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REDBELT

REDBELT

Regie David Mamet
Kinostart 18.09.2008

Kritiken • REDBELT

18. September 2008 | REDBELT • Kritik • Berliner Zeitung

Thomas Klein lobt den Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor. "Mamets Film, der Kampfsport-Enthusiasten zu verkopft und Autorenfilm-Liebhabern zu handgreiflich sein könnte, gewinnt eine eigentümliche Sogwirkung. Einzelne, auch disparate Szenen fügen sich dann doch zur faszinierenden Charakterstudie eines Ehrenmanns im Würgegriff: Chiwetel Ejiofor, bis- lang unerklärlicherweise nur Nebendarsteller in Filmen wie "Kleine schmutzige Tricks" (2002) oder "Inside Man" (2006), glänzt in der schwierigen Rolle eines noblen Kriegers von unterschwelliger Bedrohlichkeit, stark, stolz und dennoch Spielball anderer Leute. Mike Terry rettet letztlich sich selbst und Ejiofor Mamets Film."

18. September 2008 | REDBELT • Kritik • Die Tageszeitung

Ekkehard Knörer schreibt über die Welt des Regisseurs, "eine Welt im Zustand bewusster Künstlichkeit - und damit stets schon im Stand verlorener Unschuld. Eben darum kommt es in ihr nicht auf Wahrscheinlichkeit oder realistische Figurenpsychologie an. Mamet liebt es, seine Figuren am Strick aufzuhängen, den er ihnen in der Sprache, die er ihnen gibt, dreht. Auch sind die Karten, die er ihnen als in den unerwarteten Twist verliebter Drehbuchautor zuspielt, immer gezinkt. Als Mamet-Figur hast du von Anfang an keine Chance. Schon darum ist die Verhandlung der Fragen von Schuld oder Unschuld in der Mamet-Welt eine komplizierte Sache."

18. September 2008 | REDBELT • Kritik • Der Tagesspiegel

Weil ein Kampfsportfilm einen finalen Fight braucht, verstrickt sich REDBELT in eine reichlich krude Verschwörungstheorie, kritisiert Bodo Mrozek. "Finstere Geschäftemacher zwingen den Trainer mit obskuren Tricks in den Ring eines medialen Showkampfes. Mike Terry tritt gegen einen MMA-Champion an, gespielt vom echten Kampfsport-Star John Machado. Die Beiläufigkeit, mit der Mamet den unvermeidlichen Endkampf inszeniert, ist nach einer mittelmäßigen Story dann wieder großartig: Es gibt aus jeder Situation eine Befreiung. Selbst für einen Film, der sich scheinbar hoffnungslos in einem schwachen Drehbuch verstrickt hat."

11. September 2008 | REDBELT • Kritik • br-online.de

Aufgrund einer Überfrachtung an Klischees verlässt REDBELT gegen Ende als Verlierer nach Punkten den Ring, stellt Ronja Dittrich fest. "Leider wirkt es jedoch insbesondere gegen Ende so, als ob David Mamet selbst mit einem Handicap kämpfen würde. Als Drehbuchautor von Filmen wie WAG THE DOG international gefeiert und Oscar-nominiert, gelingt ihm als Regisseur von REDBELT kein stimmiges Gesamtwerk. Das Motto der Kämpfer, "es gibt immer einen Ausweg", setzt er im Hinblick auf das filmische Ende leider nur unelegant um: als kurzen und unbefriedigend pathetischen Augenblick des Triumphs."

09. September 2008 | REDBELT • Kritik • film-dienst 19/2008

Sascha Koebner ist von dem Zweispalt fasziniert, in dem REDBELT "den Zuschauer zurücklässt. Denn auch wenn die offensichtlichen Qualitäten des Films die zerfaserte Geschichte nicht aufwiegen können, bleibt er doch interessant genug, um über eine Laufzeit von rund hundert Minuten zu unterhalten – mündet aber unweigerlich in den Wunsch nach mehr innerer Logik und einer dichteren, konzentrierteren Story für den nächsten Film des begabten Regisseurs."

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