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DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

Regie Scott Derrickson
Kinostart 11.12.2008

Kritiken • DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

12. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Der Standard

Der ganze Witz des Klassikers, von einem Nachbarn aus dem All auf eigene Unzulänglichkeiten hingewiesen zu werden, geht über weite Strecken verloren, kritisiert Dominik Kamalzadeh. "Stattdessen wird zum x-ten Mal alles in Stellung gebracht, um eine Kleinfamilie zu retten: jenen Keim der Gesellschaft, der auch Klaatus kühles Herz zum Erweichen bringt - und computergenerierte, biblisch anmutende Heuschrecken zum Erlahmen. Der Mensch entwickle sich erst angesichts des eigenen Untergangs weiter, lautet dieses Mal die optimistische Devise. Da war Robert Wise 1951 schon skeptischer."

11. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Die Tageszeitung

Hier aber gibt es statt Powerpoint richtig scharfe Laser-Action, stellt Ekkehard Knörer fest. "So läuft alles, von der Action abgesehen, auf die Frage zu, ob die Menschheit der Rettung würdig ist. Dass das Urteil dann positiv ausfällt, ist aber eher dem Zig-Millionen-Budget geschuldet als einer im Film wirklich plausibel gemachten Unschuldsvermutung. Überhaupt ist das die größte Crux des Remakes. Das ganze Geld, das irgendwo hinmuss, kommt der Naivität, die den Charme des Originals ausmacht, als aufwendiger Spezialeffekt in die Quere. Ihn nicht ganz ernst nehmen zu müssen, wäre die bei weitem wichtigste Voraussetzung dafür, diesen Film und seine politisch korrekte Botschaft zu goutieren."

11. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte will den Film gleich vergessen. "Die Tugenden ökonomischer Erzählweise - der gelernte Cutter Robert Wise verschenkte keine Einstellung - scheinen heute vergessen. Vor allem aber fehlt jeder rebellische Geist. So widerstandslos wie sich im Film die von Jennifer Connolly gespielte Wissenschaftlerin zu Geheimdienst-Zwecken rekrutieren lässt, arrangiert sich Regisseur Scott Derrickson mit der politisch kastrierten Geschichte. Wenn denn wenigstens der dogmatische Außerirdische bei seiner schlechten Meinung über die Erdlinge bliebe, das hätte vielleicht noch Stil. Doch nicht einmal soviel Radikalität erlaubt sich dieser allzu kompromissbereite Film, der zu guter Letzt noch findet, was das Original so klug vermieden hat: eine schmalzige Note."

11. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • br-online.de

Die hohen Erwartungen haben sich bei Heiko Rauber nicht erfüllt. "Es fehlt, erstaunlich genug für das Remake eines gut erzählten Originals, an einer schlüssigen Geschichte. Manche Sequenzen hat Scott Derrickson von Robert Wise' Original übernommen, andere einfach weggelassen. Der Film ist weder ein eigenständiges Werk, noch eine werktreue Hommage. Was bleibt, ist eine erschreckend belanglose Aneinanderreihung von zum Teil ganz respektabel gefilmten Bildern (etwa die Nebel- und Gegenlichtszenen bei der Landung), die aber angesichts der sichtbaren Verschwendung an Arbeitszeit und Schauspielerpotential kaum der Rede wert sind."

11. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke kann der Neuverfilmung nicht viel angewinnen. "Zerstörungsbilder aus der Effektabteilung sind reichlich vorhanden und auf neuestem Stand, die Figuren dagegen gewinnen kaum Tiefe oder gar das Mitgefühl des Zuschauers. Die atomare Bedrohung des Originals wurde ersetzt durch ein zeitgemäßes Öko-Szenario ... DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (2008) (DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND (2008) Trailer) ist keineswegs das Desaster, das die Fans des Originals befürchtet haben. Aber mit etwas mehr Mut hätte sehr viel mehr daraus werden können."

10. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers hat nur Häme für den Film: unterirdisch, popelig und doof nennt er ihn. "Scott Derricksons Neuinterpretation ist kein saftiges, geschweige denn provokantes Spektakel, sondern eher das filmische Äquivalent zum drögen Spekulatius: Staubtrocken, frei von Geschmack, lieblos garniert mit vorgestanzten Spezialeffekten und serviert von den ratlosen Stars Keanu Reeves und Jennifer Connelly. ... Tatsächlich übernimmt das Remake bis hin zu einzelnen Rollennamen etliche Details, leistet sich dafür aber in Schlüsselszenen erst unnötige, später fatale Änderungen und zeigt grundsätzlich keinerlei Gespür für die wesentlichen Qualitäten des Vorgängers."

10. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • Berliner Zeitung

Das alles ist banal, meint Anke Westphal. Scott Derricksons Film gewinnt "immer dann an Dringlichkeit, wenn er die - ja tatsächlich herrschende - politische Unangemessenheit thematisiert: wenn er schildert, wie sehr sich Schutz- und Staatsräson verselbstständigt haben, wie militärische Ausnahmepläne praktisch automatisiert ablaufen und das Schablonendenken dazu nicht minder. Da müssen Begriffe wie Abu Ghraib oder Guantanamo gar nicht mehr fallen. Gewalt oder Konsens - das ist die Frage von "Der Tag, an dem die Erde still stand". Ein nahezu theologischer Eindruck von Vergeblichkeit grundiert diesen Film über das Drama einer leitbildlosen Zivilisation."

09. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • critic.de

Anstatt die Chance für einen aktuellen Bezug wahrzunehmen, lädt der Regisseur die Handlung mit einer bedeutungsschwangeren, religiösen Symbolik auf, kritisiert Michael Kienzl. "Klaatu, der durch seine übertriebene Ausdrucks- und Emotionslosigkeit eher wie ein Android wirkt als wie ein Außerirdischer, wird zu einer Art Jesusfigur stilisiert, die den Planeten zwar vor seiner Zerstörung bewahren will, deren Prophezeiungen aber nicht erhört werden. Dementsprechend biblisch wird es dann auch bei der geplanten Auslöschung der menschlichen Rasse und ihrer zivilisatorischen Errungenschaften: Ein digital animierter Schwarm Cyber-Heuschrecken macht sich auf, um alles in Schutt und Asche zu legen. Das ist zwar als Spezialeffekt durchaus schön anzusehen, im Hinblick auf die penetrante religiöse Symbolik des Films aber nur schwer zu ertragen."

01. Dezember 2008 | DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND • Kritik • filmz.de

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