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THE HURT LOCKER

THE HURT LOCKER

Regie Kathryn Bigelow
Kinostart 13.08.2009
Genre Drama, Kriegsfilm, Actionfilm

Kritiken • THE HURT LOCKER

12. September 2009 | THE HURT LOCKER • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Andreas Busche verliert die Regisseurin Katryn Bigelow in THE HURT LOCKER (THE HURT LOCKER Trailer) nicht viele Worter: Die Probleme liegen auf der Hand. Sie führt "eine ganze Typologie von männlichen Kriegern vor. Ihr Faible für deren Energien zeigt sich in den Beobachtungen von James: Wenn er in seinem gepanzerten Schutzanzug die leeren Straßen Bagdads heruntermarschiert, hat er etwas Martialisches. Beim Entschärfen wird er, von Katryn Bigelows fiebriger Kamera fetischisiert, dann zu einem Chirurgen, nervenstark, präzise. Krieg ist eine Droge, mit diesem Zitat des amerikanischen Journalisten Chris Hedges eröffnet "Tödliches Kommando". Hierin liegt auch die Tragik von Will James: Die einzige existenzielle Erfahrung des Krieges ist seine tödliche Monotonie."

12. September 2009 | THE HURT LOCKER • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz entdeckte Junkies der Angst. "Dabei erliegt Katryn Bigelow dem Adrenalinkick nicht, dem die Männer im Einsatz mit rüden Sprüchen Ausdruck verleihen, dem Thrill der Gewalt, der im Vorspann benannten Droge des Kriegs. Dafür ist sie viel zu sehr Expertin männlicher Codes. Wenn sie doch einmal eine Patronenhülse in Zeitlupe zu Boden tanzen lässt, dann stilisiert sie weniger, als dass sie die Ästhetik des Waffenfetischismus bewusst zitiert. Katryn Bigelow konzentriert die Spannung in den Augenblick und verlegt sie in die Seelen der drei Soldaten. Ein Psycho-Actionfilm."

07. September 2008 | THE HURT LOCKER • Kritik • Der Spiegel

Der Film drückt laut Wolfgang Höbel mit unglaublicher physischer Wucht auf die Spannungstube. "Bigelow zeigt das Machogehabe dieser Männer, ihre nächtlichen Faustkämpfe in der Kaserne, ihre Angst, vor allem aber den Aberwitz ihres manchmal tödlichen Handwerks. Die wirklich nervenzerfetzende, schlimm aufs Gemüt schlagende Beunruhigung des Films aber entsteht nicht durch die Explosionen, von denen er erzählt, sondern daraus, das die Regisseurin keine politische und keine militärische Partei ergreift: Sie zeigt nur den Kampf einer zufällig zusammengepferchten Männergemeinschaft ums Überleben."

06. September 2008 | THE HURT LOCKER • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Leweke entdeckt den "Kampf mit dem Kriegsmaterial gegen anderes Kriegsmaterial. Hier tritt die Hightech-Ausrüstung der Amerikaner gegen die selbst gebastelten Bomben irakischer Terroristen an. Nicht selten kommt die US-Einheit zu spät. "Der Krieg ist eine Droge" heißt es im Vorspann zum Film. Bigelow lässt keinen Zweifel daran, dass es hier um den Thrill des Todes, den Adrenalin-Schock geht. ... THE HURT LOCKER ist auch ein Film über Männer, denen nur das Selbstbild des ewigen Kämpfers bleibt. In Erinnerung bleiben die menschenleeren und vermüllten Straßen Bagdads mit ihren zerschossenen Fassaden."

05. September 2008 | THE HURT LOCKER • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Cristina Nord hält sich THE HURT LOCKER "nicht mit Reflexionen über die Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit des Krieges auf, genauso wenig interessiert den Film die Perspektive der Iraker. Stattdessen schaut er sich frappierend genau an, was man das Handwerk der Soldaten nennen könnte. ... Derart, dass man lange Zeit nichts anderes sieht als Sanddünen. "Worauf schießen wir eigentlich?", fragt einer der Soldaten. "Ich weiß es nicht", antwortet ihm ein anderer."

05. September 2008 | THE HURT LOCKER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte ist begeistert. "In der Nachfolge der rauschhaften Kriegsfilme von Sam Peckinpah und Samuel Fuller feiert sie die Ausgestoßenen in Uniform - und stürzt den Zuschauer in den gleichen Sog, dem sich diese "wilden Männer" in Uniform verschrieben haben. Mit den filmischen Mitteln operiert sie dabei so souverän, dass ein Oliver Stone vor Neid erblassen wird. Nie verselbstständigt sich ein visueller Einfall, alles fügt sich ein in ein Montagekunstwerk.130 Minuten vergehen in einer Dramaturgie ohne Leerlauf wie im Flug."

05. September 2008 | THE HURT LOCKER • Kritik • telepolis.de

Für Rüdiger Suchsland ist dies eigentlich gar kein Kriegsfilm, sondern ein existentielles, menschliches Drama. "Kathryn Bigelow zeigt keine "bösen" Amerikaner. Sie zeigt auch keine "guten". Gut und böse, das interessiert sie nicht. Und mancher in Venedig schimpfte daher über THE HURT LOCKER, weil Bigelow ihre Verdammung des Irakkriegs, ihre Forderung nach Truppenrückzug auf die Pressekonferenz beschränkte, der Film daneben auf Thesen und Predigten verzichtet und nur Partei für einzelne Menschen ergreift. In ihm geht es gar nicht um Politik - aber genau das ist politisch. Weil es für die Soldaten im Irak auch nicht um Politik geht, sondern ums Überleben."

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