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UNSCHULD

UNSCHULD

Regie Andreas Morell
Kinostart 18.09.2008

Kritiken • UNSCHULD

19. August 2009 | UNSCHULD • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz ist enttäuscht: "Die Handlung säuft in ständigen, grundlosen Nahaufnahmen von ratlosen Schauspielergesichtern ab, die Motivation der Figuren wird von tonloser Rezitation artifizieller Dialoge annulliert. Der Rest ist Schweigen und schleppt sich über weite Strecken mühsam und bleischwer dahin. Doch es gibt auch Lichtblicke in diesem Stelldichein der Chargen und Klischees. ... [Das] Vehikel einer tiefschürfenden Aussage über einsame Großstädter in gesichtslosen Metropolen."

20. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • Der Tagesspiegel

Kalt hat der Film Oda Tischewski gelassen. "Jeder sucht etwas und braucht einen anderen; ein Netz aus Verzweiflung und Abhängigkeit entsteht. In quälend langen Einstellungen zeigt Morell die Einsamkeit und den Egoismus seiner Figuren. Unschuld ist, was ihnen fehlt. ... Ein irrlichternder Film, mit schönen, berührenden Bildern. Schade nur, dass er sich in Kälte und ästhetischer Künstlichkeit verliert."

11. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • kino-zeit.de

Für Joachim Kurz scheitert UNSCHULD "beinahe auf ganzer Linie, außer angerissenen Geschichtchen, bei denen die Motivationen und die psychologische Glaubwürdigkeit der Personen völlig auf der Strecke bleiben, gelingt es dem Film allenfalls in kurzen Momenten das zu sein, worauf er abzielt: Ein tiefsinniges Drama um eine Handvoll verlorener Seelen in der Großstadt Berlin. Ob Arthur Schnitzler an dieser modernen Fassung seines Dramas seine Freude gehabt hätte, muss eher bezweifelt werden."

11. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • br-online.de

Die Kamera unterstreicht die Distanz zu den Protagonisten, stellt Margret Köhler fest. "Keine Wärme in diesen kalten Wintertagen, keine wirkliche Zuneigung, nirgends. Geredet wird wenig, niemand lässt sich gerne in die Karten gucken. Kommunikationslosigkeit als Symbol der Vereinzelung unserer Zeit. Die Suche nach Hoffnung, Liebe und Vergebung endet in einem verzwickten Labyrinth ohne Ausweg. Andreas Morell hat sich viel, zu viel vorgenommen in diesem ambitionierten Kammerspiel über versehrte Seelen, die sich mal treffen, kollidieren und dann wieder ihre Kreise ziehen. Ohne Katharsis."

09. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • film-dienst 19/2008

Mike Beilfuß kann hier gar nichts überzeugen. "Die Betonung der Sätze ist monoton; alles soll augenscheinlich formal und leblos wirken. In dem Bemühen, dies zu erreichen, wird die Mimik zumeist zum gequälten, angestrengten Zerrbild. Den Zusammenhalt zwischen den Episoden bildet die Suche nach Liebe, sei es in Form von Sex, menschlicher Nähe oder Geborgenheit. Ein konkreter Zusammenhang zwischen den Episoden wird allerdings nur künstlich durch das Aufeinandertreffen einiger Personen aus den verschiedenen Handlungssträngen erzeugt."

09. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • critic.de

Einsamkeit und Isolation hat Tobias Haupts ausgemacht. "ie Kamera bleibt ein distanzierter, wenngleich auch kein statischer Beobachter, der, durch die Räume hinweg, stets an der Tür, an der Schwelle zu den Lebensräumen der Protagonisten, verharren möchte. Es gibt kaum Schuss-Gegenschuss-Verfahren, welche Nähe, die im Dialog zu finden wäre, vermitteln; so als ob sich auch die Kamera nicht wirklich in diese Räume hinein traue. Das Objektiv und mit ihm der Zuschauer werden damit zu Beobachtern der allumfassenden Kälte. Es wirkt, als würde die Stadt dieses Spiel mitspielen: Berlin präsentiert sich nur bei Nacht oder in den Morgenstunden eines kalten Wintertages, wenn alles mit einem frostigen Blau überzogen ist."

01. September 2008 | UNSCHULD • Kritik • programmkino.de

Hier ist einiges schief gegangen, glaubt Michael Meyns. "Aus diesem Wust an Figuren soll nun ein Porträt unserer Zeit entstehen, voller Tragik und großer Emotionen, mit viel Sex, Drogen und Tod. In ansehnlichem Scope wird das erzählt, weitestgehend frei von den üblichen Berlin-Bildern, die man im deutschen Kino und Fernsehen längst zur genüge gesehen hat. Wären da nur nicht die Figuren und Geschichten, die sich größtenteils fernab der Realität abspielen würden. Natürlich gibt es auch gelungene Momente, berührende Szenen, überraschende Einfälle."

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