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FIVE MINUTES OF HEAVEN

FIVE MINUTES OF HEAVEN

Regie Oliver Hirschbiegel
Kinostart 17.06.2010
Genre Drama

Kritiken • FIVE MINUTES OF HEAVEN

13. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Laut Nino Klingler werden hier "disparate Versatzstücke mit purem Druck zusammengeschweißt. Der Film prügelt bis zuletzt vorwärts, unablässig Haken schlagend, wechselt Stil und Tempo, nie gleicht eine Einstellung der vorangehenden. Das ist extrem kurzweilig, aber auch äußerst zerfahren. Umso verwunderlicher, dass dieses Experiment glückt, dank furioser Regie, dank eines cleveren und gewagten Drehbuchs, dank zweier fantastischer Hauptdarsteller. Es ist Liam Neeson und James Nesbitt hoch anzurechnen, in diesem Bastard von einem Film ununterbrochen standfest zu bleiben. Ihre Präsenz und die ihrer Gesichter erden die Erzählung, bilden die Schicksalslinien des Films."

17. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich hätte etwas mehr erwartet. "Hirschbiegel legt immer großen Wert auf ordentliches Inszenierungshandwerk – der Überbau seiner Filme aber scheint ihm zweitrangig. Mal ist die Handlung komplett widersprüchlich (INVASION (2007) (INVASION (2007) Trailer)). Mal oszilliert er unentschieden zwischen dem Verdammen von Gewalt und der visuellen Lust an ihr (DAS EXPERIMENT). Mal kokettiert er gar mit der Geschichtsverharmlosung (DER UNTERGANG). FIVE MINUTES OF HEAVEN (FIVE MINUTES OF HEAVEN Trailer) wirkt vor allem naiv. Zur Bewältigung historischer Traumata schlägt er eine kathartische Haudrauf-Lösung vor: Männer, poliert euch mal richtig die Fresse, dann wird alles gut! Wenn die Sache bloß so einfach wäre."

17. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • Berliner Zeitung

Julia Teichmann schreibt folgendes: "Bei den Aufnahmen zur TV-Show, in den Ritualen von Make Up, Kameraposition, Wiederholung erstarrt hier das Motto zur reinen Worthülse, und es wird klar, dass es "Wahrheit und Versöhnung" niemals geben kann - am wenigsten medial vermittelt, im Rahmen einer Fernsehshow oder eben eines Spielfilms. Damit ist auch klar, was in FIVE MINUTES OF HEAVEN (FIVE MINUTES OF HEAVEN Trailer) nicht passiert: Es wird keine simplen Lösungen geben für einen schrecklichen Konflikt zwischen Nachbarn, Familien, Kollegen. Niemand wird sich um den Hals fallen und nach Hause gehen. Höchstens im übertragenen Sinne."

17. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • texte zum film

"Zeigt sich das Drehbuch nicht immer sehr überzeugend, so setzt der Film insbesondere auf die Kraft der zwei großen irischen Schauspieler Liam Neeson und James Nesbitt, wobei letzterer dem Zuschauer durch sein intensives Spiel in Paul Greengrass’ BLOODY SUNDAY (2002) noch gut in Erinnerung geblieben ist. Während James Nesbitt seinen Joe als irrational, ja fast hysterisch verkörpert, gestaltet Liam Neeson den Part des geläuterten Täters ruhig-abgeklärt, zeigt aber auch eine innere Zerrissenheit, die von der Zeit nicht geheilt werden konnte."

16. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • Deutschlandradio

"Ein aufwühlender Film, ein packender Menschen-Thriller, ein verbaler Horrorfilm. Was Gewalt mit Menschen lebenslang anstellt, anrichtet, ist das Grundmotiv. Behutsam, zerstörend, aufwühlend, nachvollziehbar, jederzeit. Mit klugen, spannenden "Gedankenaktionen", die unter die Haut gehen, weil die Darsteller so intensiv spielen in einer unglaublich aufregenden körpersprachlichen Dauerbewegung, fiebrig, nervös, kaputt, hoffend, bangend, wütend, deprimierend, als zerfressende An-Spannung, die permanent präsent ist, permanent. Eine sensible, dichte Wut-Trauer-Performance. Mit viel dichtem Suspense-Gefühl und Suspense-Geschmack."

16. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte findet es "bestürzend, wie viel Mühe in die Recherche eines authentischen Hintergrunds fließen kann, und wie leicht dann alles in einer blödsinnigen Auflösung verspielt ist - durch eine falsche Idee vom Genrekino, das ohne Stunts und äußere Dramatik nicht auszukommen meint. Warum es am Ende überhaupt zu einer Annäherung der Männer kommt, erschließt sich nicht. Und noch weniger stellt man sich der politischen Dimension einer solchen Aufarbeitung oder den gesellschaftlichen Tabus. Terrorismus lässt sich eben nicht allein durch den "human touch" aufarbeiten."

16. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer kann dem nicht viel abgewinnen. "Spannungsgenres rumoren überdies sinnlos im Kammerspiel. Immerzu schleicht die Kamera, schleicht und schleicht, wie ein Erzähler, der ständig aufmerksamkeitsheischend flüstert. Sie flüstert um Ecken, sie flüstert durchs Haus, sie flüstert so laut. Ist ja auch ein wichtiger Film: Versöhnung, Wahrheit, Rache, Nordirlandkonflikt. Ba bla bla: sind so große Worte. Das Leben geht nach Fensterflug weiter: Therapie, Tränen. Am Ende Kameradraufblick. Es ist vollbracht: Stein ist erweicht. Kamera flüstert Familienidyll."

12. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • filmtabs.de

"Sehr spannend spielt Regisseur Oliver Hirschbiegel diese hochdramatische Situation aus. Von Anfang an sind Hass und Gewalt packend und erschreckend. Die Charakterisierung der Personen gelingt auf den Punkt, wie Alistair/Liam Neeson kurz vor der Ankunft seine Sonnenbrille aufsetzt, erzählt mehr als andere Filme in drei Teilen. Nebenbei werden noch die TV-Macher demontiert und die inszenierten Gefühlen solcher Formate vorgeführt. Es ist eindrucksvoll, was Oliver Hirschbiegel inszenatorisch drauf hat, was ihm gelingt, wenn er sich nicht mit unsäglichen Stoffen wie dem DER UNTERGANG abgibt."

10. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • film-dienst

Für Jens Hinrichsen spiegeln die "Action- und Suspense-Elemente durchaus das Rachebedürfnis, das Joe Griffins Wahrnehmung beherrscht – eine Tunnelperspektive, die auf den Reflexionsebenen des Films (vor allem während Littles inneren Monologen) immer wieder konterkariert und mit der finalen Wendung ad absurdum geführt wird. Mit einem allzu subtilen Vorgehen hätten Guy Hibbert und Oliver Hirschbiegel ihr Thema womöglich sogar verfehlt – schließlich erzählt FIVE MINUTES OF HEAVEN (FIVE MINUTES OF HEAVEN Trailer) von der zyklischen Natur der Gewalt; insofern spricht einiges dafür, den Thrill und die Faszination, die brachiale Lösungen ausstrahlen, in die Dramaturgie einzubeziehen. Immerhin wirkt der Film weit länger nach als fünf Minuten."

10. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • br-online.de

Ein geschickt konstruiertes, sehenswertes Drama sah Harald Steinwender. "Wie in den vorangegangenen Filmen Oliver Hirschbiegels beeindrucken Sounddesign, Kameraarbeit und Ausstattung durch Präzision und Lokalkolorit. Als Schwäche des Politdramas erweist sich allerdings die Schauspielerführung. Während Liam Neeson wie gewohnt souverän spielt, tendiert James Nesbitt zum exaltierten Überspielen und bühnenhaften Deklamieren. Gerade dieses darstellerische Ungleichgewicht lässt den geschickt konstruierten und frei auf realen Figuren basierenden Film mitunter aus der Balance geraten. Höchst sehenswert bleibt das beim Sundance Filmfestival mit einem Regiepreis ausgezeichnete Drama dennoch."

01. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • programmkino.de

Dieter Oßwald schaut auf die Darsteller. "Dass diese psychologische Rechnung aufgeht, liegt an den überzeugenden Akteuren Liam Neeson und James Nesbitt, die mit minimalem Einsatz maximale Wirkung erreichen. Trotz reichlich Dialogen verkommt das Schuld und Sühne-Drama nicht zum Kammerspiel, sondern gerät zum enorm spannenden Thriller, dem zu keiner Minute die dramaturgische Luft ausgeht. Oliver Hirschbiegel setzt gekonnt auf suspense und bekam für seine clevere Inszenierung nicht umsonst den Regiepreis beim renommierten Festival von Sundance. Seinen grässlichen Nicole Kidman-Flop INVASION (INVASION Trailer) hat Oliver Hirschbiegel damit mehr als ausgebügelt."

01. Juni 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • programmkino.de

Nicht in jeder Phase dramaturgisch gleich stark ist der Film, kritisiert Thomas Engel. "Doch auch deshalb sehenswert, weil Liam Neeson (Alistair) und James Nesbitt (Joe) ihre Rollen großartig interpretieren. Man wird als Zuschauer gepackt und nicht mehr so schnell losgelassen – auch wenn einem der Nordirland-Konflikt relativ fremd ist. Die in Ulster Betroffenen müssen das noch mehr spüren."

01. Mai 2010 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • Five Minutes of Heaven

Überblick zum Film auf moviepilot.de

02. Oktober 2009 | FIVE MINUTES OF HEAVEN • Kritik • outnow.ch

"FIVE MINUTES OF HEAVEN (FIVE MINUTES OF HEAVEN Trailer) ist ein ruhiger Film über die Themen Mord, Rache, aber auch Vergebung mit interessanten Diskussionsansätzen. Zudem ist das Werk an einigen Stellen so unerträglich spannend, dass man beinahe die Sitzlehnen des Kinosessels beschädigt. Das Thema Rache wurde schon oft im Film thematisiert, aber selten so eindringlich und ehrlich."

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