederle fest. "Es ist ein buntes, sehr vielschichtiges und aufschlussreiches Zeit-Puzzle, das sich aus den zahllosen Momentaufnahmen ergibt, die eine große Vertrautheit mit der Filmemacherin signalisieren, aber auch von den Verletzungen und biografischen Brüchen erzählen, die keine von ihnen ungeschoren ließen. Doch wenn sie sich am Ende des Films nach langer Zeit wieder auf dem Fußballplatz treffen und zu einem enigmatischen Schlussbild vereinen, spiegeln sich in ihren erwachsenen Gesichtern nicht nur die Spuren der letzten Jahre, sondern auch ein Anflug von Trotz und Lebensmut."

01. November 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • kino-zeit.de

"Dass Aysun Bademsoy nicht nachhakt, wenn es um Veränderungen und Kämpfe geht, sondern lieber zuhört und die Frauen das berichten lässt, was sie bereit sind vor der Kamera einzugestehen, hat auch mit dem Respekt vor den Frauen zu tun, die sie schon lange kennt. Ihr feinfühliges und selten insistierendes Porträt junger Migrantinnen lässt Raum für Zwischentöne und kleine Beobachtungen, die ein treffendes Bild von der Situation junger Türkinnen in Deutschland zeigen. Besonders schön auch, dass es Bademsoy gelungen ist, die Frauen, deren Lebenswege auseinander drifteten, wieder zusammenzubringen."

01. November 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • br-online.de

Berühend nennt Heidi Reutter die Dokumentation. "Aysun Bademsoy montiert in ihrem Film immer wieder Ausschnitte aus MÄDCHEN AM BALL und NACH DEM SPIEL zwischen die aktuellen Aufnahmen. Heute und damals, keine Frage, das Erinnern tut weh. Das Ergebnis dieser filmischen Bestandsaufnahme ist ein einfühlsames Porträt junger türkischer Frauen, die sich schwer damit tun, die eigene Identität zu finden. "Es war ein schwerer Weg, die Freiheit", sagt Arzu. Ob sie sich wirklich frei fühlen, diese Frauen, das ist eine andere Geschichte."

27. Oktober 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • Die Tageszeitung

Anke Leweke "spürt, dass die Kamera zur Komplizin, die Regisseurin zur Vertrauten wird. Gerade für die jungen Frauen aus Bademsoys Film bieten die Dreharbeiten Rückhalt und die Möglichkeit, sich der eigenen Situation bewusst zu werden. Schon seit 13 Jahren begleitet die Regisseurin die Frauen. 1995, als der erste Dokumentarfilm entstand, spielten sie noch in einer Fußballmannschaft und wollten nicht als Türkinnen, sondern als Sportlerinnen wahrgenommen werden."

17. Oktober 2008 | ICH GEHE JETZT REIN • Kritik • Der Standard

Die Filmemacherin Aysun Bademsoy begleitet seit 13 Jahren eine Gruppe von Deutsch-Türkinnen und deren Liebe zum Fußball. Dietmar Kammerer sprach mit ihr über Selbstbilder, Abschottung und falsche Toleranz.

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