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LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN

LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN

Regie Dennis Dugan
Kinostart 14.08.2008

Kritiken • LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN

14. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • Berliner Zeitung

Einige Schichten wenig subtilen Witzes hat Katja Lüthge ausgemacht. "Während sich die jüdischen und die muslimischen Bewohner ihrer Distinktionsmerkmale zweifelsfrei bewusst sind, machen sich alle anderen ohnehin nicht die Mühe, zwischen beiden Gruppen zu unterscheiden - für sie sind diese Hummus-Fresser einer wie der andere. Diesen Eindruck unterstützt der Film nicht nur, indem er weidlich die gemeinsamen gastronomischen Vorlieben von Israelis und Palästinensern auskostet und ihr gleichermaßen unseriöses Geschäftsgebaren. Vor allem sprachlich wird die Ähnlichkeit hergestellt, weshalb LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN unbedingt im englischen Original gesehen werden sollte."

14. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • Die Tageszeitung

Komiker Adam Sandler zeigt jüdischen Witz und Infantilismus, schreibt Ekkehard Knörer. "Der totale Unernst ist der Zustand, den die Low-brow-Komödie - nicht anders als am anderen Ende des Spektrums die Screwball-Komödie mit all ihrer sophistication - sehr ernsthaft anstrebt. Erst im Zustand totalen Unernsts wird möglich, was im hyperkorrekten Gegenwartshollywood sonst gar nicht geht: ganz schlechte Scherze über Israelis und Palästinenser. Die Kopulation des Unvereinbaren in Sex und Witz. Zotige Bemerkungen über Michelle Obama und Cindy McCain. Eine Mariah Carey, die sich unmöglich macht. Das Bekenntnis zu Fetischismen aller Art. Die Achtzigerjahre als Stilideal."

14. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • Neues Deutschland

Dass ein Mossad-Agent vom Ausstieg aus dem blutigen Geschäft träumt, ist laut Caroline M. Buck zumindest auf der Leinwand nichts Neues. "Sandlers Figur, die am Strand von Tel Aviv als israelische Antwort auf James Bond und die Superhelden der Marvel-Comics begann, entwickelt sich in New York zu einer Mischung aus Sasha Baron Cohens Englisch radebrechendem BORAT und Warren Beattys reichlich frauenfreundlichem Friseur aus dem Frisiersalon-Klassiker SHAMPOO, aufgeschäumt mit einer Prise nahöstlich umgedeuteter WEST SIDE STORY. Selbst die sprichwörtliche jüdische Übermutterfigur erfährt eine Neuinterpretation als lustbegabtes Wesen."

14. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • film-dienst 15/2008

Für Holger Römers entpuppt sich LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN "als kurzweiliger Blödsinn, zumal nebenbei der realpolitische Subtext der Handlung die Aufmerksamkeit weckt: Nachdem die Erzählstruktur Phantom als spiegelbildliches Pendant von Zohan fungieren ließ, setzt der abschließende Friedensschluss im Kleinmaßstab nämlich wie selbstverständlich voraus, dass notorische palästinensische Top-Terroristen mit Pragmatismus zur Kooperation gewonnen werden müssen."

08. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • br-online.de

Es zeugt von gewissen Mut, den israelisch-palästinensischen Konflikt zum Gegenstand einer trashigen Komödie zu machen, schreibt Olaf Schneekloth. "Allerdings vermeidet es der Film, jemandem wirklich auf den Schlips zu treten, und löst sich schließlich in seichtes Wohlgefallen auf. Dem letzten, völlig wirren und misslungenen Drittel der Komödie merkt man zudem deutlich an, dass hier gleich drei Drehbuchautoren am Werk waren, die sich ganz offensichtlich verzettelt haben."

01. August 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • epd-film 08/2008

Barbara Schweizerhof findet Adam Sandlers Humor doof, amüsiert sich trotzdem köstlich. "Viel Witz schlägt Sandler aus den Szenen mit Frauen fortgeschrittenen Alters, denen Zohan anzügliche Komplimente macht, um dann leidenschaftlich mit ihnen Sex zu haben. Interessanterweise geht der Humor dabei nie auf Kosten der Frauen, im Gegenteil, selten durfte diese im Kino oft missachtete Altersschicht auf so liebenswerte Weise sexuelle Genussfähigkeit mit mütterlicher Großzügigkeit vereinen."

28. Juli 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • critic.de

Seine besten Momente hat der Film laut David Wölfle dort, wo deutlich wird, dass er sich "selbst genauso wenig ernst nimmt wie die aufgegriffenen Sujets. Dass etwa der Plot nur als Behelfsgerüst dient, um die einzelnen Lacher und sketchartigen Szenen zusammen zu halten, wird vom hanebüchenen und schrillen Ende geradezu demonstrativ in den Fokus gerückt. Auch in der Form, wie der Nahostkonflikt immer wieder als Nährboden für Gags herangezogen wird, macht der Film deutlich, dass er nicht darauf abzielt, ein politisches Statement zu liefern."

02. Juli 2008 | LEG DICH NICHT MIT ZOHAN AN • Kritik • Der Standard

Willkommen im postheroischen Zeitalter, schreibt Dominik Kamalzadeh. "Die Durchschnittstypen, auf die Sandler ansonsten festgelegt ist, werden hier zugunsten einer exzessiven Kunstfigur verworfen, die ein wenig wie der Gegenentwurf zu Sacha Baron Cohens Borat erscheint: Auch Zohan ist ein wandelndes kulturelles Stereotyp (mit dem Sandler seine jüdischen Wurzeln betont), er radebrecht Englisch, verstößt gegen die gesellschaftliche Etikette, erweist sich insgesamt aber als anpassungsfähiger als sein kasachischer Kollege."

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