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DIE NATUR VOR UNS

DIE NATUR VOR UNS

Regie Niels Bolbrinker
Kinostart 18.09.2008

Kritiken • DIE NATUR VOR UNS

20. September 2008 | DIE NATUR VOR UNS • Kritik • Berliner Zeitung

Seine "Naturphilosophie" rückte Alfred Ehrhardt stärker in die Gunst der Nationalsozialisten, als dieser Film das wahrhaben will, meint Carmen Böker. "Zu den vielen noch folgenden "Kulturfilmen" ergeht bei Bolbrinker wenig mehr als der lahme Hinweis, der pathetische Ton in "Nordische Unterwelt" (1941) sei so nicht gewollt gewesen von Alfred Ehrhardt. Man fand einen gemeinsamen Nenner mit der "Edda" - und es ist ein Manko des Films von 2008, dass er daraus nicht einmal Unbehagen entstehen lassen will."

10. September 2008 | DIE NATUR VOR UNS • Kritik • kino-zeit.de

Gerade angesichts der schwindenden Bekanntheit Alfred Ehrhardts hätte sich Joachim Kurz "eine gründlichere und auch kritischere Auseinandersetzung mit Leben und Werk des Künstlers gewünscht, hätte gerne mehr über seine künstlerische Motivation und seinen Werdegang erfahren. Zumal Ehrhardts Kulturfilme aus der Zeit des Dritten Reichs und seine Haltung dazu nur äußerst dürftig aufgearbeitet werden. Die Rechtfertigungen Ehrhardts jedenfalls und die Interviewpartner vermögen es nicht, diesen dunklen Fleck in der Geschichte zu erhellen. Möglicherweise bewahrheitet sich hier wieder einmal die Binsenweisheit, dass ein Zuviel an Nähe ein genaues Hinschauen nicht erlaubt."

09. September 2008 | DIE NATUR VOR UNS • Kritik • film-dienst 19/2008

Alexandra Wach hätte gern mehr kulturhistorische Hintergründe erfahren. Der "Film blendet sie nicht aus, lässt sie aber auch seltsam desinteressiert links liegen. Viel lieber wird Erhardt als zwar zivilisationskritischer, aber visionärer Naturbewahrer präsentiert, der sich vor den Nazi-Barbaren in eine vergeistigte metaphysische Kosmoslehre und die Erhabenheit von Naturräumen flüchtete. Nach Avantgarde klingt diese Charakterisierung heute nicht mehr, höchstens esoterisch. Auch der Film verbietet sich jegliche kunstvollen Mätzchen, was durchaus erholsam sein kann; gleichwohl erscheint er in seiner behäbigen Machart oft auch seltsam antiquiert."

02. September 2008 | DIE NATUR VOR UNS • Kritik • programmkino.de

Die Einordnung Alfred Erhardts in die Fotografiegeschichte bleibt etwas blass, kritisiert Michael Meyns. "Außer wohlwollenden Interviews mit einer isländischen Kunsthistorikerin – die bei einigen Publikationen mit der Alfred-Erhardt-Stiftung zusammengearbeitet hat – und einem litauischen Fotografen findet sich da wenig. Angesichts der etwas schwammigen Produktionsgeschichte dieser Dokumentation drängt sich somit die Frage nach einem Interessenkonflikt auf. Von einer unabhängigen, kritischen Annährung an das Thema kann jedenfalls kaum die Rede sein."

01. September 2008 | DIE NATUR VOR UNS • Kritik • critic.de

David Gaertner hat "den Eindruck bekommen, dass Die Natur vor uns der filmischen Form als solcher nicht zutraut, sich mit dem bildgestalterischen Werk Ehrhardts fundiert und vielschichtig auseinanderzusetzen. Ein Eindruck, der sich auch an dem wiederholten Bemühen, Ehrhardts Arbeiten aus einer rein biografisch motivierten Perspektive zu erklären, bestätigt. Dies verwundert umso mehr, als die Beraterin und Co-Produzentin des Films, Christiane Stahl, für ihre differenzierte Ideologierekonstruktion in Ehrhardts Schaffen im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet worden ist."

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