Inhalt • TRENNUNG
Ana trifft ihren Israelischen Stiefbruder Uli, als dieser zur Beerdigung ihres gemeinsamen Vaters nach Frankreich kommt. Sie entschließt sich nach Israel zurückzukehren, um ihre Tochter zu suchen, die sie vor 20 Jahren zur Adoption freigegeben hat. Beim Überschreiten der Grenzen mit Auto, Zug, Schiff, geraten Ana und Uli inmitten des Tumults und der menschlichen Tragödien während der militärischen Räumung Israelischer Siedler des Gazastreifens im Jahre 2005...
Kritik • TRENNUNG • 22. September 2008 • film-dienst 20/2008
Laut Kathrin Häger versucht Gitai, "die nervösen Grenzposten mit ruhiger Vernunft und einem Appell an die Menschlichkeit zum Durchlass ins militärische Sperrgebiet zu bewegen. Ein versöhnlicher, argumentativer Schlüssel, der viele Ohren und Tore öffnet. Im Gegensatz zu den ruhigen, langatmigen Einstellungen des Kammerspiels ist im vielköpfigen, hektisch lärmenden Aufruhr an den Grenzen Israels bei Amos Gitai nichts von Bestand; alles und jeder ist in Bewegung, und das nicht immer zum Guten. Und doch trägt die wortlos berührende Vereinigung von Ana mit Dana und Uli am Ende den Keim der Hoffnung nach Frieden im Nahen Osten in sich – vorausgesetzt, dass mehr Gemeinsamkeiten gefunden werden als das von beiden Seiten beanspruchte Land."