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TRENNUNG

TRENNUNG

Regie Amos Gitai
Kinostart 25.09.2008

Kritiken • TRENNUNG

25. September 2008 | TRENNUNG • Kritik • Der Tagesspiegel

Einen Film über Grenzen und Grenzüberschreitung sah Christina Tilmann. "Sehr künstlich das, mit einer Juliette Binoche, die exaltierttheatralisch durch die Räume tanzt, während die Sopranistin Barbara Hendricks am Totenbett Mahlers "Lied von der Erde" singt und Jeanne Moreau einen Kurzauftritt als Notarin hat. Von einer Ehe ist die Rede, die nicht mehr hält – daher der Filmtitel TRENNUNG, besser "Scheidung" –, von einem Vater, der nicht lieben konnte, von einer Tochter, die verloren ging. Und man fragt sich: warum?"

25. September 2008 | TRENNUNG • Kritik • critic.de

Tobias Haupts ist zwiegespalten. "Die schauspielerische Leistung Binoches ist ein absoluter Höhepunkt des Films, nur getrübt von einer manchmal leicht schiefen Synchronisation. Die Zweiteilung in der Dramaturgie kommt ihm hingegen nicht zu Gute. Zwar wirkt die Handlung in der zweiten Hälfte nicht aufgesetzt, dennoch bekommt man als Zuschauer den Eindruck, dass Trennung ein Fragment bleibt und viele Dinge nicht aufgreift, die sich hier anbieten würden. Die sehr subjektive und private Geschichte, die der erste Teil erzählen will, wird nicht fortgesetzt und verliert sich im Großen der Politik. Zwar beeindruckt das beengte Kammerspiel um den toten Vater und seine immer noch zu spürende Allmacht in der Familie durchaus, dennoch erwecken die Bilder den Eindruck, dass sie nur die Vorbereitung sind für das, was kommt."

22. September 2008 | TRENNUNG • Kritik • film-dienst 20/2008

Laut Kathrin Häger versucht Gitai, "die nervösen Grenzposten mit ruhiger Vernunft und einem Appell an die Menschlichkeit zum Durchlass ins militärische Sperrgebiet zu bewegen. Ein versöhnlicher, argumentativer Schlüssel, der viele Ohren und Tore öffnet. Im Gegensatz zu den ruhigen, langatmigen Einstellungen des Kammerspiels ist im vielköpfigen, hektisch lärmenden Aufruhr an den Grenzen Israels bei Amos Gitai nichts von Bestand; alles und jeder ist in Bewegung, und das nicht immer zum Guten. Und doch trägt die wortlos berührende Vereinigung von Ana mit Dana und Uli am Ende den Keim der Hoffnung nach Frieden im Nahen Osten in sich – vorausgesetzt, dass mehr Gemeinsamkeiten gefunden werden als das von beiden Seiten beanspruchte Land."

22. September 2008 | TRENNUNG • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz sieht in dem bitteren Endes von TRENNUNG keinen resignativen, sondern eher einen verhalten wütenden und zutiefst emotionalen Film, "der zeigt, wie sehr Privates und die Politik im Nahen Osten miteinander verbunden sind. Was Amos Gitaï ebenfalls zeigt, ist die Manipulationskraft der israelischen Politiker, die die Menschen in diesem Konflikt wie Schachfiguren herumschieben, um sie zur Ansiedlung auf palästinensischem Gebiet zu bewegen."

19. September 2008 | TRENNUNG • Kritik • br-online.de

Es ist zweifellos eine brisante Thematik, die hier aufflackert, schreibt Kirsten Liese. "Gleichwohl ist TRENNUNG weder ein Politdrama noch ein Propagandafilm für oder gegen israelische Siedler, so nahe es auch liegen mag, aus dem Drehbuch eine Sympathie für die Siedler herauszulesen. ... Manch einer wird für die ersten 60 Minuten, in denen kaum etwas geschieht und Manches rätselhaft erscheint, viel Geduld brauchen. Doch es lohnt sich, sich auf dieses Kleinod einzulassen, seine spröden, aber auch seine zart poetischen Facetten zu entdecken."

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