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UNDERDOGS

UNDERDOGS

Regie Jan Hinrik Drevs
Kinostart 24.07.2008

Kritiken • UNDERDOGS

25. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Filmemacher bedient sich einer lakonischen Bildsprache stellt Bodo Mrozek fest. "Der Film fängt den Gefängnisalltag in betongrauen Bildern ein (Kamera: Peter Przybylski). Thomas Sarbacher spielt den Mosk mit großer Glaubwürdigkeit als wortkargen Eigenbrödler. Auch die Gruppe der Gefangenen ist bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt: vom kleinen Ganoven (Ingo Naujoks) bis zum Mafiaboss (Wladimir Tarasjanz) bildet sie eine Typologie der Ausgestoßenen und Verirrten. Die Statisten sind auch im echten Leben Häftlinge, der Film wurde in der JVA Bützow gedreht."

24. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • Der Tagesspiegel

Bodo Mrozek sah eine rührende Milieustudie. "Endlich mal ein deutscher Knastfilm, der keine Klamotte ist. Die Tragik kommt hier vor der Komik. Besonders begeistert Thomas Sarbacher als starrsinniger Problemfall."

24. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • epd-film 06/2008

Laut Michael Ranze gelingt es dem Regisseur, die schlimmsten Klischees des Gefängnisfilms zu vermeiden. "Während sich ein Film wie LUCKY BREAK – 2001 von Peter Cattaneo inszeniert – mit Liebesgeschichte und Showeinlagen zu sehr anbiederte, bleibt Underdogs nah an der sozialen Wirklichkeit. Vielleicht ist Clelia Sarto für eine Gefängnisdirektorin zu schön, zu dominant, zu verführerisch. Es knistert ein bisschen zwischen Mann und Frau. Doch der Knast ist nun mal kein Ort, an dem Liebe möglich wäre."

24. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • Der Spiegel

Hier werden laut Ilse Henckel Verbrecher- wie Zuschauerherzen gebrochen. "Dass nach weiteren Wirrungen am Happy End jeder Hund jeden Herrn an die Leine der Liebe und Läuterung gelegt hat, versteht sich von selbst. Und dass die Trennung Verbrecherherzen bricht, als die fertigen Elitehunde nach ihrer Lehrzeit durch das Gefängnistor ins neue Leben traben, schreibt unterhaltsame Sommerkino-Knastgeschichte der erfreulichen Art."

12. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • Die Tageszeitung

Für Wilfried Hippen bewegt sich der Film jenseits aller Klischees. Der Regisseur "vermeidet die üblichen Genrekonventionen und versucht stattdessen mit einer erstaunlichen Authentizität und Ernsthaftigkeit zu vermitteln, wie das Alltagsleben in einem deutschen Gefängnis heute aussieht. Und er hat mit dem Häftling Mosk einen Protagonisten, der nicht nur auf den ersten Blick alles andere als sympathisch wirkt."

10. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • br-online.de

Margret Köhler sah einen netten Familienfilm. "Emotionale Konflikte bleiben da nicht aus, und das bei eigentlich gewaltbereiten Menschen. Der Flirt mit Clelia Sarto als Gefängnisdirektorin und Thomas Sarbacher als Ausbund an viriler Körperlichkeit gehört wahrscheinlich ins Reich der Utopie, lässt trotzdem die Funken sprühen. Gedreht wurde zwanzig Tage in einer echten JVA, im geschlossenen Strafvollzug, was der Authentizität nur nützt. Wahre Häftlinge wirkten als Statisten mit. Ein konventionell inszeniertes Märchen voller Hoffnung und Optimismus. Und Zuversicht braucht der Mensch."

07. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel findet das "Drumherum durchaus beachtenswert: das aus der Nähe zu erlebende Gefängnismilieu; die Auswahl der "Kollegen"; das Spiel der Direktorin; die Verkörperung der langsamen Wandlung des Mosk durch den vortrefflich agierenden Thomas Sarbacher; die perfekten Hundedressuren. Ein Knacki macht durch die Liebe zu einem Tier eine völlige Gemütswandlung durch. Ein Sujet wie kein anderes, aber eine menschlich wie "tierisch" interessante und sogar ein wenig erwärmende Geschichte."

07. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel kreidet dem Film seine naive Knast-Romantik an. "Beim Abschiedsessen brennen überall kleine Teelichter während zwischen Mosk und der neuen Direktorin auch im übertragenen Sinn die Funken sprühen. Allerdings halten sich solche ungelenkten Drehbucheinfälle in tolerablen Grenzen. Über weite Strecken funktioniert Underdogs als sympathischer Laborversuch, dessen behutsames Knacken einer harten Schale niemanden auf die Füße tritt."

06. Juli 2008 | UNDERDOGS • Kritik • kino-zeit.de

Ganz ohne den Griff in die emotionale Mottenkiste kommt aber auch dieser Film nicht aus, stellt Paul Collmar fest. Er "ragt sich wieder einmal, warum heutzutage nahezu jede Story durch eine Liebesgeschichte auf- bzw. abgewertet werden muss. "Human interest" in allen Ehren, doch die Geschichte um das ungewöhnliche Projekt hätte auch ohne die sich andeutende Liebesgeschichte funktioniert und nimmt dem Film manches von seiner Authentizität und Glaubwürdigkeit."

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