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LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE

LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE

Regie Shinji Imaoka
Kinostart 04.09.2008

Kritiken • LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE

10. September 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • Die Tageszeitung

Auf den ersten Blick scheint dieser Film also zu halten, was sein Titel schon androht, meint Birgit Glombitza. "Eine kleingeistige, überdrehte Sex-Klamotte, die mit ihrer Zotenhaftigkeit sich selbst jede Erotik austreibt, als sei genau die in einem Film, der ansonsten alles zeigt, noch immer eine Ungeheuerlichkeit. Bis man langsam dahinterkommt, dass Regisseur Shinji Imaoka weit mehr im Sinn hat, als bloß dem überspannten Voyeurismus seines Protagonisten ein Herrenwitzchen nach dem anderen abzutrotzen. Denn hinter den regressiven Possen Funakichis verbirgt sich ein Narrentum, das für ein wohl auch in Japan heikles Thema wie Sex zwischen älteren Menschen im schmuddeligsten Sinne eine Lanze bricht."

04. September 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • Neues Deutschland

Laut Caroline M. Buck ist der Film "pinku eiga, ein Softporno japanischen Stils, und er ist ein besonders schöner Vertreter seiner Gattung. Das liegt einmal daran, dass der Film innerhalb eines Genres, das halb-pornografische Darstellungen mit künstlerischem Ehrgeiz und einer tragfähigen Handlung verknüpft, die traditionelle Beschränkung auf eine Stunde Laufzeit nicht oder nur unwesentlich überschreitet und man trotzdem am Ende den Eindruck hat, Funakichi schon ein halbes Leben lang zu kennen. Und es liegt zum anderen daran, wie der Pink Film-erfahrene Regisseur mit dem Tabu der körperlichen Liebe im Seniorenalter umgeht."

04. September 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • Berliner Zeitung

Alexandra Seitz empfiehlt: "Von der schlechten Nachsynchronisation darf man sich auch nicht stören lassen, wenn die alten Säcke und Schachteln die Nacht zum Tag machen und es ordentlich krachen lassen. Naja, jedenfalls innerhalb ihrer von manchen Zipperlein eingeschränkten Möglichkeiten. Mit den aus der westlichen Pornografie bekannten Stellungskriegen hat das Geschehen in TASOGARE ohnehin nichts gemein. Das Spezifische am japanischen Pinkfilm ist vielmehr sein natürlicher Umgang mit dem Geschlechtsakt, mit menschlicher Sexualität überhaupt."

01. September 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • kino-zeit.de

"Auch wenn das Genre das Schlimmste vermuten lässt – Shinji Imaokas Film überzeugt durch eine ausgewogene Mischung von Humor und Tragik, Sex und Tiefgang und rührt mit seinen Figuren, die sich so gar nicht dem Schicksal des Alters fügen wollen, an Tabus, die in Japan nicht anders sind als in Deutschland. Besonders überzeugend sind vor allem die beiden Frauengestalten, die erst sehr spät lernen, was in der rigiden japanischen Gesellschaft sexuelle Befreiung (vor allem diejenige der Frau) bedeutet und wie schwierig sie zu verwirklichen ist."

29. August 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • film-dienst 18/2008

Sex scheint im Rentenalter ein wahrer Jungbrunnen zu sein, meint Jens Hinrichsen. "Ohne sich über seinen lüsternen Helden lustig zu machen, streift der Film auch in den meisten anderen Sexszenen – etwa mit einer jüngeren Bardame, die sich mit Funakichi regelmäßig die Zeit vertreibt – das Absurde, ohne jenen monströsen Humor zu entwickeln, dem beispielsweise Tsai Ming-liangs THE WAYWARD CLOUD seinen "Silbernen Bären" bei der Berlinale 2005 verdankte – ein Film, der vom "Pink"-Genre deutlich beeinflusst ist."

07. August 2008 | LIEBESTOLL IM ABENDROT - TASOGARE • Kritik • critic.de

Für Lukas Foerster ist der Film "Pornografie, aber eine, die einer besseren Welt zu entstammen scheint. Die Sexszenen werden zwar ruhig und fast klassizistisch inszeniert – hätte das klassische japanische Kino Geschlechtsverkehr zeigen dürfen, es hätte nicht viel anders aussehen können –, zielen aber ohne Zweifel auf Erregung. Gleichzeitig entfernt sich Imaoka soweit wie nur möglich von der dominierenden Pornografie, von der Pornografie des Videothekentrashs und der Erotikmessen. LIEBESTOLL IM ABENDROT zeigt, wie Pornografie aussehen kann, wenn sie sich auf tatsächliche Menschen, auf sozial geerdete Individuen bezieht."

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