Inhalt • ANONYMA
April 1945. Die Rote Armee marschiert in Berlin ein. In einem halb zerstörten Wohnhaus werden die Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Eine von ihnen ist Anonyma, einst Journalistin und Fotografin. In der Not fasst sie den Entschluss, sich einen russischen Offizier zu suchen, der sie beschützt. Und es geschieht, worauf sie am wenigsten gefasst war. Es entsteht eine Beziehung zu dem Offizier Andrej, die sich wie Liebe anfühlt, wäre da nicht die Barriere, die sie bis zum Ende Feinde bleiben lässt.
Crew • ANONYMA
Regie: Max Färberböck
Darsteller: Juliane Köhler, Rüdiger Vogler, Irm Hermann, Nina Hoss, August Diehl ...
Verleih/Copyright: Constantin
Kritik • ANONYMA • 10. Oktober 2008 • kino-zeit.de
Joachim Kurz stören "die immergleichen Bilder von endlosen Trümmerwüsten, die man aus Dutzenden deutscher Filme der letzten Jahre kennt und die sich stets zu gleichen scheinen, sorgen allerdings trotz der guten Absicht für einen gewissen Ermüdungseffekt, der der aufklärerischen und wichtigen Absicht des Films entgegensteht: Die geradezu manische Beschäftigung des deutschen Films mit der eigenen Vergangenheit, vor allem aus der Zeit des Dritten Reiches, wirkt trotz allen Engagements seltsam formelhaft und stupide. Und das ist angesichts des Themas dann doch ein klares Manko dieses Films, der ein enorm wichtiges Thema behandelt. Vielleicht ist nun der Weg endlich frei für eine gründliche Aufarbeitung des Tabus. Es wäre an der Zeit."