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RECYCLE

RECYCLE

Regie Mahmoud al Massad
Kinostart 02.10.2008

Kritiken • RECYCLE

05. Oktober 2008 | RECYCLE • Kritik • Berliner Zeitung

In schlichten Bildern fängt der Film die Armut und Perspektivlosigkeit der Menschen in der einstigen Industriestadt ein, schreibt Andreas Förster. "Worin Ammars Opfer besteht, das lässt der Film offen. Der Zuschauer bleibt mit der Vorahnung zurück, dass die Männer in Sarka auch über Abu Ammar einmal sagen werden, er sei bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein ganz gewöhnlicher Mann gewesen."

04. Oktober 2008 | RECYCLE • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer sah "eine Spurensuche, aber eine, die immer wieder seltsam im Sande verläuft. Ein Film, der sich aufmacht, Erklärungen für die Wendung von Menschen zum fundamentalistischen Islam zu finden, dabei aber vor allem zur Erkenntnis gelangt, dass es Erklärungen so ohne weiteres nicht gibt. So bleibt, was Abu Amar am Ende tut, beinahe unbegreiflich. Die Teile des Puzzles, die einem "Recycle" in die Hand gibt, fügen sich zu einem Bild, aber es ist ein Bild, das zu gleichen Teilen fasziniert und vexiert."

19. September 2008 | RECYCLE • Kritik • film-dienst 19/2008

Den Alltag einer Stadt zeigt der Film, schreibt Wolfgang Hamdorf. "RECYCLE ist ein unprätentiöser Dokumentarfilm über einen von Zweifeln geplagten Menschen, Familienvater und Moslem. Regisseur Mahmoud Al Massad verzichtet auf Simplifizierungen und einfache Identifikationsangebote; er zeigt den Protagonisten und sein Umfeld vielmehr als Spiegel der komplexen Situation im Nahen Osten."

18. September 2008 | RECYCLE • Kritik • br-online.de

Margret Köhler hat beiläufig viel über den Alltag erfahren. "Es sind nur Fragmente, die Einblick vermitteln in eine Welt der Armut und Aussichtslosigkeit, Humus für Gewalt, Extremismus und Terrorismus, in die Verflechtungen von Religion, Ökonomie und Politik. Übermütig spielende Kinder in den Gassen bilden den Kontrast zur tristen Wirklichkeit. Vielleicht auch Symbol der Hoffnung. Trotz aller Angestrengtheit folgt man gerne diesem Porträt, das einen Blick auch auf die mentalen Hintergründe der ewigen Auseinandersetzung im Nahen Osten ermöglicht."

10. September 2008 | RECYCLE • Kritik • programmkino.de

In schlichten und einprägsamen Bildern verwebt der Filmemacher laut David Siems "seine beiden Geschichten, die jenseits von politischen Idealisierungen sind und einen nüchternen Einblick in die schonungslose Lebensrealität im Nahen Osten geben. Dabei versucht sich der Film gar nicht erst an politischen Erklärungsversuchen oder Schuldzuweisungen, sondern reißt die Konflikte um die US-amerikanische Invasion im Irak und in Afghanistan lediglich kurz an. ... So überzeugt sein Film in der Beobachtung eines gebrochenen Mannes, der auf der Suche nach seinem Weg in ein besseres Leben ist, das bislang aber noch von den Widersprüchen zwischen religiöser Doktrinen und grauem Lebensalltag bestimmt ist."

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