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DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS

DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS

Regie Bård Breien
Kinostart 18.09.2008

Kritiken • DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS

11. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • br-online.de

Schonungslos und doch voller Empathie ist der Film für Heidi Reutter. "So ist DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS, blickt man hinter die bitterböse Fassade, im Grunde eine Hymne auf das Leben mit all den schrecklichen Wahrheiten und den Grausamkeiten, die uns widerfahren können. Aber wie sagte schon Woody Allen, der Meister des Tragischkomischen? Es kommt nicht darauf an, wie uns das Leben begegnet, sondern wie wir ihm begegnen."

10. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz glaubt, solch ein bissiges und bitterböses Projekt würde bei uns "wohl bereits am energischen Widerstand von Filmförderern und Fernsehredakteuren scheitern. Das ist aber auch schon das Einzige, was an diesem Film traurig stimmt – selten wurde ein ernstes Thema so respektlos verhandelt wie hier. Wer also schwarzen Humor auf den Tod nicht ausstehen kann, der sei eindringlich vor dem Besuch dieses Films gewarnt. Alle Anderen aber werden ihren Heidenspaß an dem wüsten Treiben auf der Leinwand haben."

10. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • kino-zeit.de

Magali Joly nennt DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS einen ehrlichen Film, der klare Antworten gibt. "Auch wenn Regisseur Bård Breien keine wackelige Handkamera verwendet, um den Wirklichkeitsgrad seiner Geschichte zu unterstreichen, und in der Eingangssequenz vom Hauptschauplatz abweicht, so bleibt er doch nah dran an den 10 goldenen Dogmaregeln und erreicht durch die Kraft seiner Erzählung Authentizität. Je weiter diese voranschreitet, umso tiefer dringt Breien in das komplexe Geflecht zwischen-menschlicher Beziehungen vor. Sein Film ist ein klug inszeniertes Kammerspiel, das sich auf die Psychologie der Figuren konzentriert, dabei aber nie einen zynischen Humor außer Acht lässt und so zu einer Komödie mit Tiefgang wird."

09. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • film-dienst 19/2008

Das ist durchaus amüsant, aber nicht abendfüllend, kritisiert Ulrich Kriest. "Absolut vorhersehbar schleppt sich der Film dahin, auf engstem Raum inszeniert wie ein Theaterstück. Natürlich geht es nicht nur um Menschen mit Behinderungen, sondern um gesellschaftliche Ideologien, deren Beschränkung auf konstante Positivität als Haltung in Frage gestellt werden soll. Damit das funktioniert, muss man eben auch mal „unkorrekte“ Sprüche klopfen und hinter die Fassade des Wellness-Terrorismus gucken. Offen bleibt allerdings, ob hier nicht durch permanentes Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen für den eigenen Mut zur Unkorrektheit offene Türen eingerannt werden."

01. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • programmkino.de

Es sind ernste Themen laut Thomas Volkmann, die hier verhandelt werden. "Die Kunst dieser Komödie besteht nun aber genau darin, all dies nicht zu verschweigen, sondern durch die Bissigkeit und rückhaltlose Konfrontation offen auszusprechen. Das Mittel dazu sind schwarzer Humor und Sarkasmus, die Erkenntnis am Ende jene, dass Schicksale im Zweifelsfall immer relativ zu betrachten sind. Auch wenn einem das Lachen in dieser kleinen Produktion manchmal im Hals stecken bleiben kann: hier mit den Behinderten und vom Leben gezeichneten Menschen mitzulachen, hat befreiende Wirkung."

01. September 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel hat alles bekommen: "Furchtbare Dramen und fruchtbare Erkenntnisse, knallharte Dialoge und extreme Komik, revoltierende Kranke und hilflose Gesunde, Geirrs Ausflippen und Martes Lächeln, alles ist da. Man wird als Zuschauer angestoßen und aufgeweckt, denkt darüber nach, wie schwer das eigene Schicksal sein könnte und wie andere leiden müssen."

19. August 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Philipp Bühler ist es "nicht leicht, aus diesen heiklen Zutaten eine hervorragende Komödie zu machen. Die sich zu jedem Zeitpunkt die Sensibilität bewahrt, ihre Handlungsträger nicht preisgibt und ohne falsche Sentimentalität komisch bleibt. Allerdings kann Regisseur Bard Breien hier auf eine Tradition zurückgreifen: Der skandinavische Humor hat dem gefürchteten britischen, was Ehrlichkeit und Direktheit betrifft, längst den Rang abgelaufen. Von den Dogma-Humanisten bis zu Skurrilitäten wie ADAMS ÄPFEL gilt vor allem der dänische Witz dem, worüber man eigentlich keine Witze macht: Missbrauch, Hautfarbe, Behinderung, Tod."

19. August 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • Der Tagesspiegel

In Brad Breiens Debüt werden die Anstandsgrenzen so eben noch respektiert, stellt Martina Scheffler fest. "Als "Feelbad"-Komödie will sich der mehrfach ausgezeichnete Film verstanden wissen, aber dafür wartet er mit zu viel schwarzem Humor auf. Für "Feelgood" allerdings sind die Schicksale dann doch zu schwer. Wenigstens lieben sie sich, der Geirr und seine Ingvild! Dann wird ja alles gut."

19. August 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte schimpft auf die Synchronfassung, die den Charakter dieses Films so radikal verändert hat. "Was im Original aberwitzig und ironisch klang, erscheint nun bierernst, und was spontan und ekstatisch über die Rampe kam, wirkt nun bemüht und bedeutungsschwer. Wie schwer ist es, ein Kammerspiel so zu inszenieren, dass es nicht theatralisch wirkt! Die schlecht geführten deutschen Sprecher nageln es dagegen wieder fest auf jene Bretter, die in diesem Fall nicht mehr die Welt, sondern den filmischen Tod bedeuten."

19. August 2008 | DIE KUNST DES NEGATIVEN DENKENS • Kritik • Neues Deutschland

Eine bitter-böse, tiefschwarzen Komödie über die durchtherapierte Gesellschaft und ihre Feinde sah Gunnar Decker. "Bard Breien hat einen für manche gewiss schockierenden Film gemacht; einen Bildersog von unerhörter Wucht und einem rabenschwarzen Witz, der manch kunstvolles Lügengebäude in Trümmer legt. Geirr ist ein "Krüppel", der, wie er sagt, keinen vormundschaftlich daherkommenden Therapeuten braucht, der ihm erklärt, was ihm eigentlich fehlt. Keinen, der etwas beschönigt – auch nicht durch eine vermeintlich behindertenfreundliche, in Wirklichkeit bloß bürokratisierte Sprache, die Krücken zu "Gehhilfen" umtauft und den eigenen Zynismus dabei nicht einmal bemerkt."

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