Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

FRIEDLICHE ZEITEN

FRIEDLICHE ZEITEN

Regie Neele Leana Vollmar
Kinostart 18.09.2008

Kritiken • FRIEDLICHE ZEITEN

18. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • Berliner Zeitung

Im Paket gibt es hier laut Philipp Bühler Westalgie und Ostalgie. "Das ist alles so herzig, man möchte fast weinen. Und vergessen, dass das Zeitkolorit hier nur die Tapete liefert für eine ganz alltägliche Familiengeschichte. Warum muss eine Erzählung aus nicht gar so ferner Zeit immer "dringlich" sein? An den meisten Menschen rast die Weltgeschichte unerkannt vorbei, zum Glück. Das war 1968 nicht anders. Wäre "Friedliche Zeiten" ein Film aus dieser gar nicht friedlichen Zeit, man hätte vermutlich einen Klassiker."

18. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine skurrile Idee hat der Film schon, schreibt Kerstin Decker, aber gut umgesetzt ist sie nicht. Die Bilder "können – verräterisch genug – fast nie mit der Originalität der StriesowTöchter-Kommentare mithalten. Statt ihre eigene Geschichte zu erzählen, sinken die Szenen herab zu bloßer Bebilderung. Und irgendwann ist die Frage da, die uns im Kino besser nicht durch den Kopf gehen sollte: Warum sehe ich das eigentlich? Die Antwort lautet: Wegen der Bebilderung!"

18. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hätte alles den normalen Lauf genommen, wäre diese leichte Geschichte im mittleren Realismus einer Fernsehproduktion versandet, meint Michael Kohler. "Dank des Drehbuchs von Ruth Toma, eines ungewöhnlich spielfreudigen Ensembles und dank der Regisseurin ist statt dessen eine herrliche Filmkomödie daraus geworden. ... Man sollte die Schönheit ihres bescheidenen Entwurfs nicht übersehen, der optisch fest in Klischees der 1960er Jahre verankert ist, aber von heutigen Existenzängsten handelt."

18. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell sah "schon deshalb ein missglückter Film, weil er nicht weiß, was er von seinem Stoff halten soll und solange, wie er sich das überlegt, die Kamera laufen lässt. Das produziert Wiederholung und Langeweile des lustvoll ausgestatteten Kleinbürgerlebens. Weder der psychologische Konflikt (die Isolation der Mutter versus die Freiheitssuche des Vaters ) wird ausgearbeitet, noch der politische: Die frühe Form der Ostalgie, wie sie die nicht angekommene Mutter verspürt, versus Übernahme des westlichen Lebensstils, wie ihn der Vater versucht."

15. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • br-online.de

Laut Margret Köhler inszeniert die Regisseurin mit humorvollem Augenzwinkern. "Auch wenn man 1968 schreibt, dominiert muffige Kleinbürgerlichkeit, Studentenproteste passieren nur im Fernsehen. Katharina Schubert übernimmt souverän die Rolle der sich im Westen deplatziert fühlenden Hausfrau, die sich nach Sicherheit und Regelwahnsinn im Osten sehnt und beim trauten Kaffeekränzchen mit den Nachbarinnen keine gute Figur macht. Dabei meistert sie schauspielerisch die Schwierigkeit, eine nicht gerade liebenswerte Neurotikerin zu spielen, die mit ihrer Penetranz die Umwelt nervt, weder als Ehefrau noch als Mutter ihre Aufgaben packt und nicht gerade auf Sympathie stößt."

09. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • film-dienst 19/2008

Stefan Volk sah eine nette, harmlose und eigentlich auch zeitlose Familienkomödie. "Streit, Kummer, das ganze menschliche Alltagsdrama steht der nostalgischen Rückschau dabei keinesfalls im Wege. Es gehört vielmehr gerade zum Geheimnis des nostalgischen Kinos, dass es das Hässliche durchaus zeigt; aber eben durch den mildernden Schleier versöhnlich-verständnisvollen Erinnerns. Das Zeitgeschehen bildet nicht mehr als ein wehmutsvolles Kolorit."

01. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • kino-zeit.de

Peter Gutting Erwartungen wurden nicht erfüllt. "Aber er ist trotzdem kein schlechter Film. Denn an einer entscheidenden Schraube haben Regie und Drehbuch gottseidank gedreht: Im Film mischen sich die Kinder viel mehr in das Leben der Eltern ein als in der Vorlage. Dadurch kommt etwas in Gang, das den Film in den letzten zwei Dritteln rettet. Die Figuren bekommen tatsächlich so etwas wie eine Auszeit, möglicherweise sogar auf Dauer. Es gibt einen Konflikt und eine Entwicklung, die mit dramatischen Mitteln erzählt werden können, sich nicht auf innere Gedanken beziehen müssen."

01. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • epd-film 09/2008

Rudolf Worschech lobt die Szenerie. "Fast dokumentarisch hat Vollmar die Atmosphäre und den Look dieser sechziger Jahre eingefangen, dass man fast den Mief der Synthetikpullunder riechen kann. Flüchtlinge aus der "Zone" hatten es da schwer. Und so wird der Blick auf den Alltag der sechziger Jahre, den dieser Film so liebevoll und authentisch rekonstruiert, in seinen besten Momenten zu einem Blick in eine fremde Welt, zu einem Ausdruck von Heimatlosigkeit."

01. September 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns ist enttäuscht: "Die Geschichte ist mehr als dünn und die Schauspieler bemühen sich, den wenig überzeugenden Dialogen etwas entgegenzuhalten. Was bleibt ist ein Film für Nostalgiker oder all jene, die – wie im Naturkundemuseum – einen Blick in eine längst vergangene Zeit werfen wollen."

19. August 2008 | FRIEDLICHE ZEITEN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt die Darsteller. "Die schöne Katharina Schubert verkörpert mit Verve und Nerven die lange von den Lasten fast erdrückte Mutter, die dann aber erlöst wird, Oliver Stokowski den ständig einen Ausgleich suchenden Vater. Ein guter Fang gelang mit den Mädchen Leonie Brill und Nina Monka. Sie, die Wasa und die Ute, sind ebenso überzeugend wie hübsch."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,31939