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DIE TODESREITER VON DARFUR

DIE TODESREITER VON DARFUR

Regie Ricki Stern
Annie Sundberg
Kinostart 28.08.2008

Kritiken • DIE TODESREITER VON DARFUR

28. August 2008 | DIE TODESREITER VON DARFUR • Kritik • Der Freitag

Simon Rothhöhler kritisiert den handwerklichen Überblick der Filmemacher. "Sie möchten aufrütteln, finden aber keinen angemessenen Zugriff auf das verstörende fotografische Material, das unvorstellbare Verstümmelungen zeigt. Der Film integriert die Fotos buchstäblich als Schnappschüsse und macht selbst vor illustrativ eingestreuten Klickgeräuschen nicht Halt. Die Zeugnisse werden dabei zu dekontextualisierten Signalen des Horrors entwertet. Unproduktiv heftet sich der Film an eine subjektive Perspektive, die dem wahrgenommenen Leid ratlos gegenübersteht."

27. August 2008 | DIE TODESREITER VON DARFUR • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Oliver Ristau will der Film unbedingt aufrütteln. "Mit ungeheurer Gewalt will DIE TODESREITER VON DARFUR den Zuschauer zwingen, Steidles Blick nachzuvollziehen, Steidles Schrecken nachzufühlen. Immer wieder sieht man Leichenbilder, Blut, Verstümmelungen und Zersetzung, als sollte dieser letzte Kreis der Hölle verdeutlichen, dass es das Böse gibt auf der Welt und dass die apokalyptischen Reiter orgiastisch in ihrer spektakulären Vernichtung sind. Das ist, was wir sehen. Was Brian Steidle sich wünscht, ist, dass sie besiegbar sind. Die zahllosen Bilder von Leichen sollen sich in unser Bewusstsein brennen, wir sollen durch sie zum Handeln gebracht werden. Der Film erklärt an einigen Beispielen, wie es gehen könnte."

27. August 2008 | DIE TODESREITER VON DARFUR • Kritik • kino-zeit.de

"In ihrem Film DIE TODESREITER VON DARFUR schildern die beiden Filmemacherinnen Anni Sundberg und Ricky Stern Steidles Erlebnisse und seinen verzweifelten Kampf um die öffentliche Aufmerksamkeit. Sie tun dies mit Hilfe der unfassbaren Bilder, die der Ex-US-Marine mit seiner Kamera geschossen hat – der einzigen Waffe, die ihm bei diesem aussichtslosen Kampf zur Verfügung stand und sie schildern ganz nebenbei den Weg eines jungen Mannes, der sich unter dem Eindruck der Gräuel verändert hat."

26. August 2008 | DIE TODESREITER VON DARFUR • Kritik • film-dienst 18/2008

Sascha Koebner lobt das Engagement des militärischer Beobachter Steidle. "DIE TODESREITER VON DARFUR wird damit auch zum Dokument des Versagens der Staatengemeinschaft. Steidle lässt sich davon jedoch nicht entmutigen. Er tourt weiter durch seine Heimat und bekniet die Zuhörer, Briefe an ihre Abgeordneten zu schreiben. Der sorgfältig produzierte Dokumentarfilm lässt es auch dabei nicht an der notwendigen Deutlichkeit fehlen; und er belegt auch, dass kein Film sich schlimmere Grausamkeiten ausmalen kann, als sie Menschen anderen Menschen antun."

01. August 2008 | DIE TODESREITER VON DARFUR • Kritik • programmkino.de

Wie David Siems meint, verhandelt der Film in schnellen Schnitten und harten Sounds den Kampf gegen Windmühlen. "Auf der Suche nach einer Form der Öffentlichkeit, um auf den Genozid im Sudan aufmerksam zu machen, überzeugt er schließlich einen Reporter der New York Times seine Geschichte und die skandalösen Fotos zu drucken. Dabei verhandelt der Film verschiedene moralische Grundsätze: Auf der einen zeigt er die Pflicht eines einzelnen Mannes, der sich auf eine scheinbar endlose Tour de Force begibt, um für ein Gerechtigkeit zu kämpfen. Gleichzeitig wird dieses Engagement von den Filmemachern nicht glorifiziert, sondern auch die Chancen auf einen kleinen Erfolg kritisch hinterfragt."

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