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JEDER SIEBTE MENSCH

JEDER SIEBTE MENSCH

Regie Elke Groen
Ina Ivanceanu
Kinostart 31.07.2008

Kritiken • JEDER SIEBTE MENSCH

31. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • Berliner Zeitung

Die Mühlen des Fortschritts laufen in China langsam, hat Philipp Bühler gelernt. "Der Film wird beworben als erhellender Einblick in ein unbekanntes Riesenreich kurz vor dessen Auftritt als Gastgeber der olympischen Spiele. Die meisten Szenen allerdings, hat man den Eindruck, hätten seit dem Scheitern der Kulturrevolution in jedem anderen Jahr genauso gedreht werden können. Noch immer bestimmen staubige Straßen und verrostete Gerätschaften das Bild. Noch immer skandieren Schulkinder martialische Phrasen über den Heldentod fürs Volk. (Um sich danach mit derselben deklamatorischen Wucht dem Schuhebinden zu widmen!)"

31. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • Neues Deutschland

Detlef D. Pries hat einiges über das Land gelernt. "Der aufmerksame Betrachter erfährt in diesem Film mehr über chinesische Familienplanung, das harte Los von Wanderarbeitern, über Testläufe der Demokratie oder die Sorgen um das Schrumpfen der Ackerfläche als in mancher umfangreichen politischen Analyse. Denn er lernt China aus der Perspektive derer kennen, die das Land und seine Kultur seit Jahrtausenden prägen, aus der Sicht jedes siebten Menschen."

31. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • artechock.de

Die Filmemacherinnen sind keine China-Experten, weiß Rüdiger Suchsland. Hhr Blick "ist also offen und unbefangen, unspezialistsch, er ähnelt unserem: Neugierig und verwundert, immer noch staunend über den wunderbaren unbekannten Kontinent, der uns da gerade auf der anderen Seite der Welt erschlossen wird, und der unsere Zukunft verändert. ... Die überraschendste Erkenntnis ist aber, wieviel Diskussion, Demokratie und Selbstbestimmung es in den Dörfern gibt. Vielleicht kommt die nächste Revolution des "Bauernstaates China" aus den Provinzen."

29. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • filmz.de

Linksammlung bei filmz.de

27. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • film-dienst 16/2008

Interessant, aber etwas eintönig nennt Hans Messias den Film.
Die Regisseurinnen arbeiten mit der Bevölkerung zusammen und es gelingt ihnen mit einigem Fingerspitzengefühl das Land zu charakterisieren, "weshalb immer wieder feine soziale, mentale und kulturelle Unterschiede aufschimmern, die deutlich machen, dass China nicht ausschließlich auf dem großen Sprung in Richtung Turbokapitalismus ist, sondern neu gewonnene Freiheiten auch nutzt, um seine Geschichte und Vergangenheit zu bewahren und eine gewisse Individualität zum Ausdruck zu bringen."

15. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns fühlte "sich des Öfteren an CHUNG KUO_CINA erinnert, Michelangelo Antonionis berühmte Dokumentation von 1972. Beide Filmteams hatten die Möglichkeit, ohne Restriktionen zu filmen, Interviews zu führen und ihr ganz persönliches Chinabild zu zeigen. Der größte Unterschied ist auch der einzige wirkliche Schwachpunkt von JEDER SIEBTE MENSCH: Die Länge. Kaum mehr als 70 Minuten dauert der Film, den drei Dörfern werden jeweils nur 20-25 Minuten gegönnt. Das reicht zwar für einen ersten Eindruck, für Momentaufnahmen, allerdings nicht für mehr."

13. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • kino-zeit.de

"Ohne Zensur und lenkende Eingriffe der Behörden konnten die beiden Filmemacherinnen die Dörfer besuchen und führten dabei auch ausführliche Interviews mit den Bewohnern über deren Träume und Hoffnungen. So entstand ein vielleicht insgesamt etwas kurz geratenes, aber trotzdem beeindruckendes Bild des ländlichen Lebens in Chinas Dörfern zwischen alten Werten und neuen Chancen und Risiken, zwischen den Überbleibseln kommunistischer Planwirtschaft und den "Errungenschaften" der Marktwirtschaft chinesischer Prägung."

01. Juli 2008 | JEDER SIEBTE MENSCH • Kritik • ray-magazin 07/2008

Ernst Pohn staunt als westeuropäischer Individualist "nicht schlecht, wie sehr die vorhandenen sozialistischen Strukturen das Leben jedes Einzelnen prägen. Die von staatlichen Autoritäten ausgegebenen Vorschriften regeln nicht nur gemeinschaftliche Belange, sondern greifen auch stark ins Private ein."

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