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SPORTSFREUND LÖTZSCH

SPORTSFREUND LÖTZSCH

Regie Sascha Hilpert
Sandra Prechtel
Kinostart 17.07.2008

Kritiken • SPORTSFREUND LÖTZSCH

17. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • Berliner Zeitung

Es entsteht hier das Bild eines unbeugsamen Kämpfers, schreibt Matti Lieske; er sah einen sehenswerten Film über ein bemerkenswertes Schicksal. "Bei der optischen Umsetzung der Geschichte standen die Filmemacher vor einem Problem, denn es gibt kaum Aufnahmen aus der Vergangenheit des Protagonisten, lediglich ein paar verhuschte Bilder von Radrennen und Siegerehrungen. Es geht also um den Lötzsch von früher, zu sehen ist jedoch fast nur der Lötzsch von heute, der in immer neue Szenarios drapiert wird."

14. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • film-dienst 15/2008

Traditionell erzählt der Film seine Geschichte, schreibt Oliver Rahayel. "Aber auch die andere Seite kommt zu Wort, ein Major der Staatssicherheit, der auf unglaublich zynische Weise mit Rechtfertigungen und Wirklichkeitsverzerrungen daher kommt, ganz so, wie man es auch von SS-Schergen immer wieder gehört hat: Lötzsch sei eben zu störrisch gewesen, man habe ihn nur vor sich selbst schützen, am Ende sogar wieder integrieren wollen. Spätestens als der Mann von Eifersüchteleien zwischen MfS-Minister Mielke und dem Chef des DDR-Sportbundes erzählt, die Lötzschs Rückkehr endgültig behindert hätten, kommt die bizarre menschliche Seite des unmenschlichen Systems zum Vorschein."

14. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • Der Tagesspiegel

Jenni Zylka sah ein klassisches Doku-Drama. "Lötzschs sympathisches Sächseln, dazu O-Töne der Weggefährten und Feinde – der Trainer, der zu ihm hält, der ehemalige MfS-Major, der sein Verhalten noch immer rechtfertigt, die loyale Ex-Freundin – sie alle machen den Film zu einem dramatischen Stück DDR-Sportgeschichte."

13. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • Frankfurter Rundschau

Johannes Gernert porträtiert den Radfahrer.

13. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • kino-zeit.de

Marie Anderson lobt die persönliche sportliche Haltung, die durchaus eine leise, aber tatkräftige Form des Widerstands verkörpert.

11. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • br-online.de

Der Dokumentarfilm hat Carlos Gerstenhauer gepackt. "Ein Schicksal aus Deutschland nicht mehr, und doch spiegeln sich in der Figur von Wolfgang Lötzsch die diabolischen und menschenverachtenden Strukturen des ostdeutschen Unrechtsregimes. Bis heute finden Stasi-Majore nicht zu Entschuldigungen und nur zu Rechtfertigungen. SPORTSFREUND LÖTZSCH arbeitet nicht nur Geschichte auf, er ist auch auf gewisse Weise ein Spiegel aktueller gesellschaftlicher Verhältnisse. Er zeigt, was es bedeutet, wenn Täter und Opfer Tür an Tür wohnen müssen."

11. Juli 2008 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell spricht mit den Filmemachern Sandra Prechtel und Sascha Hilpert über das Stockholm-Syndrom bei der Arbeit an ihrem Dokumentarfilm, einen verzerrten Blick des Westens auf den Osten und poetische Momente in Stasi-Akten.

17. Juli 2007 | SPORTSFREUND LÖTZSCH • Kritik • Der Spiegel

Für Steffen Gerth erzählt der Film anrührend die Geschichte eines zerstörten Glücks. "Prechtel und Hilpert erzählen diese Geschichte, indem sie ausnahmslos die Protagonisten sprechen lassen, ohne Anklage und ohne Dokutainment-Firlefanz wie etwa bei Guido Knopp. Es ist ein stiller Film mit melancholischer Musik von Jan Tilman Schade, ruhiger Kameraführung von Marcus Winterbauer und einem ruhigen Schnitt von Katja Dringenberg. Der balanciert den Film gut aus mit großartigen Radsportbildern aus alten DDR-Zeiten und zurückhaltend fotografierten Momenten der Gegenwart in der Biederkeit des heutigen Chemnitzer Kleine-Leute-Lebens."

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