Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

BEAUTIFUL BITCH

BEAUTIFUL BITCH

Regie Martin Theo Krieger
Kinostart 14.08.2008

Kritiken • BEAUTIFUL BITCH

14. August 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • Berliner Zeitung

Für Ralf Schenk ist die Exposition "dynamisch und glaubwürdig erzählt, doch bald mutiert der Film zu einem Klischee beladenen Sozialmärchen, das von Szene zu Szene an Wahrhaftigkeit einbüßt. ... Immer deutlicher schiebt sich der politisch korrekt erhobene Zeigefinger ins Bild, bis BEAUTIFUL BITCH vor Didaktik fast birst; die Dialoge werden zunehmend hölzern, psychologische Entwicklungen nur noch behauptet statt begründet. Dass alle Beteiligten von Anfang an fließend deutsch miteinander sprechen, wirkt auch nicht gerade authentisch."

14. August 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • Der Tagesspiegel

Missglückt findet Nadine Lange den Film. "Autor und Regisseur Martin Theo Krieger setzt sein brisantes Thema in Fernsehoptik und leider völlig unglaubwürdig um. So sprechen alle Akteure – sowohl in Rumänien als auch in Deutschland – stets akzentfreies Deutsch. Rassismus existiert nicht. Und Cristu wird trotz seiner Brutalität als sensibler Musiker gezeichnet, der auch mal mit den Kindern am Rhein grillt."

14. August 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • film-dienst 15/2008

Der Film ragt durch erzählerische wie gedankliche Reife aus dem "jungen" deutschen Filmen heraus, meint Horst Peter Koll. "Wie viele deutsche Filme, die sich ambitioniert der Realität zu nähern versuchen, erzählt auch BEAUTIFUL BITCH von den Problemen, der Orientierungslosigkeit, der kompliziert-komplexen Identitätssuche Jugendlicher, dies freilich nicht als stürmische Coming-of-Age-Fabel, sondern als sehr präzise soziale Bestandsaufnahme, die dabei so spannend ist wie ein Krimi und so einfühlsam und sogar zärtlich wie eine improvisiert wirkende Befindlichkeitsbeschreibung von Eric Rohmer."

02. August 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • critic.de

Fahrlässig wird hier mit dicken Pinselstrichen herumgefuhrwerkt, kritisiert Marguerite Seidel. Die Wendungen sind "in der Handlung durch derart platte symbolische Akte und Sprüche markiert, dass der an und für sich glaubwürdig präsentierte Teufelskreis der "Klaukinder" aus Zuckerbrot und Peitsche durch das unverhältnismäßig einfältige Umfeld in Mitleidenschaft gezogen wird: So kündigen Erschießungsspiele mit einer Pistole zu vorhersehbar Unheil an, Schwimmen lernen steht als abgenutzte Metapher fürs Flüggewerden und den Beginn einer neuen Lebensphase. Ähnlich einfallslos gestalten sich auch die Bilder des Films als Häufung von fernsehtypischen Halbnahen- und -totalen."

17. Juli 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • br-online.de

Margret Köhler sah einen Zusammenprall von zwei Welten. Der Regisseur "bemüht sich zu krampfhaft um Aufklärung und "political correctness", die Dramaturgie holpert von Anfang an, um am Ende zu scheitern - vielleicht an seinen zu hohen Ansprüchen oder schlicht und einfach am schwierigen Thema. Nur manchmal gelingt es durch die Natürlichkeit der jungen Darsteller, Kriegers pädagogischen Impetus zu durchbrechen, sie leiden überzeugend am Zwiespalt zwischen aufgezwungener Kriminalität und altersmäßigen Wünschen, dürfen nur einen kurzen Moment mal herumtollen oder von ihren kleinen Träumen erzählen, um dann wieder den Launen des "Patrons" ausgeliefert zu sein."

10. Juli 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • programmkino.de

Aus dem anfangs so leisen und gut beobachteten Kinodrama wird später ein Fernsehfilm, stellt David Siems fest. "Dennoch kann BEAUTIFUL BITCH als Jugenddrama überzeugen, weil es über weite Strecken glaubhaft und unprätentiös die Folgen von rumänischem Menschenhandel zeigt, der indirekt auch eine Folge der Ceaucescu-Diktatur ist. Unter der Schreckensherrschaft war Abtreibung verboten, und so füllten sich die Waisenhäuser mit unerwünschten Kindern, die schon bald ins Visier der Schmuggler gerieten. Am Ende des Films springt Bitch in einen Fluss und schwimmt zum ersten Mal in ihrem Leben – eine bemühte Metapher, die stellvertretend für den etwas kantigen Umgang mit den gewollten, emotionalen Filmmomenten steht."

10. Juli 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel ist durchaus angetan von dem Film: "Ein realistisch wirkender, traumatischer, einem zuweilen den Hals zuschnürender, aufregend inszenierter Film, der wohl ein tatsächliches Phänomen wiedergibt und dieses in vielfältigen Szenen ausgiebig illustriert. Dreien der Beteiligten ist besonderes Lob zu zollen: dem Autor und Regisseur für eine beachtliche Arbeit, dem Darsteller des Cristu (Patrick von Blume) für die Verkörperung seiner abgefeimten Figur und – vor allem – der jungen Katharina Derr, die die Bica spielt. Sie ist so schmerzgezeichnet, zurückhaltend, präsent und glaubhaft, dass man nur staunen kann."

05. Februar 2008 | BEAUTIFUL BITCH • Kritik • Berlinale

Datenblatt der Berlinale.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,35577