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RACHELS HOCHZEIT

RACHELS HOCHZEIT

Regie Jonathan Demme
Kinostart 02.04.2009

Kritiken • RACHELS HOCHZEIT

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Carmen Böker hat sich fremdgeschämt für die Schwester der Braut. Der Regisseur "nutzt eine pseudo-dokumentarische, flüchtige, wacklige Bilderführung, setzt oft die Handkamera ein, nähert sich über die Totale den handelnden Personen gesichtsnah an, bringt eine nervöse Spannung in die Handlung, wechselt in der Kombination dieser Mittel immer wieder die Perspektive - um schon visuell zu verdeutlichen, dass dieser Film nicht einfach damit enden kann, dass sich alle verhängnisvollen Knoten lösen und alle einander wieder lieb haben dürfen. Die noch größere Überraschung in diesem klugen, weil wahren Film ist aber die Hauptdarstellerin Anne Hathaway."

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Martin Schwickert lobt den Inszenierungsstil. "Das Home-Video-Verfahren ist gewöhnungsbedürftig, aber die Kamera als unmittelbar reagierender Beobachter stellt eine produktive Unübersichtlichkeit her, in der sich das Publikum als Hochzeitsgast immer wieder neu orientieren muss. Demmes Erzählstil und emotionale Intensität erinnern unübersehbar an Thomas Vinterbergs Dogma-Meisterwerk DAS FEST. Allerdings fällt die Analyse der Familienstrukturen hier weniger bitter aus."

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Jenny Lumets unsentimentales, aber anrührendes Script, der gnadenlose Einsatz einer wackeligen Anti-Glamour-Handkamera sowie das Vertrauen in das kontrollierte Chaos eines semi-dokumentarisch auftretenden, zum Improvisieren ermutigten Ensembles, haben Jonathan Demmes bisheriges Filmschaffen auf den Kopf gestellt.", schreibt Heike Kühn. "Waren DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER oder PHILADELPHIA jeweils hoch artifizielle Kraftakte, bei denen jedes Bild zum Zeichen wurde, zeigt sich in der entfesselten Kunst des Zulassens und Gewährens das Leben als Quelle einer ebenso unlogischen wie metaphernfrei wütenden Dynamik."

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • artechock.de

Das eigentlich Großartige an dem Film ist für Rüdiger Suchsland die Schauspieler Anne Hathaway. "RACHELS HOCHZEIT (RACHELS HOCHZEIT Trailer) erinnert zuerst mehr an DAS FEST, weil sich die anfangs harmonische Situation bald zum Familiendrama zuspitzt, doch am Ende, soviel darf man verraten, passiert zwar auch, wie bei Robert Altman ein Autounfall, aber er ist nicht tödlich, sondern wirkt wie ein reinigendes Gewitter, und man denkt, diese Familie müsste bei allem, was geschah, auch auseinanderbrechen. Tut sie aber nicht."

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Junge Welt

Der Film ist so schlau gemacht, daß Tina Heldt "ständig erwartet, es könnte vielleicht doch noch etwas Eindrucksvolles passieren – vergeblich. Was auch seine Vorteile hat. Melodramatische Zuspitzungen werden vermieden; statt zum Eklat kommt es eher zu einer allmählichen Abflachung des Geschehens. Wie im richtigen Leben meist auch."

02. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Spiegel Online

Für Christian Buß ist die Familie aus "Rachels Hochzeit" etwas ganz anderes als erwartet: "Leichthändig unterwandert der Regisseur Jonathan Demme die übliche Analogie von der Familie als Verdrängungsapparat. Die Sippschaft in diesem Drama ist aufgeschlossen und aufgeklärt. Ein amüsanter Haufen von Ostküsten-Ökos - also das Gegenstück zu den spießigen Vorortfamilien, denen man sonst in amerikanischen Mittelstandsporträts begegnet. Die Botschaft lautet: Auch die freisinnigste Umgebung schützt vor Traumata nicht."

01. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Die Tageszeitung

Für Ekkehard Knörer hat Regisseur Jonathan Demme aus einem konventionellen Drehbuch einen exzellenten Film gemacht. "Er verzichtet auf im vorhinein festgelegte Bildkompositionen, schickt Handkameras ins Gemenge, lässt das Filmbild mit Videomaterial wechseln, glättet wenig im Schnitt und gibt einzelnen Szenen viel Zeit auch für Ziellosigkeit. Das ist mehr als nur Oberflächenbearbeitung, was auch für Anne Hathaways Darstellung gilt: Sie entwirft mit tonloser Stimme und zerfahrenen Gesten einen unruhigen Körper und Geist, taumelt, ohne zu übertreiben, zwischen Aggressivität, Fragilität und Selbstmitleid."

01. April 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • epd-film 04/2009

Laut Anke Sterneborg erzählt der Film "auf schmerzlich berührende Weise die Trauer um den Tod eines Kindes und die damit einher­gehenden Eruptionen in ohnehin ange­schlagenen Familienverhältnissen. Und während die einzelnen Familienmitglieder um eine Form ringen, die Vergangenheit und Zukunft versöhnt, liefert in Rachels Hochzeit die Band, die am Rande des Geschehens für die Feier probt, den passenden Soundtrack dazu – mit musikalischen Passagen, die sich nie zu einem ganzen Stück fügen, mit Tönen, die nie zu einer Harmonie finden, und dem wiederkehrenden sehnenden Heulen einer Violine."

