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ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN

ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN

Regie Petra Weisenburger
Kinostart 19.06.2008

Kritiken • ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN

20. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Junge Welt

Das klingt alles sehr nach Kolportage, schreiben Lukas Dubro und Uschi Diesl. "Außerdem hat Weisenburger lange Gespräche mit Gröllmann geführt und kürzere über sie. Menschen, mit denen die Schauspielerin gearbeitet oder die sie geliebt hat (manchmal beides), geraten ins Schwärmen. Kollegen wie Hermann Beyer, der Gröllmann mit Romy Schneider vergleicht, oder Michael Gwisdek, der sie als Biene Maja und eine 'Inkarnation der Sünde' beschreibt. Und mit ihrem Talent bei der Wahl für die falschen Männer hadert."

20. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Der Freitag

Für Matthias Dell findet die Regisseurin die Geschichte der Jenny Gröllmann nicht. "Es bleiben von Ich will da sein die Bilder der Enge, des Drinnen, eines Heimvideos, die das Leben der Jenny Gröllmann klein machen, weil sie unfreiwillig ihr Scheitern in dem Deutschland erzählen, in dem sie gestorben ist. Verdient gehabt hätte sie aber eine Geschichte, die an die große und über den Verdacht, der ihr Sterben begleitet hat, vergessene Schauspielerin erinnert. An die "Ausnahmeerscheinung", wie einmal einer sagt, die sie in der DDR gewesen ist."

19. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • kino-zeit.de

Der Film gerät niemals zum Denkmal, wie manche Medien meinten, er ist vielmehr eine vielstimmige und vielschichtige "Liebeserklärung" an die Schauspielerin, lobt Joachim Kurz. "Dieser Film ist ein Stück Trauer- und Erinnerungsarbeit – über die Schauspielerin Jenny Gröllmann und das Erbe der Filme, die in der DDR entstanden und die bis heute viel zu wenig im Bewusstsein der gesamtdeutschen Öffentlichkeit angekommen sind. Auch das wäre eine Form der Überwindung der Mauern, die immer noch in unseren Köpfen bestehen."

18. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Neues Deutschland

Die Absurdität der herrschenden Verdächtigungsunkultur macht Gunnar Decker so hilflos. "ICH WILL DA SEIN zeigt eine sterbende Frau, die ihren Optimismus und ihre Lust am Leben bis zum Schluss verteidigt. Als wir sie bei der von ihr mit großer Liebe zum schönen Detail vorbereiteten Hochzeit mit ihrem letzten Mann, dem Szenenbildner Claus Jürgen Pfeiffer sehen, sagt sie: Schade, dass er bald schon Witwer werden wird. Und als die Vorwürfe gegen sie von Leuten laut wurden, die sie gar nicht kannten, spürt sie die Metastasen in sich wachsen. Nein, keine Abrechnung mit Ulrich Mühe oder der Birthler-Behörde, trotz aller Bitterkeit nicht, es ist kein neues Aufrechnen von Schuld."

18. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sah ein eindimensionales Feelgood-Movie. "In der wichtigsten Szene dieses gelegentlich arg eindimensionalen Porträts gesteht Jenny Gröllmann ein: "Mir wurde das Denken abgenommen." Alles um sie herum habe gesagt: "Es ist richtig so!" Sie hatte keinen Grund, die politische Ordnung in Frage zu stellen. Ein paar mehr solcher Ambivalenzen und Einsichten wären diesem biografischen Feelgoodmovie nur zugutegekommen. Das hätte gar das Gedenken gestärkt an "die Jenny", dieser Romy aus dem Arbeiter- und Bauernstaat."

16. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah einen Film aus größter Nähe, keiner über den IM-"Fall Gröllmann". "Das Thema kam spät in ihr Leben. Es kommt spät in diesen Film. Das ist wohl die richtige Proportion. Man ahnt, warum diese Frau, die wusste, dass sie bald sterben wird, diesen Kampf um ihren Ruf führte, den sie erst postum vor nicht einmal zwei Monaten gewann. Weil die Fähigkeit, sich anderen Menschen so öffnen zu können, gerade nicht bedeutet, sich auch einer Institution wie der Staatssicherheit zu öffnen. Ja, weil in diesem Fall der Verrat und die Entwertung des eigenen Lebens ungeheuer wäre."

14. Juni 2008 | ICH WILL DA SEIN - JENNY GRÖLLMANN • Kritik • Berliner Zeitung

Die Dokumentation ist nicht am üblichen Aufarbeitungsbegriff interessiert, meint Anke Westphal. "Nein, in "Ich will da sein" wird DDR-Vergangenheit vielmehr als etwas Gegebenes und anderen Herkünften Gleichwertiges angesehen. Das ist der eigentliche "Skandal" des Films; das wird vielen nicht gefallen, die gern von Multikulti sprechen, aber nicht aufrichtig in der Lage sind, zu akzeptieren, dass man in der DDR tatsächlich andere Erfahrungen gemacht hat als in der BRD und dass diese anderen Erfahrungen anders prägen. Es muss aber zulässig sein, auch auf diese Art von der DDR zu erzählen."

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