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DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST

DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST

Regie Ulla Wagner
Kinostart 11.09.2008

Kritiken • DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST

11. September 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • Berliner Zeitung

Dies ist laut Alexandra Seitz ein Kammerspiel, das vom Können seiner beiden Hauptdarsteller lebt. "In dem Bühnenschauspieler Alexander Khuon, der in der Rolle des Hermann sein Filmdebüt gibt, hat die großartige Barbara Sukowa als Lena einen ebenbürtigen Partner. In ihrem präzisen Zusammenspiel arbeiten die beiden Akteure die Ambivalenzen ihrer Figuren heraus, lassen Interessenkonflikte entstehen und Widersprüche im Raum stehen, sind sie zugleich einzigartige Individuen und Stellvertreter einer historischen Position. Die Geschichte von Lena und Hermann erhält auf diese Weise einen doppelten Boden und wird lesbar auch als Gesellschaftsparabel, in der das Festhalten an der Vergangenheit auf die Notwendigkeit des Aufbruchs trifft."

11. September 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sex, Lügen und scharfe Soße gibt es laut Michael Kohler in dem Film. "Die Geschichte einer schwierigen Emanzipation vom Kriegsgeschehen und mütterlichen Rollenbild ist allemal bewegend, kommt aber über die Ästhetik eines vorabendlichen Fernsehspiels niemals hinaus. Kostüme und Kulissen wirken wie aus zweiter Hand, Alexander Khuon spielt gegen eine Rolle am Rande des Nirwanas an und Ulla Wagner hat das Ganze so brav und bieder inszeniert, dass es Fassbinders Maria Braun wohl im kalten Grabe graust."

11. September 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • Der Tagesspiegel

Als gehobenes TV-Kammerspiel bezeichnet Christian Schröder den Film. "Gerettet wird der auch in Nebenrollen exzellent besetzte Film – Götz Schubert spielt Lenas am Ende kriegsheimkehrenden Mann, Wolfram Koch hat einen Kurzauftritt als Gestapo-Mann – von seinen Hauptdarstellern. Barbara Sukowa, Fassbinders "Lola", zeigt unterm blutroten Strickkostüm viel Bein, sie ist noch immer eine Von-Kopf-bis-Fuß-Verführung. Alexander Khuon, Jungstar am Deutschen Theater Berlin, kann so viel Skepsis in seine großen Augen legen, dass er mitunter älter wirkt als die Geliebte."

01. September 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz entdeckt einige Unstimmigkeiten, "die den Film immer wieder unbeholfen und schwerfällig, manchmal beinahe plump erscheinen lassen und die verhindern, dass sich der Zauber von Uwe Timms Novelle auch dem Kinozuschauer zur Gänze erschließt. Handwerklich sauber, aber manchmal eine Spur zu brav und zurückhaltend inszeniert beschert der Film vor allem ein Wiedersehen mit der wunderbaren Barbara Sukowa, die in den letzten Jahren nur noch selten auf der Leinwand oder im Fernsehen zu sehen war."

23. Juli 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • rationgalerie.de

Lakonisch und stimmig erzählt die Regisseurin laut Ulrich Gellermann die Geschichte. "Aus dem riskanten Flirt wird der Brücker eine tiefe Liebe. Die nicht mehr junge Frau erblüht und die Sukowa, strafft ihren Gang, leuchtet von innen, macht eine dieser unbeschreiblichen Wandlungen durch, die nur die großen Schauspieler so leicht, so elegant können. ... Ob Buch oder Film: Beide Arbeiten setzen dem unbekannten Deserteur und dem privaten, dem unpolitischen Widerstand ein unzerstörbares Denkmal. Denn wer wollte der Kraft der Märchen etwas entgegensetzen, außer eine schäbige Wirklichkeit."

15. Juli 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns bringt sein Urteil wie folgt auf den Punkt: "Ulla Wagner ist mit DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST ein schön ausgestatteter, gut gespielter Liebesfilm gelungen, der auf angenehm altmodische Weise eine kleine, intime Geschichte erzählt, die das große Ganze spiegelt."

15. Juli 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • programmkino.de

Die Verfilmung ist laut Thomas Engel "gänzlich durch einen einfachen, linearen, besonders auch dem äußeren Charakter der diffizilen damaligen Epoche angepassten Stil geprägt. Das gilt für die Dramatik, das gilt für die Bilder. Man verfolgt die schicksalhafte, kurze, prägende und zeittypische Begegnung aber mit Interesse. Ein Gewinn ist, dass die weibliche Hauptrolle mit Barbara Sukowa besetzt wurde. Man sieht sie im Kino leider selten, doch wenn man sie sieht, lohnt es sich. Dieser Film ist dafür ein neuer Beweis."

10. Juli 2008 | DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST • Kritik • critic.de

Birte Lüdeking lobt besonders die Hauptdarstellerin: "DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST profitiert vor allem von dem facetten- und spannungsreichen Zusammenspiel der einstigen Fassbinder-Akteurin Barbara Sukowa und des ihr ebenbürtigen Alexander Khuon, der als erfahrener Theaterdarsteller hier in seiner ersten Filmrolle überzeugt. Die unaufdringlich berührende Geschichte einer Emanzipation entfaltet ihre Tiefe und nachhaltige Wirkung mit angenehm ruhiger Zurückhaltung. Wagners emotionales, jedoch nie sentimentales Liebesdrama bleibt dabei dem Geist der literarischen Vorlage treu."

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