DIE STRäNDE VON AGNèS

film-zeit Film: DIE STRäNDE VON AGNèS
Regie Agnès Varda
Kinostart 10.09.2009
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Inhalt • DIE STRäNDE VON AGNèS

Filmisch aufregende Autobiografie einer der größten Regisseurinnen Frankreichs und zugleich Spiegel der Entwicklung des französischen Films, der Fotografie und der Kunst des vergangenen Jahrhunderts.

Kritiken • DIE STRäNDE VON AGNèS

20. Juli 2009 | Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Arbeit und Privates, Kunst und Person sind laut Birte Lüdeking hier eng miteinander verbunden. "Agnès Varda demonstriert mit ihrem ebenso vergnügten wie nachdenklichen Selbstporträt, dass ihre Neugier auf Menschen und ihre Lust am Spiel mit unterschiedlichsten Inszenierungsformen keine Altersmüdigkeit kennt. Ihr Film inspiriert dazu, sich ausführlicher mit ihrem vielfältigen und etwas vergessenen Werk zu beschäftigen."

10. September 2009 | Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow sah einen "Film, in dem Agnès Varda mit anderer Stimme spricht. Heiter, emphatisch, großzügig. Sie breitet ihre Netze aus, den ganzen Fang. Die Bilder, die sie über Jahre begleitet haben, die Menschen, die zu Bildern geworden sind. Vardas Film macht sich die Collagen-Technik zunutze, ohne die Chronologie zu zerlegen. Alte Fotos werden zu Szenen, die sie von Kindern spielen lässt. Erfindung oder Erinnerung. Wer mag das unterscheiden? Was sie erlebt hat, ging ein in ihre Filme wie in ein fiktives Tagebuch."

10. September 2009 | Kritik • Die Tageszeitung

Dass ein autobiografischer Film zugleich als Essay über Leere und Fülle funktionieren kann, beweist der Film für Claudia Lenssen. "Ohne seinen roten Faden zu verlieren, schlägt der Film große Bögen, die Agnès Vardas Interesse an den historischen Ereignissen ihrer jungen Jahre dokumentieren. Sie reiste als Fotografin nach China, filmte Fidel Castros Kuba im ersten revolutionären Schwung, drehte einen Film über die Black-Panther-Bewegung und einen Film-im-Film mit dem Warhol-Star Viva, der das Ende der Hippie-Euphorie beschrieb. Diskret deutet sie den Bruch mit ihrem Ehemann Jacques Demy in den Achtzigerjahren an, die Rückkehr des Aidskranken zur Familie und ihre seit seinem Tod 1992 andauernde Emphase, seinem filmischen Lebenswerk Denkmale zu setzen."

16. August 2009 | Kritik • film.dienst 18/2009

Wilfried Reichart porträtiert die Filmemacherin.

15. August 2009 | Kritik • br-online.de

Dies ist ihre filmische Autobiographie, schreibt Thilo Wydra. "Und es ist, unwillkürlich, auch ein Streifzug durch die französische Filmgeschichte, von den 50er Jahren bis heute. Ein bisschen schräg, ein bisschen verspielt, ein bisschen verrückt - das war Agnès Varda schon immer, und so ist denn auch ihre skurrile filmische Reflexion über sich selbst ausgefallen: höchst eigenwillig. DIE STRÄNDE VON AGNÈS wurde mit dem französischen César als Bester Dokumentarfilm 2008 ausgezeichnet."

03. August 2009 | Kritik • progammkino.de

Michael Meyns ist begeistert. "Der Blick auf sich selbst, auf das eigene Tun, die eigenen Ansichten zieht sich durch Agnés Vardas Arbeit, was manchmal als Narzissmus ausgelegt wurde, viel mehr jedoch als Teil einer Ethik erscheint. Egal wen sie mit ihrer Kamera beobachtet hat, egal ob berühmte Schauspieler oder Herumtreiber, egal ob sie scheinbar Schönes oder angeblich Hässliches filmte, Agnés Vardas Blick war immer offen und von einer kindlichen Neugier geprägt. Vor allem aber ohne Vorurteil, ohne sich über den Gegenstand ihrer Neugier zu erheben."

01. August 2009 | Kritik • filmz.de

Linksammlung zum Film.

05. September 2008 | Kritik • Frankfurter Allgemeine Zeitung

Michael Althen ist überaus angetan: "Das Ganze ist eine wunderbar uneitle Passage durch ein reiches Leben, in dem das Sammeln nie Selbstzweck, sondern eine Kunstform ist, die stets dem Leben zugewandt bleibt. Danach wurde sie gefeiert, eine kleine, rundliche Achtzigjährige, die sich eine so ansteckende Lebendigkeit bewahrt hat, dass sie auf ihre Kunst - und auf ihre Zuschauer - überspringt."

04. September 2008 | Kritik • Süddeutsche Zeitung

Varda präsentiert ihre Strände nicht poetisch, erinnerungsverklärt, sondern angenehm surrealistisch, lobt Fritz Göttler. "Varda gibt den Objekten allen einen doppelten Rahmen, bevor sie ins Sentimentale abgleiten könnten, der Film ist ein atemloses Spiel mit der Form. Sie selber würde am liebsten mit einem roten Schal vorm Gesicht vor der Kamera erscheinen. Das Kleinbürgerliche und das Exotische sind in Vardas Bildern und Filmen immer gleichzeitig vertreten, und in denen von Demy auch."

04. September 2008 | Kritik • Die Tageszeitung

Varda stellt Kindheits- und andere Erinnerungen nach, schreibt Cristina Nord. "Erinnerungen an die frühen Tage der Nouvelle Vague und an die Aufbruchstimmung der Sechzigerjahre in den USA gesellen sich hinzu. Varda begleitet die Black Panther mit der Kamera, ohne dass das politische Interesse dasjenige an Pop überstrahlte. Besonders beeindruckend gerät die Collage aus Film und Leben, wenn die Regisseurin von ihrem feministischen Engagement spricht. Standbilder demonstrierender Frauen auf den Straßen von Paris sind zu sehen, dazu kommen Ausschnitte aus VOGELFREI."

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