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Regie Oliver Stone

Kritiken • W.

30. Oktober 2008 | W. • Kritik • Neues Deutschland

Peter J. Kraus lobt den Hauptdarsteller. "Josh Brolin ist ein George W. Bush, wie ihn noch niemand getroffen hat. Großartig, wie er den Mittelmäßigen gibt. Als miesen Studenten, dessen Talent ausschließlich im Schlucken riesiger Mengen Alkohol liegt, als Tunichtgut, dessen erfolgreicher Vater ihn strengen Blickes missbilligt, als Rückgratloser, der von Job zu Job hüpft und immer wieder vom Freundeskreis der einflussreichen Familie aufgefangen wird, Autos zu Schrott fahrend, saufend, einer, der vom Knast aus zu Hause hilfesuchend anruft. Natürlich weiß man das alles, trotz aller Leugnungsversuche der Bush-Helferlein, aber es verblüfft doch, wenn man derart mit der Nase draufgestoßen wird."

21. Oktober 2008 | W. • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Oliver Stones Filmsatire W. erstickt im Klischee, befindet Andrea Köhler. "Am ehesten funktioniert der Film noch als Ähnlichkeitswettbewerb, wobei der Sieg dieses Lookalike-Contests eindeutig an Richard Dreyfuss' Porträt von Dick Cheney geht. Wie Dreyfuss als Vize schlangenartig den Kopf schief legt und die Zähne bleckt, derweil er dem nichts als Bahnhof verstehenden W. erfundene Massenvernichtungswaffen und verfassungswidrige Gesetzesentwürfe unterjubelt, das ist glänzend gespielt und darum auch komisch. Wogegen Josh Brolin als Sätze und Sandwiches kauender Präsident hin und wieder die alte Schauspieler-Devise beherzigen sollte, dass, wer auf der Bühne einen Lahmen spielt, nicht ununterbrochen hinken darf."

20. Oktober 2008 | W. • Kritik • Berliner Zeitung

Eva Schweitzer sah die Banalität des Bösen. "Dramaturgisch ist das Problem eher, dass viele Szenen gerade aus der Präsidentschaftszeit zu genau sind. Der Zuschauer hat manchmal den Eindruck, er wohne der Verfilmung eines Bob-Woodward-Buches bei. Wer sich für Politik interessiert, weiß allerdings alles schon, was Stone enthüllt. Wer sich bislang gleichgültig abwandte, wird sich auch W. nicht ansehen."

18. Oktober 2008 | W. • Kritik • Die Tageszeitung

Für Bianca Schröder ist der Film ohne Biss. "Stones mutiger Plan, einen Film über Bush noch zu dessen Amtszeit herauszubringen, löste beträchtlichen Wirbel aus. Das Werk selbst gerät dagegen erstaunlich unkontrovers. Die Kritiken nach der ersten öffentlichen Vorführung in Los Angeles reichten von spöttisch bis wohlwollend. Todd McCarthy urteilte im Branchenblatt Variety: "Oliver Stones ungewöhnlicher und unausweichlich interessanter W. wirkt wie ein grober Entwurf eines Films, von dem er in zehn oder fünfzehn Jahren ein Remake machen sollte.""

17. Oktober 2008 | W. • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christoph von Marschall ist dies keine Generalabrechnung, der Noch-Präsidenten wird mit einem erstaunlichen Maß an Empathie gezeigt. "Anders als sein Regiekollege Michael Moore macht Stone weder Bush noch dessen politische Helfer lächerlich. Er schildert die Regierungstruppe gewiss nicht positiv, aber er hält die Möglichkeit offen, dass der Hauptakteur das Gute gewollt habe, jedoch scheiterte. Eine Art Ritter von der traurigen Gestalt. Die moralischen Tiefpunkte der Bush-Jahre – Guantanamo, der Folterskandal von Abu Ghraib, das völlige Versagen der Regierung in New Orleans nach dem Hurrikan "Katrina" – werden gar nicht oder nur am Rande erwähnt."

16. Oktober 2008 | W. • Kritik • Frankfurter Rundschau

Etwas zu spät findet Sebastian Moll den Film. "Oliver Stone ist nicht Michael Moore, W. ist ein weitgehend harmloser Film, der weder Überraschendes über die Person George Bush enthüllt, noch ein vernichtendes Urteil über seine Präsidentschaft fällt. ... So ist W. in erster Linie ein ödipales Drama geworden. Der Film erzählt die Geschichte des Verhältnisses von George W. Bush zu seinem Vater. Doch auch darüber erfährt man nur wenig, das nicht hinlänglich bekannt wäre. Der Werdegang Bushs vom Taugenichts, der den Ansprüchen einer überdimensionalen Vaterfigur durch Saufgelage aus dem Weg geht, zum wiedergeborenen Christen, ehrgeizigen Politiker und gefährlichen Fundamentalisten ist anderswo bereits hinlänglich dokumentiert worden."

16. Oktober 2008 | W. • Kritik • Die Zeit

Gavin Smith entdeckt in der Filmbiographie W. von Oliver Stone Politik und Psychodrama. Ser Film ist "nicht die Art von Polemik zur Beeinflussung der Wähler mit garantiertem Empörungsfaktor, die manche in ihm vermuten könnten. Zwar leistet er sich einige der üblichen Seitenhiebe gegen Bush und Konsorten, aber letztlich handelt es sich doch eher um eine schwermütige Elegie auf einen politischen Führer, der Monate vor dem Ende seiner Amtszeit in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. Stone versucht erst gar nicht, Neuland zu betreten."

09. Oktober 2008 | W. • Kritik • Berliner Zeitung

Eva C. Schweitzer war bei der Premiere in New York.

03. Oktober 2008 | W. • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier unterhält sich ausführlich mit Regisseur Oliver Stone über seine Film W, das Porträt des aktuellen Präsidenten George W. Bush. Der Regisseur erklärt, warum bei seinem Bush-Porträt nur eines herauskommen konnte, nämlich ein Satire.

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