27. März 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • film-dienst 07/2009

Franz Everschor ist begeistert. "Ganz wesentlich ist auch die Musik an dem spontanen Eindruck beteiligt, den der Film hinterlässt. Sie ist nicht Hintergrundmusik, hat keine illustrative oder interpretierende Funktion, sondern ist mit großer Beiläufigkeit einfach da, wenn sie in der Handlung gefragt ist. Besonders in den festlichen Szenen und in der ausgelassenen Party am Abend nach der Hochzeit sieht alles, was sich auf der Leinwand abspielt, ungeheuer locker und improvisiert aus. Nur ein Regisseur von großem Format kann all die divergenten Gruppen und Episoden so zusammenhalten, dass sie wie zufällig aussehen, obwohl sie genau das gerade nicht sind. Ein kleiner, aber meisterhafter Film!"

01. März 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel lobt die Hauptdarstellerin. Sie meistert souverän "das enorme Pensum emotionaler Höhen und Tiefen. Selbst wenn letztlich so mancher Konflikt in der ausgelassenen Party-Stimmung untergeht, ist der Film weit davon entfernt, seinen Figuren ein verlogenes Happy End aufzuzwingen. Als Kim wieder in die Entzugsklinik aufbricht, warten viele Wunden weiterhin auf ihre Heilung."

01. März 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel hat zwei anregende Kinostunden erlebt. "Gespielt ist das fabelhaft. Anne Hathaway ist Kym. Seit DER TEUFEL TRÄGT PRADA ist sie eine begehrte Besetzung. Und auch in diesem Film spürt man warum. Die Golden-Globe-Nominierung war kein Zufall. Gut dabei auch Rosemarie DeWitt als Rachel sowie Bill Irwin als den Ausgleich suchenden Vater Paul. Und endlich wieder die lange vermisste, aparte Debra Winger (hier als Pauls geschiedene Frau Abby). "

01. März 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • kino-zeit.de

Joachim Kurz war gefesselt und fühlte sich auf angenehme Weise unterhalten. "Natürlich erinnert die Grundkonstellation von RACHELS HOCHZEIT (RACHELS HOCHZEIT Trailer) ein wenig an Thomas Vinterbergs mittlerweile berühmt gewordenen Dogma-Film DAS FEST. Doch bei aller auch stilistischen Verwandtschaft geht Demme ungleich behutsamer mit seinen Figuren um, lässt ihnen trotz aller Verletzungen und Tragödien Wärme und vor allem Hoffnung, dass die Liebe einer Familie vielleicht doch alles zu überwinden versteht. Am Ende muss Kym zwar wieder zurück zu ihrer Reha. Doch vielleicht, so hofft der Zustand, gibt es für sie und ihre Familie ja doch noch eine Chance, die traumatischen Erfahrungen zu überwinden."

01. März 2009 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • br-online.de

Margret Koehler lobt den Regisseur. "Neben kleinen Sticheleien, großen Streitereien und rigoroser Aufdeckung von Lügen und Geheimnissen lässt Jonathan Demme, der nach DER MANCHURIA KANDIDAT von 2004 mit neuer Kraft zum Spielfilm zurückkehrt, aber Optimismus zu. Er schlägt eine Brücke zwischen den Welten, zeichnet mit den gemischtrassigen Hochzeitsgästen, die sich an indischen Speisen delektieren, ein Amerika, das sich über Hautfarben und Herkunft hinwegsetzt, die individuellen Unterschiede akzeptiert. Und auch ein bisschen Robert Altman schwingt bei dieser "beautiful home movie"-Idee mit. Weinen, Lachen, Tanzen, eine gute Kombination."

06. September 2008 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Leweke findet die Problemfamilie auf ungemein brave und vorbildliche Weise problembeladen. "Nebenbei schafft die Verbindung von schwarzem Bräutigam und weißer Braut, multikultureller Gästeschar, Geigenklängen und hawaianischen Tänzen eine penetrant politisch korrekte Atmosphäre. Die Figuren aller ethnischen Gruppen, denen man in seinem Film begegne, erklärte Demme während der Pressekonferenz, seien seine Idee von Amerika. Erst kürzlich sei ihm bei einer Wahlveranstaltung für Barack Obama ein ähnliches Menschengemisch begegnet. So leicht zieht man einen ordentlichen Applaus an Land."

04. September 2008 | RACHELS HOCHZEIT • Kritik • Der Spiegel

Tragödienkunst, Witz und Bewegung hat Wolfgang Höbel ausgemacht. "RACHEL GETTING MARRIED ist durchaus hemmungsloses amerikanisches Heulkino im schraddeligen Independentlook, aber zugleich ein Kunstwerk an Lässigkeit. Ständig wird hier musiziert, wird geflennt oder sogar mal im Gartenhaus gevögelt, doch sowohl die Darsteller als auch die Musiker verbieten sich jede Zudringlichkeit. Selbst die Songs, die in diesem Film gesungen werden, sind auf eine sympathische Weise eben grade nicht aufpoliert bis ins Letzte, sondern locker hingenudelt wie der ganze Film."

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