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PONYO

PONYO

Regie Hayao Miyazaki
Kinostart 16.09.2010

Kritiken • PONYO

06. August 2010 | PONYO • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl sah eine eigenwillige, optisch einnehmende Variation des Märchens. "Allerdings wirkt dessen zentrales Liebesmotiv – die Liebe des Menschenjungen soll das Leben des Mädchens retten – unter Fünfjährigen ein wenig deplatziert. Ponyo und Sosuke sind den gesamten Film über Spielkameraden und verhalten sich auch dementsprechend zueinander. Diese unschuldige Beziehung zur Liebesgeschichte zu stilisieren wirkt dann doch wie eine Projektion von Erwachsenen. Dabei hätte man so flexibel sein können, die Märchenmotive an das Alter der Protagonisten anzupassen. Eine innige Freundschaft zwischen Ponyo und Sosuke hätte es auch getan."

20. September 2010 | PONYO • Kritik • Die Tageszeitung

Nur mit zarten Gesten kann die Welt gerettet werden, meint Bert Rebhandl. "Wer noch nie einen Film des japanischen Meisters Hayao Miyazaki gesehen hat, wer bisher nur Disney kannte, aber nicht die Ghibli-Studios, in denen PONYO (PONYO Trailer) entstand, wird hier das Staunen lernen. Denn im Reich der Mangas und Animes ist Miyazaki so etwas wie der Richard Wagner, ein Künstler mit weltschöpferischer Kraft, der sich aber auf eine klassische und fast schon altmodische Form beschränkt, nämlich den Zeichentrickfilm alter Schule. Das Wort Trickfilm weist dabei fast in die falsche Richtung, denn Tricks braucht es hier nicht, nur die Striche und Farben, in denen die Fantasien von Hayao Miyazaki Gestalt annehmen."

16. September 2010 | PONYO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Susanne Ostwald zeigt sich Anime-Altmeister Hayao Miyazaki mit PONYO (PONYO Trailer) auf der Höhe seiner Kunst. "Das Meer ist nicht nur Mittelpunkt der Handlung, sondern agiert als eigener Charakter, ein vielgestaltiges Wesen mit eigenem Willen und magischen Kräften. Dieser Naturmystizismus und seine fulminante visuelle Gestaltung machen Hayao Miyazakis Werke immer wieder zu einem solchen Ereignis. Die sinnverwirrende Dynamik der Bilder ist überwältigend. Und es ist nicht nur der in Japan gepflegte Kult des Kitsches und des Infantilen, der den Animes innewohnt, denn die Einflüsse sowohl des amerikanischen Zeichentricks – auch auf Pop-Künstler wie Takashi Murakami – als auch die des deutschen Expressionismus – etwa in Animes wie der Fritz Lang-Hommage METROPOLIS (2001) von Rintaro – sind unübersehbar."

16. September 2010 | PONYO • Kritik • perlentaucher.de

Hayao Miyazaki erfindet sich nicht neu und hat das nicht nötig, schreibt Ekkehard Knörer. "Mit der Freiheit des Meisters setzt Miyazaki in seiner großen Verwandlung der Welt, in der sich Land und Meer am Ende durchdringen, das Realitätsprinzip außer Kraft. Es gibt aber, wie die Märchen wissen, kein dauerndes Glück dieser Erde geschenkt. Und also muss Ponyo das Element, dem sie entstammt, hinter sich lassen und wird zum zauberkraftlosen Menschenkind. Im Kreisblenden-Kuss, mit dem PONYO (PONYO Trailer) endet, ist dieser Schmerz inmitten einer - Triumph der Fantasie - nicht restlos zurückverwandelten Welt dann aber doch aufs Schönste aufgehoben als Happy End."

15. September 2010 | PONYO • Kritik • Der Tagesspiegel

Sabine Horst ist begeistert: "Regisseur Hayao Miyazaki entfaltet derweil seine eigene Magie: die eines Regisseurs, für den das eigentlich künstliche Anime, die japanische Spielart des Trickfilms, ein natürliches Milieu darstellt, und der es geschafft hat, das Unwahrscheinliche, vollkommen Märchenhafte mit einer realistischen Sicht auf die Menschen, ihre Arbeit und ihre sozialen Beziehungen zu verbinden."

15. September 2010 | PONYO • Kritik • Frankfurter Rundschau

PONYO (PONYO Trailer) feiert laut Daniel Kothenschulte das handgemachte Kino. "Anders als in früheren Interpretationen der "kleinen Meerjungfrau" wählt Hayao Miyazaki eine rein kindliche Perspektive, er erzählt von der Liebe kleiner Kinder. Und mit dem kindlichen Sinn für das, was zusammen gehört, wollen Ponyo und ihr kleiner Freund schließlich versöhnen, was längst entfremdet ist – Natur und Zivilisation. Die stärkste und originellste Filmfigur ist jedoch nicht Ponyo, sondern das Meer. Animation bedeutet nichts anderes als eine Verlebendigung, die sich im Meeresmotiv am Urgrund des Lebens selbst abarbeitet."

