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HEIMATKUNDE

HEIMATKUNDE

Regie Andreas Coerper
Susanne Müller
Kinostart 02.10.2008

Kritiken • HEIMATKUNDE

05. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Der Tagesspiegel

HEIMATKUNDE gibt sich objektiv, ja fast schon wissenschaftlich, ist aber natürlich das genaue Gegenteil, schreibt Achim Fehrenbach. Es "könnte derjenige, der nicht mit dem nötigen Unernst gesegnet ist, diese Forschungsreise in den "dunklen Osten" durchaus übelnehmen. Alle anderen können sich über ein bissiges Stück Film-Satire freuen, das unaufgeregt daherkommt, aber voller urkomischer Szenen steckt: Wenn Sonneborn unweit des Flughafens Schönefeld frierend im Gummiplanschbecken badet und dabei mit dem Hausherren über einen Iljuschin-Absturz fachsimpelt - dann ist das ganz großes Kino."

03. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Der Spiegel

Selber-nicht-wissen-und-allenfalls-Mutmaßen zieht sich wie ein roter Faden durch den Film, dessen schnörkellose Lakonie besticht, lobt Reinhard Mohr. "In seiner klassisch spröden Schlichtheit, in seiner nüchternen Reduktion auf pure Beobachtung und flagrante Zufallsbegegnungen ist er das Gegenteil des BAADER-MEINHOF-KOMPLEX. Statt Eichingers hektisch-aktivistischem BoomBängBoom klingt es bei Sonneborn wie Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu."

02. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Das ist nicht allein saukomisch, sondern eröffnet auch Abgründe, schreibt Anke Westphal. "Allein die Muffligkeit, ja Feindseligkeit, mit der man dem Wanderer oft genug begegnet, wäre eine Abhandlung wert. Ist das typisch deutsch? HEIMATKUNDE, so viel steht fest, ist harte Arbeit. Dass Sonneborns Forschungsfeld auch ein Minenfeld ist, dafür sorgen schon die deutsch-deutschen Empfindlichkeiten, die fast zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR so frisch sind wie kaum je zuvor. Das Ausmaß der Abweisung ist erschütternd."

02. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Die Tageszeitung

Jan Sternberg unterhält sich mit Martin Sonneborn über seine Dokumentation HEIMATKUNDE.

02. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Steven Geyer stellt dem Ex-Titanic-Redakteur einige Fragen.

02. Oktober 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • kino-zeit.de

Selten hatte Joachim Kurz "as Gefühl, dass der Filmemacher "die Menschen, denen er begegnet hinterlistig aufs Glatteis führt – er lässt sie einfach gewähren und frei von der Leber weg reden. ... An manchen Stellen von Heimatkunde fühlt man sich an Thomas Nickels geniale Deutschland-Doku DECKNAME DENNIS erinnert, insgesamt aber kommt der Film trotz teilweise sehr gelungener Szenen nicht an das Vorbild heran. Dennoch ist dieser Film als kleiner Beitrag zum Tag der Deutschen Einheit, der sich einen Tag nach dem Kinostart zum 18. Mal jährt, sehr zu empfehlen – Gespür für Zwischentöne und Lust an der Satire sollte man allerdings schon mitbringen."

25. September 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Die Zeit

Für seinen Kinofilm HEIMATKUNDE hat der ehemalige "Titanic"-Chefredakteur Martin Sonneborn Berlin umwandert und den Leuten über den Gartenzaun geschaut. Ulrike Linzer hat mit ihm gesprochen.

19. September 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • br-online.de

Heidi Reutter erblickt die bizarre Tristesse eines Landes, das im Geiste noch immer geteilt ist. "Trotz einiger nachdenklich stimmender Momente ist HEIMATKUNDE ein erfrischend komischer Film geworden, das Dokument einer ungewöhnlichen Wanderschaft, das die große Leinwand aber nicht unbedingt braucht. Ein Tipp noch zum Schluss: Allzu ernst sollte man diesen Film nicht nehmen, ebenso wenig wie Sonneborns Engagement als Vorsitzender der politischen Gruppierung "Die Partei", welche populistisch den Wiederaufbau der Mauer und die endgültige Teilung Deutschlands proklamiert."

19. September 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • film-dienst 19/2008

Wolfgang Hamdorf sah "eine filmische Reise, die nie langweilig wird, bei der einem das Lachen aber mitunter im Hals stecken bleibt. HEIMATKUNDE fördert mit Humor und Lust am skurrilen Detail viel Unbekanntes im scheinbar Altvertrauten zu Tage."

14. August 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Obwohl Sonneborn selten weiter als 40 Kilometer vom Berliner Stadtzentrum entfernt ist, wirkt es oft, als wäre er am Rande der Zivilisation unterwegs, stellt Lilith Volkert fest. "Das Ergebnis von Sonnebergs Feldforschung ist tieftraurig: Die Deutschen sind weiterhin gespalten, dem Wiederaufbau der Mauer steht nichts entgegen. Der Dokumentarfilm HEIMATKUNDE mit seinen schrägen Gestalten ist aber komischer, als es sich der Satiriker hätte ausdenken können."

14. August 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Die Tageszeitung

Für Katrin Bettina Müller bewegt sich der Film "auf einem schmalen Grad. Denn für die Komik, die er im echten Leben sucht und findet, müssen oft die Mitspieler ihren Kopf hinhalten. ... Ganz fair sind diese Tricks nicht, aber durch sie entsteht am Ende doch eine erstaunlich runde Erzählung von der Entwicklung im ehemaligen Berliner Grenzland. Was sich hier einstmals in Ideologien rieb, scheint nun fein zerbröselt und zersplittert in den unterschiedlichsten Träumen weiterzuleben. Und was einmal die großen Erzählungen Ost und West waren, ist ins Anekdotische und Private zurückgeschrumpelt."

13. August 2008 | HEIMATKUNDE • Kritik • Berliner Zeitung

Sonneborn ist in komischen Angelegenheiten für Daniela Pogade eine Autorität. Sie porträtiert den ehemaligen Titanic-Redakteur.

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