Inhalt • MAX FRISCH, CITOYEN
Vor dem Hintergrund des vergehenden 20. Jahrhunderts spürt der Film Max Frisch als wachem und neugierigem Zeitgenossen nach. Er nimmt uns mit auf eine Reise durch Frischs Texte und Reden, die zwischen Poesie und Politik immer nach der eigenen Haltung, nach dem eigenen Urteil suchen. Gleichzeitig erzählen wichtige Freunde und Bekannte wie Peter Bichsel, Günter Grass, Christa Wolf, Helmut Schmidt oder Henry Kissinger, wie sie Frisch und dessen Engagement erlebt haben. So entsteht das Bild eines Autors, der nicht nur Theaterstücke und Romane verfasst, sondern auch ein Leben lang teilnimmt am Geschehen seiner Zeit, der Stellung bezieht und der durch sein genaues Hinterfragen und dank seinem sprachlichen Können noch heute so aktuell ist, wie er in seiner Zeit war.
Crew • MAX FRISCH, CITOYEN
Regie: Matthias von Gunten
Verleih/Copyright: GMfilms
Kritik • MAX FRISCH, CITOYEN • 23. Oktober 2008 • Berliner Zeitung
Plätschernd, ablenkend und einschläfernd ist die Dokumentation laut Iris Hanika. "Max Frisch selbst aber hat, glaubt man diesem Film, keinerlei Entwicklung erlebt, sondern sein Leben lang immer nur in Stein zu meißelnde Worte von sich gegeben. Es scheint sich weder in seinem Denken, noch in seinem Leben je etwas verändert zu haben, außer den Wohnorten und den Frauen, die er regelmäßig austauschte, so dass sie immer im selben Alter blieben. Wie es die alten Säcke halt so tun. Folgt man diesem Film, müsste man Max Frisch für einen alten Sack von Geburt an halten. Wäre er das gewesen, dann hätte er diesen schrecklichen Film verdient. So aber nicht."