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DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA

DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA

Regie Mark Herman
Kinostart 07.05.2009

Kritiken • DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA

08. Mai 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film versucht sich an einer merkwürdigen Kombination, meint Cristina Nord. "Er will zeigen und es zugleich unterlassen, den Schrecken der Vernichtung darstellen und sich zugleich in Diskretion üben, das Bilderverbot, das die Schoah umgibt, brechen und zugleich beachten. Die Aufgabe ist zu kompliziert für den Regisseur; etwas anderes als naheliegende visuelle Lösungen und eindeutige Metaphern fällt ihm nicht ein. ... In einer wohlwollenden Lesart ließe sich dieses Verfahren damit erklären, dass sich die Naivität der Hauptfigur auf den Film übertragen soll."

07. Mai 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • Berliner Zeitung

Mutig und schrecklich nennt Anke Westphal die Verfilmung. "Dass John Boynes Geschichte zu einem für ein Jugendbuch so ungebrochen entsetzlichen Ende in den Gaskammern findet, hat seinerzeit viel Aufsehen verursacht. Letztlich folgt der Film mutig, wenn auch mit unnötiger Musikverstärkung, so doch ohne Hollywood-Weichzeichner diesem schrecklichen Ende, nach dem alle erhobenen Einwände ganz unerheblich sind. Auschwitz - das kann nie plausibel sein."

05. Mai 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • film-dienst 10/2009

Für Stefan Volk stellt sich die Frage, "ob man vor dem Hintergrund des Holocaust überhaupt erfundene Geschichten erzählen darf. Das freilich ist eine trügerische Fragestellung. Legt sie doch nahe, dass das historische Grauen prinzipiell real darstellbar sei. Tatsächlich aber kann man den Holocaust (frei nach Watzlawick) nicht nicht fiktionalisieren. Es kommt also darauf an, sich mit ihm aufrichtig auseinander zu setzen, die wichtigen Fragen zu stellen. Das gelingt Herman überraschend gut. DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA (DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA Trailer) ist ein ergreifender, aufwühlender, nie rührseliger Film, der sich dem Holocaust auf eine irritierend naive, zärtliche Weise annähert und gerade dadurch dessen perverse Banalität offen legt."

02. April 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • programmkino.de

Gerade weil die Geschichte den Holocaust nicht für manipulative Gesten instrumentalisiert, lässt Marcus Wessel "Shmuels Schicksal nicht unberührt. Ohnehin ist der Horror auch in den scheinbar unbeschwerten Momenten stets präsent. Wenn plötzlich der zur Küchenarbeit abkommandierte Lagerhäftling Pavel (David Hayman) verschwunden ist oder schwarzer Rauch aus den Schornsteinen des Lagers in den blauen Sommerhimmel entweicht, weiß jeder außer Bruno, welch unermessliches Leid sich hinter diesen auf den ersten Blick unscheinbaren Bildern verbirgt."

02. April 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel sah einen schmerzlichen Film mit Schwächen. "Die kindliche Perspektive ist eine der stärksten Seiten dieses Films. Um die Jungen herum gruppiert sind Figuren, die dem Klischeehaften nicht entkamen: der linientreue gehorsame Vater, die spät aufgeklärte und dann verzweifelte Mutter, die von einem Lehrer NS-ideologisch infizierte Tochter, der brutale, einen jüdischen Gefangenen schwer misshandelnde Adjutant des Vaters. Der Stil des Films ist vom Schluss abgesehen undramatisch. Das Spiel der Buben überzeugt. Dem Ganzen wohnt eine grausame, sinnbildliche Logik inne. Das heißt: Durch den Tod seines Kindes erhält der Vater, was er verdient. Die erklärte Intention der Macher: den Holocaust nie vergessen."

01. April 2009 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

23. September 2008 | DER JUNGE IM GESTREIFTEN PYJAMA • Kritik • festivalblog

Andreas Tai hat sich nicht überzeugen lassen. "Trotz der guten schauspielerischen Leistung aller Darsteller und insbesondere von David Thewlis, bleiben die Charaktere aber unnahbar und holzschnittartig. In der englischen Originalfassung wirken Bruno und seine Familie auf mich zudem nicht nur in ihrer Sprache sondern auch in ihrem Verhalten eher britisch als deutsch. Dies mag aus internationaler Sicht kein Problem darstellen, mir persönlich versperrt es dagegen den Zugang. Es gibt auch einige gute Ansätze im Film. So wird auf die im Hollywood Kino typische Dämonisierung von deutschen Nazis verzichtet und Wert darauf gelegt zu zeigen, wie "normale" Familienmenschen Teil einer Vernichtungsmaschinerie werden können."

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