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FACTORY GIRL

FACTORY GIRL

Regie George Hickenlooper
Kinostart 07.08.2008

Kritiken • FACTORY GIRL

07. August 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Sebastian Preuss nutzt der Regisseur den "glamourösen Stoff weidlich aus und verleiht dem Film selbst den typischen Warhol-Look. Mit schnellen Schnitten und viel Musik, durchsetzt von körnigen, unscharf gedrehten Szenen im Stil von Warhols Filmästhetik schafft er einen optischen und akustischen Sog in diese legendäre Zeit. Das ist schön anzuschauen, ja zuweilen mitreißend wie ein hervorragender Video-Clip, aber darin liegt auch das Hauptproblem des Films. Denn die Charakterzeichnung vor allem von Sedgwick und Warhol bleibt flach."

07. August 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • Die Tageszeitung

Brigitte Werneburg ist durchgehend enttäuscht: "Statt der Geschichte des "Poor Little Rich Girl" (wie der Warhol-Film von 1965 hieß, in dem Edie Sedgwick erstmals auftrat) nachzugehen, erzählt FACTORY GIRL also Sedgwicks kurzes tragisches Leben als plattes Groupie-Drama, in dem falscher Ruhm, falsche Freunde, Partys und Drogen unweigerlich zum Absturz führen. In das alte Elend von Drogenentzug und Tod durch Überdosis. Leider gibt es dieses platte Drama nicht, auch wenn "Factory Girl" es gerne so hätte."

06. August 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • Der Spiegel

Der Absturz einer Warhol-Muse wird laut Christian Buß als eindimensionale Seifenoper inszeniert. "Die Figurenzeichnung in FACTORY GIRL ist erschütternd eindimensional. Die Idee, ausgerechnet das – tatsächlich oft unterschätzte – Londoner It-Girl Sienna Miller das einstige New Yorker It-Girl Edie Sedgwick verkörpern zu lassen, klingt zwar erstmal gut. Aber letztendlich spielt Ex-Model Miller das Aschenputtel auf Heroin dann doch nur so, als ob sie für eine Junkie-Chic-Fotoproduktion posieren würde. Geradezu unerträglich wird es bei den vielen historisch verbürgten Factory-Sidekicks ... FACTORY GIRL ist so was wie ein Anti-Warhol-Rührstück."

06. August 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • Der Tagesspiegel

Ausgerechnet dieses Film zum 80. von Andy Wahrhol in die Kinos zu bringen ist laut Christina Tilmann kein Geschenk. Dem Regisseur "ist nicht viel mehr eingefallen, als in Rückblenden aus der Psychiatrie die Verfallsgeschichte eines Upper- Class-Girls im ach so gefährlichen New York der 60er zu erzählen. Man wird den Verdacht nicht los, dass er sich mehr für Andy Warhol als für die Person Edie Sedgwick interessiert. Ihr Lebensdrama reduziert er auf eine traumatische Kindheit und Drogenmissbrauch."

31. Juli 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • film-dienst 16/2008

Esther Buss hat nicht viel von Qualität in dem Film gespürt. "Vielmehr wird eine klassische Eifersuchtsgeschichte erzählt – eine Frau zwischen zwei Männern –, indem ein an Bob Dylan angelehnter Folk-Sänger als Konkurrent eingeführt wird (der darf im Film aber wegen einer gerichtlichen Klage Dylans nicht so heißen). Der Sänger steht für das Authentische, Ehrliche, Warhol für den schönen Schein, hinter dem sich nur Leere verbirgt. Diese Verkürzung auf eine Dreiecksbeziehung lässt erneut den Raum allzu eng werden und bleibt völlig im Privaten verhaftet."

25. Juli 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • programmkino.de

Thomas Volkmann findet es überraschend, "welches Bild Hickenlooper hier von Andy Warhol zeigt. Von Guy Pearce als blasse Ikone der Kunstwelt meist mit einer dunklen Sonnenbrille gespielt (was man amüsiert zur Kenntnis nimmt), ist Warhol hier ein menschenverachtendes Monster mit satanischen und sadistischen Zügen, der Menschen wie Edie offenbar nur deshalb um sich schart, um sie für sich, sein Ego und seine Kunst zu gebrauchen, sie dann aber fallen lässt wie faules Obst. Ein Verhalten, das genau besehen aber Warhols Einstellung zu den immer wieder zitierten "berühmten 15 Minuten" nur unterstreicht."

24. Juli 2008 | FACTORY GIRL • Kritik • critic.de

Ulrich Ziemons sah ein weichgespültes Psychodrama. "Der Film lässt Edie aus dem Off ihre Geschichte als Konfession eines gefallenen Mädchens erzählen. In einer Therapiesitzung, die als Klammer des Films dient, legt sie über ihr Leben Rechenschaft ab. Hier verspielt Hickenlooper die Chance, mit Factory Girl etwas über die gegenseitige Beeinflussung von Kunst und Leben, von Mythos und vermeintlicher Realität auszusagen. Stattdessen wird die Legende Edie Sedgwick in ein Biopic-Korsett gezwängt, das als klare Abfolge von schlimmer Kindheit, gestörter Adoleszenz und verkorkstem Erwachsenendasein ihren stetigen Absturz zu erklären versucht."

| FACTORY GIRL • Kritik • kino-zeit.de

Als filmische Biographie über eine faszinierende Frau funktioniert dieser Film nicht, kritisiert Paul Collmar, "als anschauliche Beschreibung der von Narzissmus, Geltungssucht und Unsicherheit geprägten Beziehung zwischen dem Künstler und seiner Muse schon eher. Was dem Anspruch des Films und der Person Edie Sedgwick aber nicht gerecht wird."

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