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DER BAADER MEINHOF KOMPLEX

DER BAADER MEINHOF KOMPLEX

Regie Uli Edel
Kinostart 25.09.2008

Kritiken • DER BAADER MEINHOF KOMPLEX

09. Oktober 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Berliner Zeitung

Für Boris Herrmann ist der Film an allen Fronten gescheitert. "Dieser Film werde schonungslos die Realität abbilden, hieß es. Er werde den Tätern die Heldenmaske vom Gesicht reißen, hieß es. Er werde die Nachkriegsgeschichte neu definieren, hieß es. Und er werde natürlich den nächsten deutschen Oscar gewinnen. Zunächst einmal hat der große Bernd-Eichinger-Entmythologisierungsfilm dem Mythos also keineswegs geschadet. Er hat ihn vielmehr zu neuem Leben erweckt. Wenn man nun nach zwei Wochen blutigem Reality-Kino eine erste Zwischenbilanz zieht, darf man festhalten, dass dieser Film bislang in jeder Hinsicht gescheitert ist."

26. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Jungle World

Einen gigantischen Verschleiß an deutschen Stars hat Martina Mescher ausgemacht. "Das Filmpersonal taucht auf und verschwindet, viele Figuren sind nur schwer mit ihren realen Vorbildern zu identifizieren. Wazu überhaupt diese Starbesetzung, wenn der Film seinen Darstellern nur ein Minimum an Zeit gönnt? Stipe Erceg bleiben gefühlte drei Minuten für seinen Holger Meins. Der Hungertod gerät zu einer eindrucksvollen Jesus-Ikonografie, im Zusammenhang mit der hektischen Überleitung zur Botschaftsbesetzung in Stockholm, wirkt das einfach nur irritierend. Mit Ausnahme von Ulrike Meinhof wird auch den Hauptfiguren wenig Raum gegeben."

26. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • telepolis.de

Inhaltlich brav, äußerlich aufgemotzt ist der Film für Rüdiger Suchsland. "Jedenfalls ist der Film professionell gemacht, klar. Aber das ist wohl auch das Mindeste, was man von der mit über 20 Millionen Euro teuersten Produktion der deutschen Filmgeschichte erwarten darf. Er ist gut inszeniert. Hier, nicht im Drehbuchschreiben, liegt seit jeher die eigentliche Kunst Eichingers, der seine unter ihm agierenden Regisseure im Schneideraum keinen selbstständigen Schritt tun läßt, daher der eigentliche Autor dieses Films ist: Schnell, in rasanten Schnitten und ultrakurzen Szenenfetzen, wird die Geschichte von 1967 bis zum deutschen Herbst 1977 als bewegter Fotoroman und Collage erzählt."

25. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala beschäftigt sich mit der Resonanz auf den Film.

25. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Ein Beleg für schwierigen Kampf um die Erinnerung ist DER BAADER MEINHOF KOMPLEX für Claudia Schwartz. "Die mit Sorgfalt entworfene Kulisse der siebziger Jahre biedert sich nicht an im Retro-Chic; die Dialoge halten sich weitgehend ans faktisch Überlieferte. Obschon dieses Kinowerk weder an der sozial-historischen noch an der individuell-biografischen Dimension des Themas interessiert ist, wird hier weder eine Remythologisierung der RAF betrieben noch Effekthascherei, die sich aus dem Thrill von Banküberfällen, Rasterfahndung und Anschlägen naturgemäss gewinnen liesse. Edels Regie unterwandert das Action-Genre konsequent, indem er die Perspektive immer dann wechselt, wenn aus der Pose mehr eine Position zu werden droht."

25. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Freitag

Als gewaltigen Geschichtsporno bezeichnet Matthias Dell den Film. "DER BAADER MEINHOF KOMPLEX steht mit seinem Allmachtsanspruch auf die Geschichte am Beginn einer Trivialisierung. Dass die nicht ausbleiben würde, stand zu erwarten; sie wäre nur leichter zu ertragen, wenn der Film aus PR-Gründen nicht mehr von sich behaupten würde. Die angeblich unterbelichtete Gewalttätigkeit der RAF wird durch das endlose und laute Geballer jedenfalls nicht plötzlich offenbar. Vielmehr hat man den Eindruck, den Machern von Der Baader-Meinhof-Komplex kommt zupass, dass es im Lande der Innerlichkeit auch mal ein bisschen Action gegeben hat."

24. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh veröffentlicht eine Montage aus zwei Gesprächen mit Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel.

24. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Spiegel

Christoph Schwennicke beschäftigt sich mit dem Marketing zum Film: Fehlt nur noch Andreas Baader als Wackel-Figur fürs Auto. "In Bernd Eichingers Film DER BAADER MEINHOF KOMPLEX feiert das System seinen endgültigen Triumph über diejenigen, die ihren wahnhaften Kampf als Revolutionsversuch gegen eben jenes System verstanden haben. Das Kino-Konsum-Event hat die RAF verschluckt und verschlungen, rülpst satt und zufrieden und genehmigt sich darauf ein Gläschen Champagner oder ein Näschen Kokain im Grill Royal."

24. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • film-dienst 20/2008

Virtuose Action macht bei diesem Sujet keinen guten Film, meint Reinhard Lüke. "Im Vorsatz, den Mythos RAF durch exzessive Gewaltdarstellungen zu entzaubern, läuft der Film Gefahr, einen neuen zu schaffen. Von den politischen und gesellschaftlichen Kontexten weitgehend befreit, erscheinen die Terroristen hier als eine Bande von Outlaws, die plündernd, Kette rauchend und mordend durch die Lande ziehen. Jüngere Zuschauer, die die Zeit nicht mehr erlebt oder sich mit dem Thema beschäftigt haben, dürfte diese mit großem Getöse als "defintiver RAF-Film" vermarktete Produktion jedenfalls gänzlich ratlos zurücklassen."

23. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Vanity Fair

Sven Michaelsen und Andreas Rosenfelder interviewen Stefan Aust und Bernd Eichinger über ein Kapitel deutscher Geschichte, in dem jeder der beiden auch selbst eine Rolle spielte.

22. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • critic.de

Die Motivationen bleiben im Dunkeln, kritisiert Sascha Keilholz. "So behauptet der Film in seinem Verfahren der Annäherung, Anpassung, Angleichung an historische Bilder und Figuren, Zusammenhänge abzubilden. Tut er aber nicht. Er ist so nah dran, so 1:1, dass kein Freiraum bleibt. Die Überblendung von Rolle und Figur, von Szene und Bild erdrückt. Schlimmer noch: Durch Fehlbesetzungen wie die Moritz Bleibtreus als Andreas Baader und Nadja Uhls als Brigitte Mohnhaupt verzerrt der Film die historischen Figuren ins Lächerliche. Edel und Eichinger zeigen Baader vor allem als Witzfigur. In einer Italien-Szene wird das ganz deutlich. An deren Ende flucht Bleibtreu, wie man es von Baader kennt. So lächerlich Baaders Auftreten zum Teil auch gewesen sein mag, das Derbe, Brutale seines Charakters kann Bleibtreu nur behaupten."

22. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • kino-zeit.de

Wie Silvy Pommerenke feststellt, haben sich die Jugendfreunde Eichinger und Edel "bewusst entschieden, den Film nicht exemplarisch an einer Figur zu erzählen und lassen dadurch keinen Raum für Identifikationsflächen zu. Außerdem wirken sie damit einer Mythenbildung entgegen, denn keine der Figuren wird glorifiziert oder besonders heldenhaft dargestellt. Das wird letztendlich auch den Angehörigen der Opfer gerecht, die den Film vorab gezeigt bekamen, sich durchgehend positiv über die Darstellung äußerten und das Andenken der Getöteten nicht gestört sehen."

22. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns kritisiert die fehlende Haltung der Filmemacher. "Sie zeigen bis ins kleinste Detail penibel ausgestattete Sets, zeigen die Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten, vermeiden tunlichst jede Form von Sympathiebekundung, Verdammung und "Prada-Meinhof"-Ästhetisierung und verlieren sich letztlich zwischen den Stühlen. DER BAADER MEINHOF KOMPLEX ist politisch korrektes Kino, das niemandem zu Nahe treten will. Er ist ein Film, der glaubt, die pure Aneinanderreihung von Szenen mit fraglos faszinierenden Personen, Ereignissen und Überlegungen, würde automatisch großes Kino ergeben."

20. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow hat mit Stefan Aust über über sein Verhältnis zur RAF, Wurzeln des Terrorismus und die Distanz des Reporters gesprochen.

20. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Die Tageszeitung

Cristina Nord fragt sich, warum die RAF so fasziniert: "Ein weiterer Grund, warum die RAF verlässlich Erregungszustände hervorruft, ist der, dass bei ihr die Lagerbildung so gut funktioniert wie bei kaum einem anderen Gegenstand. Zu bestimmen, was rechts und was links ist, wird immer schwieriger. Doch wenn es um die RAF geht, tritt die alte Unterscheidung plötzlich wieder in Kraft."

20. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Die Tageszeitung

Historisch genau rekonstruiert dieser Film nach Stefan Austs Buchvorlage das Geschehen, meint Andreas Fanizadeh. "Herausgekommen ist ein BAADER MEINHOF KOMPLEX, ein Film, der die Geschichte, anders als im Sülz deutscher Betroffenheitsnachdenklichkeit lange üblich, über die Handlung erzählt und es dabei schafft, vielschichtig zu bleiben. Und man darf auch lachen, so zum Beispiel über einen pathetisch-kindischen Andreas Baader, der von Moritz Bleibtreu charismatisch dargestellt wird."

19. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Spiegel

Als Eventkino ohne Impetus bezeichnet Andreas Borcholte den Film; hinter Action und Filmfinesse verbirgt sich eine Historienlektion ohne Haltung. "Nach Hitlers UNTERGANG wird nun also der deutsche Terrorismus "vereichingert". Das bedeutet: Man nehme alle irgendwie angesagten Gesichter der deutschen Kinolandschaft und stecke sie in einen millionenschweren Film voll beeindruckender Schauwerte, der dem Publikum mit krassen Bildern und schönen Farben vorgaukelt: Ja, so könnte es gewesen sein, damals. Und wenn die Presse mitspielt und ordentlich Beifall klatscht für diese Art Doku-Fiktion im Spielfilmformat, dann klappt's auch an der Kinokasse."

19. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Standard

Bert Rebhandl musste schon genau hinsehen, um die historische Position zu erkennen, die Eichinger und Co selbst einnehmen. "Sie rechnen nicht so sehr mit den Terroristen selbst ab (die sie vielmehr mit einem Starangebot idolisieren), sondern mit allen Versuchen, den deutschen Terrorismus als Phänomen und Symptom zu denken. ... Die Unterschlagung aller Diskurse ist umso auffälliger, als in der Figur des Bundeskriminalbeamten Horst Herold ein großer Kommentator aufgebaut wird. Da Bruno Ganz kürzlich für Eichinger in DER UNTERGANG auch schon Adolf Hitler gespielt hat, kommt es stellenweise zu komischen Rückkopplungen. Da wie dort ging es um einen seltsamen Wahrheitsbegriff, dessen Kriterien von der Academy diktiert werden, die in den USA den Oscar vergibt."

19. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Die Zeit

Vor lauter Action verliert DER BAADER MEINHOF KOMPLEX die Zeitumstände aus dem Blick, kritisiert Gerhart Baum. "Beeindruckend in dieser Produktion von Bernd Eichinger ist allerdings die Realitätsnähe, mit der in beklemmenden Szenen die Taten nachgespielt werden. Es ist kein Dokumentarfilm im eigentlichen Sinne, aber ein von realen Ereignissen geprägter Film."

19. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Netzeitung

Laut Kerstin Rottmann reduziert DER BAADER MEINHOF KOMPLEX seine Zuschauer zu Voyeuren von Gewaltexzessen. "Klar, DER BAADER MEINHOF KOMPLEX atmet eben das typische Constantin-Flair, nicht nur wegen der typischen, leider ewig gleichen Promibesetzung (wieder mal Heino Ferch, wieder Alexandra Maria Lara) und der beispiellosen Materialschlacht (gemunkelte 20 Millionen Euro, so dass wirklich "jeder Clark Boots perfekt sitzt", wie Schirrmacher beeindruckt konstatierte). Viel gewollt, und offenbar zu viel vorgenommen hat sich Regisseur Uli Edel da."

18. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Berliner Zeitung

Alles andere als komplex findet Harald Jähner den Film. "Andreas Baader hat es postum geschafft. Er ist der Held eines echten Actionfilms geworden. Es knallt eigentlich andauernd. Nach den trauernden, erklärenden, verklärenden, die politischen Hintergründe beleuchtenden Terrorismus-Filmen kommt nun die puristische Variante, die Konzentration auf die scheinbar härtesten Fakten, das pure Geballer. ... Als wirklich neu an dieser RAF-Darstellung gilt ihren Befürwortern das viele Blut. Man sieht wieder mal genau, was Maschinengewehrkugeln in dem Körper anrichten, den sie zerfetzen."

18. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Tagesspiegel

Extrem laut und unglaublich fern ist das Polit-Drama für Jan Schulz-Ojala. "Keine Idee, nirgends. Kein ernsthafter Versuch einer Interpretation oder gar Analyse jener Zeit. Stattdessen fahrige Abtastung von Oberflächenreizen, dröhnende und lähmende zweieinhalb Stunden lang: DER BAADER MEINHOF KOMPLEX ist ein Actionfilm, der von aufgepeitschter Massenszene zu Massenszene, von Anti-Schah-Demo zu Audimax-Vollversammlung, von Banküberfall zu Explosion zu Flugzeugentführung, von Kugelhagel zu Kugelhagel und schließlich von Leiche zu Leiche jagt."

18. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Tagesspiegel

Andreas Conrad berichtet von der Premiere in Berlin.

18. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte entdeckt wenig gutes an dem Film. "Das Eichinger-Konzept historischer Filme verlangt in erster Linie nach der Repräsentanz bedeutender Ereignisse, nicht nach ihrer Bewertung, Kommentierung oder Überhöhung. Auf strittige Punkte lässt sich der Film nicht ein, Spekulatives findet man kaum. Lediglich bei Brigitte Mohnhaupt (Nadja Uhl), mit der es das Drehbuch überaus gut meint, lehnt man sich ein wenig aus dem Fenster: Als einzige zweifelt sie im Film nicht am Selbstmord der RAF-Führungsriege."

18. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • rationalgalerie.de

Es wird mit jedem weiteren RAF-Film müßiger, daran zu erinnern, dass die RAF, inclusive ihrer Sympathisanten, nur einen winzigen Teil der westdeutschen Linken ausmachte, konstatiert Ulrich Gellermann. "Längst müssen Studenten dieser Tage annehmen, dass die Linke in den Siebzigern durchweg bewaffnet und gewalttätig war, dass der Kampf wesentlich in Westberlin stattfand und der Staat ernsthaft herausgefordert wurde. Nichts von dem stimmt. Der Staat hat die nützlichen Idioten der RAF und die Polizeiaktionen gegen sie als Ersatz für Politik genommen, die absolute Mehrheit der Deutschen hätte die Seile gedreht, hätte man sie zum Hängen eingeladen und der linke Anstrich der RAF resultierte aus der Verneinung politische Wirklichkeit."

17. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Berliner Zeitung

Josef Schnelle hat sich mit einigen Vorläufern des aktuellen RAF-Films beschäftigt. "Zumindest die Terroristen der ersten Generation hatten bei ihren Aktionen mit schnellen Autos und Waffenfetischismus filmische Vorbilder im Sinn, etwa das Gangsterpärchen BONNY AND CLYDE aus Arthur Penns Film von 1967 oder die vergnügt Bomben werfenden Brigitte Bardot und Jeanne Moreau aus Louis Malles VIVA MARIA (1965). Manche Italowestern jener Zeit wirken wie verfilmte oder vorweggenommene RAF-Manifeste und waren in den 1970ern die Hits westdeutscher Programmkinos. Zumindest die Selbststilisierung der Terroristen kommt aus dem Kino - in das sie nun wieder zurückstrahlt mit dem "Baader Meinhof Komplex"."

17. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Tagesspiegel

Saskia Weneit fragt sich, ob der Film den Mythos RAF zerstören kann.

17. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Spiegel

Wie der SPIEGEL meldet, loben und schelten die Söhne zweier RAF-Opfer den Film, Politiker und Medienexperten beanstanden einen Mangel an Geschichtsbewusstsein.

12. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Ist die RAF reif fürs grosse Kino, fragt sich Joachim Güntner und setzt sich mit dem Spiegel auseinander, der den Film in höhsten Tönen lobt. "Schmierenstücke solcher Art haben wir zuletzt gelesen, als es darum ging, Eichingers Produktion DER UNTERGANG als Meisterwerk über Hitlers letzte Tage im Führerbunker zu verkaufen. Hoffentlich ist dieses Mal wenigstens der Film besser als die Publizistik."

12. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Der Freitag

Für Matthias Dell gibt es keinen Fortschritt in der journalistischen Ethik. Der Kritiker bezieht sich ebenfalls auf den SPIEGEL-Artikel. "Die Identifikation von Schauspieler und Rolle ist strafrechtlich vermutlich nicht relevant, aber das totale Reenactment ("illustrierte Geschichte") erfüllt seinen exorzistischen Zweck: "Die erste Garde des deutschen Films" konnte offenbar erfolgreich davor bewahrt werden, in den Untergrund zu gehen."

12. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Die Zeit

Carolin Ströbele gibt einen Überblick über die RAF-Filme: Umstritten waren sie alle.

12. September 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • Netzeitung

Laut Cordula Dieckmann kam Schauspielerin Martina Gedeck aus der Rolle kaum raus.

10. Juli 2008 | DER BAADER MEINHOF KOMPLEX • Kritik • filmz.de

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