Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN

BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN

Regie Peter Schamoni
Kinostart 30.10.2008

Kritiken • BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN

03. November 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Mögen Boteros Werke auch nicht jedermanns Geschmack sein – Peter Schamonis Filmporträt erschließt den 76-jährigen Künstler auf äußerst dynamische Weise, lobt Cristina Moles Kaupp.

30. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • Berliner Zeitung

Ingeborg Ruthe hat viel erfahren über den Künstler. "Schamonis Film erzählt ohne Hast eine Erfolgsgeschichte, jedoch jenseits des Klischees vom Naiven. Botero, der sich in einem frühen Gemälde ironisch als spanischen Eroberer und später mehrfach als Stierkämpfer darstellt, wird erlebbar als Humanist, als Kosmopolit und Mäzen. Dieses fulminante Schaffen ist im Film unterlegt mit südamerikanischer Gitarrenmusik. Die Kamera folgt den Bildern und Plastiken an zahlreiche Orte."

30. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • Die Tageszeitung

Langweilig wird dieser Bilderreigen laut Sven von Reden "nicht, verwirrend sind an BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN allerdings die Synchronisation und der Schnitt. Als Sprecher konnte Schamoni Mario Adorf gewinnen, aber der übersetzt rätselhafterweise nur ungefähr die Hälfte der (englischen) Sätze Boteros ins Deutsche. Der Schnitt ist ähnlich erratisch geraten. Doch diese merkwürdigen formalen Entscheidungen sind weniger problematisch als die Konzentration auf die Titelfigur. Botero erweist sich auf die Dauer als wenig eloquent oder tiefsinnig, wenn es darum geht, über sein eigenes Werk zu sprechen."

26. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • film-dienst 22/2008

Kurzweilig nennt Hans Messias das Künstlerporträt. Der Filmemacher will den Menschen Botero über seine Arbeit darstellen und zu erklären versuchen. "Ein etwas hochgeschraubter Ansatz, der kunstferne Zuschauer kaum erreicht und der in pausenlosen Wiederholungen einander gleichender Bilder eine gewisse Redundanz aufweist. Doch gegen Ende zieht Schamoni die "Spannungskurve" an ... Spätestens hier wird deutlich, dass auch Barockmenschen eine soziale Verantwortung empfinden und ihren klangvollen Namen in den Dienst einer nicht nur der Schönheit verpflichteten Sache stellen können."

25. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • critic.de

Laut Pascale Anja Dannenberg kommt es zur Reizüberflutung. Die Augen des Zuschauers müssen "immer wieder Split Screen, Zeitlupen und -raffer ertragen wie auch Bild-Rahmungen, bestehend etwa aus japanischen Schriftzeichen, oder ein Blitzlichtgewitter aus Einzelbildern untermalt mit Schüssen und Schreien – eine Szene, die ein Massaker in Medellin nachstellen soll, für das eine Vogelskulptur Boteros als Bombenversteck funktioniert hat. Mit diesen stilistischen Mitteln glaubt Schamoni, Boteros Welt und dessen "geistiger Parallelwelt" (audio-)visuell unentwegt entsprechen zu müssen."

02. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • programmkino.de

Worin die Faszination von Boteros Kunst liegt, versucht der Film nicht zu ergründen, kritisiert Michael Meyns. "So streift der Film durch das enorme Werk, das Botero im Laufe seines Lebens angehäuft hat, setzt einzelne Werkgruppen ins Bild, die den typischen Botero-Stil auf den Stierkampf, das Leben in seiner Heimat oder den jung gestorbenen Sohn anwenden. Und immer wieder die gigantischen Skulpturen, die Botero scheinbar besonders gerne verschenkt. Ob es eine Gemeinde schon mal gewagt hat, ein solches Geschenk dankend abzulehnen? Wer weiß, Peter Schamoni verrät es jedenfalls nicht. Sein Künstlerportrait erreicht diesmal nicht die Qualität von früheren Arbeiten über Max Ernst oder Caspar David Friedrich."

02. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel entdeckt: Die zeichnerische Begabung Boteros ist faszinierend. "Peter Schamoni konnte eine Menge Material, Gespräche, Zitate und – von Mario Adorf gesprochene – Kommentare informativ und sinnvoll anordnen. Auch das ist Kreativität. Für ein interessiertes Zielpublikum ist dieser Dokumentarfilm über Fernando Botero jedem Filmkunsttheater und Programmkino sehr zu empfehlen."

02. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • kino-zeit.de

Gewohnt präzise zeichnet der Regisseur laut Joachim Kurz "den Lebensweg und den faszinierenden Charakter Boteros nach, selten nur ist der Eingriff des Regisseurs zu spüren. Stattdessen macht der Film den Eindruck, als begleite man den Künstler auf einem Spaziergang durch sein Leben und seine Figuren, die man nach diesem Film mit anderen Augen sieht. Sie sind nicht mehr nur einfach die korpulenten Gestalten, die uns vieltausendfach von Buchcovern, Postern und Podesten herab anschauen – sie sind vielmehr der sichtbare Ausdruck einer Gedankenwelt voller Phantasie, Zärtlichkeit, Traurigkeit und Scharfsinn. Sie sind Spuren eines intensiven Lebens und eines ungewöhnliche Mannes."

01. Oktober 2008 | BOTERO - GEBOREN IN MEDELLIN • Kritik • Filmbewertungsstelle

Der Film überzeugt "durch die Art, wie er den immensen Reichtum dieses Oeuvres ausstellt, wie er dabei auch auf den Kern des künstlerischen Impulses von Botero stößt und wie geschickt er erzählt, wenn er etwa genau im dramaturgisch richtigen Moment nach all den "schönen" Bildern den Abu Ghraib-Zyklus vorstellt, bei dem der sonst so lebensfroh und idyllisch malende Künstler seine ganze Wut über diese Barbarei in die Bilder einfließen lässt."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,40504