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33 SZENEN AUS DEM LEBEN

33 SZENEN AUS DEM LEBEN

Regie Malgorzata Szumowska
Kinostart 13.11.2008

Kritiken • 33 SZENEN AUS DEM LEBEN

13. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Ralf Schenk versucht die Filmemacherin "so genau wie möglich jene Erinnerungspartikel zu rekonstruieren, die aus den Tagen unmittelbar um den Verlust eines Menschen im Gedächtnis zurückbleiben. Dabei graben sich neben dem Schmerz auf seltsame Weise auch Banalitäten und groteske Details ein. Die Regisseurin findet für diesen Umstand starke Bilder ... Die Hauptrolle, die Fotografin Julia, wurde mit Julia Jentsch besetzt, die die Aufgabe einer höchst ambivalenten Figur mit Bravour meistert. Denn diese Julia ist nicht nur schön, anlehnungsbedürftig und verletzlich, sondern kann auch ruppig und egoistisch sein."

13. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Elegische Traumbilder hat Christiane Peitz ausgemacht. Der Ehrgeiz der Filmemacherin verdient Respekt, aber "sie überfordert ihre Hauptdarstellerin, spätestens wenn Julia auch noch hilflos zwischen den Männern, Piotrek und Adrian, zu schwanken beginnt. So zeichnet sich zwischen den mit Neuer Musik angereicherten Schwarzblenden keine tiefenscharfe Szenenfolge "aus dem Leben" ab, sondern nur das geschmäcklerische Porträt einer tapfer posierenden Tragödin."

13. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Heike Kühn gibt es hier viele Konflikte, für die sich keine Erklärung findet. "Manche Szenen von Mitleid und Selbstsucht, von Liebe und Betrug sind so unvereinbar miteinander, dass die Regie sie mit schwarzen Intermezzi voneinander trennt. In diesem dunklen Schweigen ertönt Piotreks Musik. Da sind die Harfen, eine Kaskade von Trauer und Begehren, eine Vergeblichkeit, die so erlesen blutet, dass Erfüllung ein Akt der Rohheit wäre. Die Kunst hat die Macht, unsere Unzulänglichkeit soviel besser klingen zu lassen. Aber der Künstler, der diesen Ausgleich ersinnt, ist als Mensch abwesend. Wie sollen wir mit dem Ungenügen leben?"

13. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • artechock.de

Viel Distanz hat die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska nicht zu ihrem Stoff, stellt Rüdiger Suchsland fest. "Zum Glück aber ist Szumowska zwar keine gute Drehbuchautorin, aber eine gute Filmemacherin, und darum bleibt 33 SZENEN AUS DEM LEBEN sehenswert: Auch das ist altmodisches Kino, aber stringent, erkennbar genau, voller Stilwillen, elegisch. Ein rares Beispiel des polnischen Kinos, von dem man seit den Glanzzeiten von Wajda und Kieslowski wenig gehört hat. Also ein Film, der auch dort, wo er nicht überzeugt, interessant bleibt."

13. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • Neues Deutschland

Die Regisseurin mag laut Caroline M. Buck "im Drehbuch ihr eigenes Leben verarbeitet haben, formal beweist ihr Film mehr Stilwillen als ihn das wirkliche Leben je aufbrächte. Von der sorgfältigen Komposition der Einstellungen, den distanzschaffenden Totalen und Halbtotalen über visuelle Running Gags mit inhaltlichem Mehrwert wie die zögerlich schließende Fahrstuhltür in der Klinik, in der Julias Mutter ihrem Krebsleiden erliegt, bis zu den kühlen Farben und reduzierten Requisiten, die die Menschen im Raum isolieren, oder den mit Schwarzfilm und neuer Musik unterlegten Kapiteleinteilungen – hier schafft sichtlich jemand Kunst."

07. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • critic.de

Ungewöhnlich findet Tobias Haupts den offenen Umgang mit und die Bebilderung von Tod und Sterben. "Ohne dass der Film sein Zentrum um diese Themen herum aufbauen will, scheinen sie doch nach den ersten dreißig Minuten den Plot und den Dialog zu bestimmen. Dabei rutscht 33 SZENEN AUS DEM LEBEN aber nicht in eine simple Tragödie ab, sondern bricht diese Momente der Trauer und des Leids immer wieder."

01. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • programmkino.de

Günter H. Jekubzik findet die Hauptdarstellerin beeindruckend. "Die 33 SZENEN AUS DEM LEBEN der Malgosia Szumowska (LEBEN IN MIR) haben teilweise autobiographischen Hintergrund für die Regisseurin und Autorin, die in einem Jahr hintereinander beide Eltern verlor. Bei der Geburt ihres Kindes macht sie sich grundlegende Gedanken über das Leben an sich. Das Ergebnis ist dieser außerordentliche Film, der ideell und finanziell von der Filmstiftung NRW gefördert wurde. In Locarno ging sehr verdient der Spezialpreis der Jury für den zweitbesten Film an die favorisierten 33 SZENEN AUS DEM LEBEN."

01. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel bescheinigt dem Film Vieles zu sein. "Ziemlich lebendig, teils humorvoll, teils absurd, teils makaber, teils fetzenhaft, teils tiefgehend werden diese 33 SZENEN AUS DEM LEBEN vorgetragen. Vom Stil her auffällig und nicht der Originalität entbehrend. Preise gab es für den Film auch schon. Bleibt die Hauptrolle: Julia Jentsch spielt sie und zwar glänzend, durchgehend glänzend – in den traurigen wie komischen Passagen, mit den Nuancen der Gefühlshöhen und denen der Tiefen."

01. November 2008 | 33 SZENEN AUS DEM LEBEN • Kritik • kino-zeit.de

Leicht macht die Regisseurin es dem Zuschauer allerdings nicht mit ihrem Film, kritisiert Paul Collmar. "Oftmals verwirrende Szenenfolgen, die sich mit Schwarzblenden abwechseln, unterlegt von den gewöhnungsbedürftigen Dissonanzen des Scores, erschweren den Zugang zu diesem Film, bei dem vor allem Julia Jentsch in einer beeindruckenden schauspielerischen Leistung dafür sorgt, dass das Experiment nicht vollständig misslingt. Trauer, Leid und unvermittelte Ausbrüche von Heiterkeit illustrieren die emotionale Achterbahnfahrt, die Julia und ihre Familie erlebt, zwar, wirklich nachvollziehbar aber sind die Gefühle, die hier verhandelt werden, nicht."

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