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ANIMALS IN LOVE

ANIMALS IN LOVE

Regie Laurent Charbonnier
Kinostart 31.07.2008

Kritiken • ANIMALS IN LOVE

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Berliner Zeitung

Die erotische Anmutung, die der menschlichen nicht nachsteht, sie bisweilen auch locker übertrifft, ist für Philipp Bühler auf Dauer nicht zu leugnen. "Regisseur Laurent Charbonnier, der wie schon bei seiner Kameraarbeit für NOMADEN DER LÜFTE auf eigenes Material baut, hat Größeres vor. Nichts derart Großes wie zuletzt der Globaltierfilm UNSERE ERDE, aber so etwas wie der Zyklus des ewigen Lebens und Gedeihens soll sich doch herausbilden."

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Die Tageszeitung

Cord Riechelmann lobt die nie gesehenen Bilder, die nie gehörten Töne. "Von den tatsächlichen Dynamiken einer speziellen Lebensweise, nämlich der sexuellen, in mindestens zwei Geschlechter gespaltenen, erzählt
ANIMALS IN LOVE. Der Film tut das in Bildern und Tönen, die so geschnitten und komponiert sind, dass sie selbst ihre Subjekte, die jeweils agierenden Gänse, Kraniche oder Papageien, in den Prozess zurücktauchen lassen. Das allerdings ist tatsächlich Kunst und ist neben den Kameraleuten und dem Regisseur den Kompositionen von Philipp Glass zu verdanken."

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Christiane Peitz versteht sich jeder Tierfilm als Artenschutzmaßnahme. "Der französische Dokumentarist hat sein Material brav chronologisch sortiert (das Putzen, der Revierkampf, das Werben, die Paarung, der Nachwuchs) und die sekundenkurzen Szenen zu den jeweiligen Themen im Affenzahn aneinander montiert. Das schnäbelt und züngelt, schwänzelt und flattert, circt und zaust, dass einem schwindlig wird vor lauter fantastischen, seltenen Momenten."

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Tiere sind nicht mehr Preisgegebene, sondern Protagonisten, entdeckt Heike Kühn. "Es ist keine Frage, dass die Aufnahmen einer im Liebesrausch schwelgenden Tierwelt außergewöhnlich sind, so berührend wie die Geduld des Filmemachers, der den Zielen seiner Seh(n)sucht 500 Drehtage widmete. 80 Tierarten, gefilmt in 16 Ländern, bei Temperaturen von minus 30 bis plus 50 Grad, diese Daten finden sich nur im Presseheft. Der Film spart die Knochenarbeit aus und unterstreicht im poetischen Eingangstext das Wundersame der Kreaturen und des Kosmos, in dem sie einander als Nischenbewohner - und Nahrung - ergänzen."

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Jungle World

Wenn Menschen Sex haben, darf es ruhig mal tierisch zugehen. Wenn aber Tiere Sex haben, dann sollte alles möglichst "menschlich" ablau­fen, schreibt Ivo Bozic. "Tatsächlich zeigt ANIMALS IN LOVE eine unglaubliche Vielfalt der Fauna, obwohl sie in der Rahmenhandlung geradezu propagandistisch wieder negiert wird. Die ganze Vielfalt zeigt der Film jedoch nicht. Kein Platz ist etwa für Homo­sexualität, die durchaus vorkommt in der Tierwelt (etwa jedes zehnte Meerschweinchen ist schwul). Und schon gar kein Platz ist für eingeschlechtliche Fortpflanzung, also quasi die 'unbefleckte Empfängnis', in der die Befruchtung durch das Männchen gar nicht notwendig ist."

31. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • br-online.de

Laut Kirsten Liese zeigen die Filmemacher Achtung vor ihren Mitgeschöpfen. "Mittels einer ferngesteuerten Kamera war es ihm möglich, ganz dicht an sie heranzuzoomen, ohne sie beim Brüten oder bei der Fütterung ihrer Jungen zu stören. Überhaupt ist dies ein überwiegend harmonischer Film. Grausame, aufrüttelnde Szenarien von hungernden oder ertrinkenden Eisbären wie sie in den politisch ambitionierten Klimaschutz-Beiträgen KÖNIGREICH ARKTIS oder DER WEIßE PLANET zu sehen waren, werden dem Zuschauer hier erspart. Dagegen konnte Charbonnier mit viel Geduld innerhalb von zwei Produktionsjahren viele lustige Momente einfangen."

28. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • film-dienst 16/2008

Nichts wirklich Neues hat Jörg Gerle gesehen. "Altbekanntes wird ein wenig ausführlicher in Szene gesetzt. Zielgruppengemäß ist die Liebe wie im amerikanischen Family-Entertainment, wenn überhaupt, ganz und gar aseptisch. Der Kommentar der französischen Originalversion säuselt nur zu Beginn und kurz vor dem Abspann poetisch darüber, dass mit den Tieren die Liebe auf die Erde kam und sie es schließlich sei, die das Universum antreiben würde. Der deutsche Sprechertext füllt auch die restlichen 80 Minuten dazwischen mit mehr oder minder gelungenen Pointen. Fürs künstlerische Niveau sorgen derweil die souveräne Kamera und die Minimalmusik von Philip Glass."

17. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • critic.de

Für Martin Gobbin will der Film mit dem Herzen sehen. "Statt sich einzelnen Tieren ausführlich zu widmen, scheint der Film vom Ehrgeiz beseelt, möglichst viele Vogelarten zu zeigen. Daher wird alle paar Sekunden geschnitten, ungewöhnlich oft und rasch für eine Dokumentation. So wirken die hastig zwischen den Kontinenten hin und her springenden Einstellungen oft beliebig aneinander montiert – und bestärken den bereits vom Mangel an Informationen genährten Eindruck der Oberflächlichkeit. Einzig die in unterschiedliche Blöcke eingeteilten Verhaltensmuster (Partner-Werbung, Rivalitätskämpfe, Paarung, Jungen-Aufzucht) stiften Sinneinheiten."

13. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • kino-zeit.de

Peter Gutting stellt entscheidene Fragen: "Gewiss, es ist jede Menge menschliche Fantasie im Spiel, wenn man die "Fortpflanzungstätigkeit" der Natur so beschreibt. Aber ist es nicht naheliegend, die Schnittmengen zwischen Mensch und Tier zu suchen? Und die Tiere gerade in demjenigen Bereich zu vermenschlichen, in dem wir Menschen besonders triebgesteuert und tierisch agieren? Ein Naturwissenschaftler würde das vielleicht nicht gelten lassen. Aber ANIMALS IN LOVE ist ein Film für Romantiker. Und solche, die es werden wollen."

10. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • programmkino.de

So angenehm es laut Marcus Wessel "ist, dass der Film auf eine weiter gehende Vermenschlichung seiner Hauptdarsteller verzichtet – sprechende Pinguine sucht man bei Charbonnier vergeblich –, hätte man sich dennoch einen ergänzender Off-Kommentar gewünscht. Wie der Verleih mitteilte, soll dieser in der deutschen Kinofassung enthalten sein. Alles in allem kann es ANIMALS IN LOVE nicht mit der Erfolgs-Doku UNSERE ERDE aufnehmen. Dafür sind seine Bilder zu unspektakulär und seine Komposition zu sprunghaft."

10. Juli 2008 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • programmkino.de

Für Tierliebhaber ist ANIMALS IN LOVE sicherlich ein Genuss, meint Thomas Engel. "Beinahe wie die Menschen sind die Tiere – ebenso zärtlich wie grausam. Erstaunlich, zu welchen Verführungskünsten es kommt, wenn es um das Liebeswerben geht: Küsse, Tänze, "Gesang2, Geschenke und betörende Düfte. Ein mit Liebe, Mühe, Sorgfalt und Reichhaltigkeit zusammengestellter Tierfilm. Eines Kommentars bedurfte es nicht. Die Musik ist als eine Art Programmmusik angepasst."

20. Dezember 2007 | ANIMALS IN LOVE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Christoph Egger hat sich nicht ganz von der Dokumentation überzeugen lassen: "Obwohl der Film seinen dramaturgischen Faden allmählich etwas verliert, ist das Resultat überzeugender ausgefallen als etwa bei ERDE. Der Begriff "Liebe" erscheint sehr weit gefasst – doch zum Glück verstummt der schwülstige Kommentar bald einmal. Zugleich sollte das Ganze wohl "jugendfrei" bleiben. So wirkt die Paarung der Löwen fragmentarisch, und ärgerlich ist die abrupt geschnittene Darstellung der Geburt eines Hirschkalbs."

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