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10 SEKUNDEN

10 SEKUNDEN

Regie Nicolai Rohde
Kinostart 02.10.2008

Kritiken • 10 SEKUNDEN

02. Oktober 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • Der Spiegel

Es sind große Fragen des Lebens, mit denen sich der Regisseur beschäftigt, stellt Martin Baierlein fest. "Dabei sind die Dialoge erfreulich knapp, erzählen lange Blicke die vergebliche Suche nach Nähe im Anderen. Die ruhige und fließende Kamera von Hannes Hubach zeigt einsame Menschen in sphärisch überhellten oder geheimnisvoll illuminierten Räumen, die wie Gemälde von Edward Hopper oder Landschaften von Tim Eitel Menschen ihrer existentiellen Einsamkeit ausliefern."

02. Oktober 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • Berliner Zeitung

10 SEKUNDEN ist kein Katastrophenfilm, der auf Sensation setzt, schreibt Julia Teichmann. "Rhode nähert sich vorsichtig der verletzten Psyche seiner Figuren, er lotet die Mechanismen von Schuld, Verlust und Rache auf verschiedenen Zeitebenen und in verschiedenen Erzählsträngen aus. Mit der Abkehr von der Wirklichkeit, der Überfiktionalisierung insbesondere der Details verschenkt er allerdings auch Potenzial."

02. Oktober 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • Die Tageszeitung

Düster und soghaft nennt Andreas Resch 10 SEKUNDEN. "Dem Film gelingt es, die Paranoia seiner Figuren, jenes stets präsente Gefühl des totalen Kontrollverlusts, durch subtile, aber wirkungsvolle Gesten erfahrbar zu machen. So geht von sämtlichen Verkehrsmitteln, seien es nun Autos oder Straßenbahnen, eine seltsame Bedrohung aus, die vor allem durch eine unruhige Kamera erzeugt wird. Durch die vielen Nahaufnahmen hat man das Gefühl, sehr dicht an den Figuren dran zu sein, ohne sich jedoch mit ihnen identifizieren zu können."

02. Oktober 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • Neues Deutschland

Gunnar Decker titelt lapidar: Katastrophe trifft Kunstgewerbe. "Das, was wie hohe Kunst und zelebrierte Schuldfrage daherkommt, kann in dieser ausufernden Beziehungskonstellation immer nur eins werden: eine Seifenoper. Die sämtlich guten Schauspieler können das komplette Misslingen von 10 SEKUNDEN nicht verhindern. Schade, dass man sich nicht auf ein ernstes Kammerspiel beschränken konnte über die Folgen von Handlungen, auch von ausgebliebenen oder verspäteten. Und pausenlos rieselt eine aufreizend schwüle Kaufhausmusik über uns hernieder."

02. Oktober 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • kino-zeit.de

Zweifelsohne ambitioniert ist das Vorhaben, meint Joachim Kurz. Aber "trotz vieler guter Ideen und einer ansprechenden visuellen Gestaltung [kann der Film] nicht mehr aufgefangen werden. Als sei sich der Film dieser Leerstelle bewusst, rückt die Filmmusik, die das Episodendrama mit reichlich Klavier und Streichern emotional befeuern soll, immer mehr in den Mittelpunkt und versucht mit aller Macht die fehlenden Stimmungen zu erzeugen. Doch weil zentrale Momente der Geschichte mit einem aufdringlichen Soundteppich zugekleistert werden, während man sich sehnlichst einen Moment der Stille gewünscht hätte, torpediert der Score ein Drama, das über gute Ansätze leider nicht hinauskommt."

25. September 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • programmkino.de

10 SEKUNDEN fällt für Thomas Engel durch darstellerische Leistung auf, "nicht aber durch eine Dramaturgie, der man ohne weiteres folgen könnte und die überzeugend wäre."

25. September 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns findet die Struktur etwas gewöhnungsbedürftig. "Stören tut die Verschachtelung der Erzählung zumindest nicht, im Laufe des Films vergisst man sie sogar mehr und mehr, was in erster Linie der Dichte einzelner Szenen zu verdanken ist, wobei besonders Marie Bäumer und Filip Peeters überzeugen. Und auch stilistisch ist 10 SEKUNDEN gelungen, was vor allem der unprätentiösen Kameraarbeit von Hannes Hubach zu verdanken ist, die sich nicht zwanghaft um betont eindrucksvolle Bilder bemüht, sondern sich in den Dienst der Geschichte und der Charaktere stellt."

19. September 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • film-dienst 19/2008

Wieder ein deutscher Film, der sich darin gefällt, unbekümmert neuesten amerikanischen Vorbildern nachzueifern, kritisiert Alexandra Wach. "Auch wenn sich die jungen Darsteller, darunter Hannah Herzsprung, Marie Bäumer und Sebastian Blomberg, sichtlich um Präsenz mühen und die sich in kunstvollen Farbwechseln ergehende Kamera von Hannes Hubach in jeder Aufnahme ihren Stilwillen wie eine Visitenkarte vor sich her trägt, bleibt dennoch kein einziges Bild haften – bis auf den schalen Nachgeschmack eines späten Nachzüglers, der Unkonventionalität behauptet, aber keinerlei Überraschung bietet und im Kinosessel so viel Begeisterung hervorruft wie eine Fälschung im Museum."

18. September 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • br-online.de

Die eher elliptische und nicht chronologisch-lineare Erzählweise erschwert laut Margret Köhler das Verständnis. "Durch die Fokussierung auf drei Figuren gelingt es, die emotionalen Verflechtungen herauszuarbeiten, die Traumata, unter denen die Einzelnen leiden, ihre Ausweglosigkeit, die im persönlichen Desaster und Mord enden. Nur dauert es etwas zu lange, die verschachtelten Episoden und bunt durcheinander gewürfelten Zeitebenen zu durchschauen, die Personen zuzuordnen. Wer den Inhalt nicht kennt, tut sich im ersten Drittel schwer, dem orientierungslos wirkenden Verlauf zu folgen und damit auch die tragische Dimension in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen."

08. September 2008 | 10 SEKUNDEN • Kritik • critic.de

Als ausgeprägt schicksalsgläubig bezeichnet Birte Lüdeking den Film. "Die meisten Dialoge wirken zu abgehoben, eine Reihe von Einstellungen wie müde Plattitüden: der befreiende Schrei nach der Gefühlsunterdrückung, der tränenreiche Zusammenbruch am Unglücksort, der abschließende sentimentale Rückblick auf glückliche Zeiten. Der Regisseur entwirft keine überzeugende persönliche Sicht auf die Themen Tod, Schuld und Schicksal, die über oberflächliche Zeit- und Perspektivspielereien hinausreicht. Sein hoch strebender Film stürzt letztlich in eine stilisierte Substanzlosigkeit ab."

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