15. September 2010 | PONYO • Kritik • textezumfilm

"Obwohl sich in PONYO (PONYO Trailer) die Figuren nicht so komplex ausnehmen wie etwa in Chihiros Reise ins Zauberland (Chihiros Reise ins Zauberland Trailer) und auch das Drehbuch nicht den anfangs vorgelegten Rhythmus über die gesamte Filmdauer beibehalten kann, besticht der neue Film vom japanischen Altmeister durch die in bunten Farben und präziser Zeichnung wiedergegebene, zauberhafte Freundschaftsgeschichte sowie durch Joe Hisaishis Musik, die den Erzählrhythmus und insbesondere die Meeresbewegungen meisterhaft unterstützt. Bemerkenswert ist in PONYO (PONYO Trailer) ebenfalls die Darstellung der Familie, die sich von der süßlichen, heilen Welt der meisten Hollywood-Kinderfilme wesentlich unterscheidet."

14. September 2010 | PONYO • Kritik • filmgazette.de

Harald Mühlbeyer sah "ein fantastisches Abenteuer, eine witzig erzählte Geschichte von Freundschaft, die sich ganz auf ihr kindliches Publikum einlässt, die auch familiäre Probleme nie außen vor lässt – die hektische Mutter von Sosuke mit ihrem höchst rasanten Fahrstil, der Zorn von Ponyos Vater, der nur ihr Bestes will. Ein Film, den wirklicher Zauber umhüllt."

14. September 2010 | PONYO • Kritik • film-dienst

PONYO (PONYO Trailer) erinnert Jörg Gerle "eher an unbeholfene Kinderzeichnungen als an lebensechte Animationen. Solch formale Vereinfachung steht freilich im deutlichen Gegensatz zu den Inhalten seiner überbordenden Geschichten, die neben Spannung und Abenteuer wie selbstverständlich auch ernste Botschaften vermitteln. Auch über Hayao Miyazakis sehr freier Adaption von Hans Christian Andersens Märchenklassiker "Die kleine Meerjungfrau" steht die Mahnung, in Einklang mit den unzähmbaren Kräften der Natur zu leben und die Schöpfung zu respektieren. Ganz nebenbei werden auch andere Probleme thematisiert."

11. September 2010 | PONYO • Kritik • schnitt.de

Daniel Bickermann ist begeistert. "Vor allem Ponyo ist ein derart liebenswerter Wonneproppen, immer etwas entdeckend, immer staunend über diese Welt der Menschen – sie ist das ultimative Kind. Es sind diese magischen kleinen Entdeckungen, die diesen Film so unendlich zauberhaft machen: der Honig im Tee, der Geschmack einer Scheibe Schinken, oder die unglaublichen dreißig Sekunden, die sich Hayao Miyazaki Zeit nimmt, um das kleine Mädchen Ponyo dabei zu beobachten, wie sie zögerlich einen Generator anschaltet und dann über das Ergebnis strahlt und tanzt."

01. Juni 2010 | PONYO • Kritik • Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Überblick zum Film auf moviepilot.de

06. September 2008 | PONYO • Kritik • Berliner Zeitung

Bezirzt hat der Film. Anke Leweke. "Der Japaner greift Hans Christian Andersens Märchen von der kleinen Meerjungfrau auf und überführt es in eine beunruhigende, von lebenden Tsunamis, frechen Fischen und Meeresprinzen bevölkerte Welt. Wieder fließen bei Miyazaki Gut und Böse ineinander, wieder verwandeln sich seine fantastischen Kreaturen sekundenschnell vom süßen Wesen zum Monster. Ponyo - das ist Pop-Art, exzentrischer Entwurf und bleibende Festivalvision."

03. September 2008 | PONYO • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tillmann ist überaus angetan: "Man muss schon ein Meister sein wie Miyazaki, um eine Naturkatastrophe, das Märchen von der kleinen Meerjungfrau und Elemente aus FINDET NEMO zusammenzubinden. Der Goldfisch Ponyo jedenfalls, der aus Freundschaft zum fünfjährigen Sosuke beschließt, ein Mensch zu werden, hat das Publikum bezaubert: ein rothaariger Pumuckl, der die Menschenwelt erforscht."

03. September 2008 | PONYO • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald schreibt begeistert: "Miyazaki zündet ein visuelles Feuerwerk, dessen Einfallsreichtum und Kraft das Publikum in seinen Bann schlagen. Vor drei Jahren hat er in Venedig einen Goldenen Löwen für sein Lebenswerk erhalten. Sollte das Festival in seiner zweiten Halbzeit auf dem bisherigen Niveau verharren, darf Miyazaki sich wohl jetzt schon auf eine weitere güldene Katze freuen."

01. September 2008 | PONYO • Kritik • Der Standard

Laut Dominik Kamalzadeh überträgt der Regisseur die alte Geschichte "auf ein zeitgenössisches Szenario, mit etlichen Echos ökologischer Missstände und einer weisen Botschaft für die Menschheit. Es sind aber letztlich die Bilder und szenischen Auflösungen, welche diese Themen so hinreißend transportieren - gleich den monoton vor sich hin grummelnden Wellen, auf denen Ponyo in hohem Tempo ihrem Herzenswunsch entgegenjagt. Mizyazakis Kino muss die Welt nicht nochmals erfinden, er kostet sie mit dem Blick eines fünfjährigen Mädchen, das über magische Kräfte verfügt, neu aus."

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