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DER GROßE JAPANER

DER GROßE JAPANER

Regie Hitoshi Matsumoto
Kinostart 17.07.2008

Kritiken • DER GROßE JAPANER

19. Juli 2008 | DER GROßE JAPANER • Kritik • Die Tageszeitung

Manches in den Monsterkampfszenen von DER GROßE JAPANER und erst recht der unbeschreibliche Epilog sind für Ekkehard Knörer zum Schreien komisch. "Das Großartige an dem Film ist aber eher sein ausgesuchter Mangel an originellen Pointen. Der Film stellt selbst die Geduld des geduldigsten Menschen auf die Probe, sein Witz ist oft derart unterspielt, dass man ihn schwerlich bemerkt. Kenntnis einschlägiger japanischer Superheldenfiguren (vor allem des Ultraman-Universums) ist vorausgesetzt, hilft andererseits auch wieder nicht sehr viel weiter. Der eigentliche Geniestreich ist nämlich die lange Mockumentarypassage, in der DER GROßE JAPANER den Betrachter durch radikale Komikverweigerung in ungeahnte Formen des Wahnsinns treibt."

17. Juli 2008 | DER GROßE JAPANER • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Sebastian Handke ist dies ein Kleinod des obskuren Humors. "Regisseur und Hauptdarsteller Hitoshi Matsumoto macht sich nicht nur über den japanischen Monsterfilm lustig. Ziel des Spotts sind auch Doku-Soaps und "talking heads"-Dokumentationen mit ihren schwatzenden Augenzeugen und ihrer trügerischen Alltagsnähe. Bemerkenswert ist die vorsätzliche Unschärfe der Karikatur: DER GROßE JAPANER lässt den Charakter eines vielleicht doch auch ernst gemeinten Sozialporträts erst in seinem bizarren Finale hinter sich und wurde in Japan als Kommentar zum Wandel des Landes verstanden."

14. Juli 2008 | DER GROßE JAPANER • Kritik • film-dienst 14/2008

Wie Jens Hinrichsen feststellt, dürften Actionfans eher enttäuscht sein, "überwiegen doch die Szenen aus dem Alltag eines Menschheitsretters, der weit unten auf der nationalen Beliebtheitsskala angekommen ist. Wie letztlich jeder Popmythos in den Bedingungen seiner Entstehungszeit wurzelt, erweist sich DER GROßE JAPANER als kaum verschlüsseltes Psychogramm des männlichen Japaners schlechthin. Nur sporadisch ist die anspruchsvoll-komplexe, aber durchweg fesselnde Absteigergeschichte mit Computertrickduellen zwischen einem riesigen Dainipponjin und diversen Mutantenmonstern garniert."

14. Juli 2008 | DER GROßE JAPANER • Kritik • kino-zeit.de

Wer auf Japan-Trash und Humor der ultraschrägen Sorte steht, für den dürfte DER GROßE JAPANER genau der richtige Trip sein, empfiehlt Joachim Kurz. "Dass japanische Lebensart und japanischer Humor manchmal ziemlich durchgeknallt sind, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Trotzdem setzt Hitosi Matumotos grelle Superhelden-Mockumentary DER GROßE JAPANER auch in dieser Hinsicht noch Maßstäbe und lässt dem erstaunten Zuschauer eigentlich nur die Wahl, den Film zu lieben oder zu hassen – und manchmal beides zugleich."

10. Juli 2008 | DER GROßE JAPANER • Kritik • programmkino.de

David Siems entdeckt Zitate aus den Godzilla-Katastrophenfilmen der 1950er Jahre. "Zwar ist der Trash-Appeal hier nicht ganz so ausgeprägt, dennoch wundert man sich über das völlig wirre Finale, wenn die Weltmacht USA als lebensgroße Power-Rangers-Figuren auftritt. So furios der Film der Film endet, so träge sind dennoch die eineinhalb Stunden zuvor, denn die gefühlte Inhaltsleere des Protagonisten steht auch als künstlerisches Konzept für den Film, der in endlosen Interview-Szenen die Absurdität und die Langsamkeit des Helden-Alltags zeigt."

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