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NOBODY IS PERFECT

NOBODY IS PERFECT

Regie Niko von Glasow
Kinostart 11.09.2008

Kritiken • NOBODY IS PERFECT

17. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • Der Spiegel

Antje Harders porträtiert den Regisseur, der mit diesem Film endlich ernst genommen werden will.

15. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • Der Tagesspiegel

Eine Comedy ist von Glasows Film laut Silvia Hallensleben nicht geworden. "Doch Humor stellt sich aus der oft selbstironischen Offenherzigkeit von Glasows Helden fast von selbst her und wird durch spielerisch selbstreflexive Erzählstrategien unterstützt. Die Kindheitsgeschichten aus dem Sechzigerjahresauberland sind oft bedrückend. Larmoyanz kommt trotzdem nicht auf. Wer sieht, mit welcher Eleganz Doris ihr Weinglas mit den Zehen zum Mund führt, kann die – im Film nie verwandte – politisch korrekte Rede von der "Andersbefähigung" sinnlich erleben."

12. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • Berliner Zeitung

Dieses Zeigen ist heilsam, meint Lilith Volkert. "NOBODY IS PERFECT zeigt ganz unsentimental die Stärke, mit der die Betroffenen ihr Leben meistern; der Film weckt nicht Mitleid, sondern Respekt. Außerdem kann es sich Niko von Glasow als Betroffener leisten, auf politische Korrektheit verzichten."

09. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • film-dienst 19/2008

Ulrich Kriest sah einen in jeder Hinsicht reicher Film, der sich auch vor unangenehmen Wahrheiten und Einsichten nicht drückt. "Dem Film gelingen starke Szenen, wenn die Menschen mit Behinderung untereinander über ihre Gefühle, Verletzungen, Vorstellungen und Perspektiven sprechen. Biografische Anamnese, Familiengeschichten. Welche Gefühle hegt man gegenüber der Mutter, den Eltern, die seinerzeit das Schlafmittel Contergan konsumiert haben? Kam der Gedanke an Selbstmord auf? Wie begegnet man den verschämt-schamlosen Blicken der Öffentlichkeit? Wie steht es mit der Sexualität, mit der eigenen Familie? Dabei darf gerne auch einmal vor der Kamera herumgealbert werden. Von Glasow inszeniert seine Protagonisten betont als Helden, die sich auf unterschiedliche Weise in einer feindseligen Welt behaupten."

01. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • programmkino.de

Laut Hendrike Bake geht es NOBODY IS PERFECT nicht um Aufklärung, Anklage oder gar Mitleid, sondern um eine Änderung des Blicks. "Es geht darum, dem verletzenden Hinstarren/dem unsicheren Wegschauen, das Körperbehinderte in der Öffentlichkeit oft aushalten müssen, eine andere Möglichkeit des Blickes entgegen zu setzen. Sowohl die Aktphotos und der Film laden die Zuschauer ein, in Ruhe genauer hinzusehen, sich an die Protagonisten zu gewöhnen und dabei zu lernen, über die Behinderung nicht so sehr weg als hinaus zu sehen auf den ganzen komplexen Menschen."

01. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • programmkino.de

Wie Thomas Engel schreibt, wird in diesem gut inszenierten Film vieles sichtbar. Er "bringt ganz sicher das Bewusstsein der "Normalen" ein Stück weiter. Dann die weitgehend schönen Kalenderbilder. Sie werden ausgestellt und erscheinen in Buchform. Die Reaktion der Leute wird getestet. Die verantwortliche Pharma-Firma scheint von dem Projekt nichts wissen zu wollen."

01. September 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • kino-zeit.de

Der Regisseur schert sich laut Joachim Kurz erfrischend wenig um die Befindlichkeiten seiner Umwelt und um "political correctness". "Zugleich aber gibt es immer wieder sehr intensive Momente voller Nachdenklichkeit, wie etwa die kleine Ansprache von Doris am Ende des Films, in der sie bekennt, wie sehr sie die Erfahrung des Posierens vor der Kamera verändert und wie viel Selbstbewusstsein ihr das gegeben hat. Es ist gerade die Balance zwischen Szenen wie diesen und dem immer wieder aufblitzenden Humor, zwischen Angst, Resignation und kämpferischem Mut, die die außerordentliche Qualität dieses Films ausmacht. Und wenn der Regisseur am Ende gezeigt wird, wie er es wagt, sich am Strand seines Oberteils zu entledigen und seine deformierten Schultern und Arme den Blicken der Öffentlichkeit auszusetzen, dann spürt man, dass es manchmal Wunder bewirken kann, wenn man zum Hinsehen gezwungen wird."

28. August 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • critic.de

Teilweise setzt von Glasow in seiner Inszenierung fragwürdige Schwerpunkte oder wirkt im Auftreten etwas sehr darum bemüht, dem Auftrag des WDRs gerecht zu werden, einen "(…) witzigen Dokumentarfilm" über Conterganbehinderte abzuliefern, kritisiert Birte Lüdeking. "Von den konträren und hoch spannenden Passantenreaktionen auf dem Kölner Domplatz hätte man sich mehr gewünscht. Stattdessen verschwendet der Regisseur gleich zwei Szenen daran, wie der Astrophysiker Stefan Fricke einst Frauen in einer Diskothek an die Brüste gefasst hat und von dem Gärtner Theo Zavelberg deshalb vor die Tür gesetzt wurde. Man grübelt hier vergeblich, welchen Zweck diese lapidar behandelte Episode erfüllt."

27. August 2008 | NOBODY IS PERFECT • Kritik • br-online.de

Dem Regisseur gelingt ein lebendiges und schwarzhumoriges Porträt von faszinierenden Menschen, lobt Margret Köhler. "Film und Fotos zwingen die üblichen Weggucker zum Hingucken, was bei einer Ausstellung auf dem Domplatz in Köln zu kontroversen Reaktionen führt. Interessant die Sängerin, Autorin und Bürgermeisterin Kim Morton aus Belfast, die einen Hungerstreik organisierte und eine fast viermal höhere Entschädigung für die britischen Opfer durchsetzte, als die der deutschen. Der Konflikt mit der Chemie Grünenthal, die das gefährliche Schlafmittel von Oktober 1957 bis November 1961 produzierte, wird nicht ausgespart. In bester Michael Moore-Manier versucht von Glasow Kontakt mit der hinter der Firma stehenden Familie Wirtz aufzunehmen, um ihr ein Nacktfoto von sich zu überreichen. Der Familienspross Sebastian Wirtz verweigert die Begegnung."

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