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KÜSS MICH BITTE!

KÜSS MICH BITTE!

Regie Emmanuel Mouret
Kinostart 07.08.2008

Kritiken • KÜSS MICH BITTE!

08. August 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Gerhard Midding inszeniert der Regisseur "den Laborversuch um Erotik und Freundschaft mit hintergründigem Bildwitz. Während der Zuschauer anfangs dem Verfertigen des Begehrens beim Reden zuschaut, entdeckt er lauter klassische Schäfermotive an den Wänden der bildungsbürgerlichen Wohnung Julies. Dessen Ausbruch filmt Mouret vor listig drapierten Schildern, die vor giftigen Pilzen und toxischen Substanzen warnen. Er gibt die Figuren indes nicht der Ironie preis, sondern umfängt sie vielmehr liebevoll mit ihr. Die Verwirrung der Gefühle übersetzt er in zarten Slapstick."

07. August 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • Die Tageszeitung

Der Film macht keinen Hehl daraus, dass er eine filmische Versuchsanordnung sein will, schreibt Anke Leweke. "Die gediegene Ausstattung mit hellen Farben und spärlichen Möbeln verstärkt zudem den Eindruck eines sterilen Experimentierzimmers. Die Kamera bewahrt Distanz und beschränkt sich auf die Registrierung von Gefühlsschwankungen. Und da wir uns in der gehobenen Gesellschaftsschicht bewegen, bleibt der Gefühlshaushalt von sozialen Alltagsfragen verschont. Ob man den Film nun mag oder nicht mag, ob der aufdringliche Einsatz klassischer Musikstücke (von Franz Schubert über die Traviata-Ouvertüre zur Nussknackersuite) den Hang zum Kunstgewerbe oder die Gefühle unterstreicht - eines ist sicher: Emilies Beweisführung ist geglückt. Ein Kuss ist ein Kuss ist ein Kuss!"

07. August 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • Der Tagesspiegel

Zart und klug nennt Kerstin Roose den Film. "Die dramaturgisch schöne Idee allerdings bringt den Film in eine Schieflage. Warum die möglichen Konsequenzen eines Kusses ausgerechnet an einer Begegnung entfalten, die von Beginn an gezielt darüber hinausgehen sollte? Irritierend auch, dass Julie und Nicolas ihr Begehren so rasch Liebe taufen. Schade zudem, dass ein Film, der sich gegen die Harmlosigkeit des Küssens und Liebens ausspricht, selber so harmlos bleibt: All die Sinnlichkeit, aus der Julies und Nicolas’ Liebe ihre Kraft schöpft, verharrt im Gestus der Behauptung. Charmant ist KÜSS MICH BITTE! dennoch."

07. August 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • Der Spiegel

Peter Luley sah mundgerechte Sommer-Romantik. "Dass Mouret für sein musikalisch mit Schubert, Mozart und Tschaikowski unterlegtes Kammerspiel ein überzeugendes Finale samt überraschender Verbindung zwischen den Erzählebenen findet, zeichnet das Werk besonders aus. Am Ende hat man ein sommerleichtes Lehrstück gesehen - und wurde sanft daran erinnert, dass ein Kuss mehr sein kann als ein flüchtiges Lippenbekenntnis."

31. Juli 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • film-dienst 16/2008

Laut Ulrich Kriest geht es hier um Gefühle, kleine, große, falsch usw. "Liebenswert unbeholfen sind die Figuren, die hier den Abgründen ihrer Emotionalität nachspüren. Der Film wirkt zunächst wie eine sehr reduzierte, fast karge Abfolge von Dialogen. Schaut man genauer hin, registriert man eine Vielzahl von Blicken und Miniaturen, die die zentralen Diskurse des Films spiegeln und variieren. Am Schluss hält er außerdem einige schöne Volten bereit, die belegen, dass die Liebe unberechenbar ist."

30. Juli 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • programmkino.de

David Siems mag den Film. Das Scheitern der Protagonisten "ist die wunderbare Umkehrung des klassisch romantischen Dialogs und führt in seiner bewussten Unbeholfenheit zu der komödiantischen Qualität, die man in dieser Form eigentlich nur aus Woody Allens früheren Filmen kennt. Ein in allen Belangen leiser und erhabener Slapstick, der ohne die lauten Momente auskommt, sondern stattdessen all die Unsicherheit und das Unbehagen zur Sprache bringt, wenn sich zwei Menschen gegenüber stehen und nicht wissen, ob sie sich wirklich küssen wollen."

30. Juli 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • programmkino.de

Luftig, spielerisch und amüsant nennt Thomas Engel den Film. "Eine originelle Grundidee mit der Geschichte in der Geschichte, eine geschickte, konsequente Montage, eine sprühende Wortwechsel-Choreographie (die an Eric Rohmer erinnert) und ausgezeichnete Interpreten. Was will man mehr!"

29. Juli 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz fand den leichten Tonfall der Erzählung und die offensichtliche Naivität der beiden Verliebten etwas irritierend. "Doch mit der Zeit schafft es Mouret, der sich selbst einige der köstlichsten Dialoge auf den Leib geschrieben hat, den Zuschauer vollkommen in den Bann zu ziehen – gerade weil er stets dezent bleibt und eher andeutet als zeigt. In Zeiten, die denen das Thema Sex sonst meist mit dem Holzhammer präsentiert wird, ist das allein schon ein kleines Kinowunder und verdeutlicht, wie erhellend es manchmal sein kann, das Thema Nummer Eins ohne jeglichen Voyeurismus und aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Schließlich ist ein Kuss niemals nur ein Kuss..."

17. Juli 2008 | KÜSS MICH BITTE! • Kritik • br-online.de

Margret Köhler ist begeistert: "Was mit dem typisch französischen Hang, alles in viele Worte zu packen beginnt, entwickelt sich zum puren Vergnügen an einfallsreichen Wendungen und umwerfender Situationskomik. Eine bezaubernd leichtfüßige Geschichte über die Konsequenzen eines Kusses und die wundersamen Fallstricke platonischer Freundschaft zwischen Mann und Frau. ... Mit seiner unkonventionellen Inszenierung und der hintergründigen Ironie kann es der Absolvent der berühmten Fémis in Paris bei diesem cineastisch heiteren Höhenflug locker mit dem frühen Woody Allen und dessen liebenswerten Neurotikern aufnehmen."

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