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DER MOND UND ANDERE LIEBHABER

DER MOND UND ANDERE LIEBHABER

Regie Bernd Böhlich
Kinostart 24.07.2008

Kritiken • DER MOND UND ANDERE LIEBHABER

24. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Berliner Zeitung

Birgit Walter unterhält sich mit Katharina Thalbach und Uwe Hassbecker über den Film DER MOND UND ANDERE LIEBHABER, den Tod, das Schicksal und das Altern.

24. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Die Tageszeitung

Den großen erzählerischen Bogen vermisst Wilfried Hippen. "Und dennoch fügen sich all diese Episoden zu einer erstaunlich anrührenden Einheit, denn im Mittelpunkt steht immer jene "kleine Frau" Hanna, mit der Böhlich einen im besten Sinne des Wortes merkwürdigen Charakter geschaffen hat. Bei ihrer kompromisslosen Suche nach dem Glück handelt sie nie selbstsüchtig, verhärtet nicht und behält in fast allen Dialogen nicht nur das letzte, sondern auch das beste Wort. ... So ist dies zwangläufig ein Soloalbum von Katharina Thalbach, die (von einer kurzen Sequenz abgesehen) in jeder Einstellung des Films präsent ist, dieser also im Grunde in der Ich-Form erzählt."

24. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker sah ein Kinomärchen und viele Macken, Klischees. "Ist Böhlich Gott? Erst nimmt er seiner Hanna die Arbeit weg, dann die Tochter (eine in ihrer beiläufigen Grausamkeit starke Szene), dann diverse Liebhaber, schließlich einen Arm ... Ja, was will der denn beweisen? Dass unser Glücksanspruch jede Katastrophe übersteht? Das ist schlicht dämlich. Im Leben spräche das gegen den Menschen, hier spricht es nur gegen den Regisseur."

24. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok ist begeistert: "Es hat jedoch soziale Genauigkeit und Warmherzigkeit in der Beobachtung, die für das manchmal arg Knüppeldicke der katastrophalen Ereignisse entschädigt. Vorwärtsdrängender Optimismus und schwebende Melancholie ergeben eine Mischung, die berührt. Dazu trägt auch die gefühlvolle Musik der Band Silly mit ihren poetischen Texten einiges bei. Perfekt ebenso Kameraarbeit, Ausstattung, Schnitt. Bürol Ünel, Fritzi Haberlandt, Steffen Scheumann, Andreas Schmidt – von vornherein Gewähr, besondere Schauspielerleistungen zu sehen – flankieren die Hauptdarstellerin so, dass sie richtig aufspielen kann."

24. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Der Freitag

Hier geht es nicht um Wirklichkeit, sondern um Gefühlsseligkeit, stellt Matthias Dell fest; der Film ist "ein Schweinsgalopp durch die Abgründe menschlicher Gefühlslagen ... Es mag etwas Spielverderberisches haben, die Handlung hier so runterzuschnurren. Aber nichts anderes tut Bernd Böhlich (dem seine hochkarätigen Schauspieler den Film vor der Parodie retten) und verdirbt damit wohl auch dem ihm gewogenen Zuschauer den Appetit. Statt zum Italiener oder Inder geht der Film zum Chinesen und bringt Ente süß-sauer mit - davon aber so viel, dass selbst ein vehementer Kostverächter rasch übersättigt sein wird."

23. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Berliner Zeitung

Ina Brzoska berichtet von der Premiere in Berlin.

23. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Der Westen

Böhlichs Drehbuch schleudert seine Hauptfigur mit Wucht von einem Schicksalsschlag zum nächsten, schreibt Martina Schürmann. "Von Erzählsprüngen zu reden, wäre untertrieben. Was sich vor Hanna an emotionalen Verwerfungen auftut, hat die Ausmaße von Andreas-Gräben. Hat sie der Liebeskummer gerade noch erwischt, steht sie im nächsten Bild schon in grotesker Vollbeschleierung da. Kein Gramm Gefühlsfett zuviel soll an die emotional schwer gebeutelten Gestalten. Dass sie die Handlungslast trotzdem tragen, liegt nicht nur am koboldhaften Liebreiz der wunderbaren Thalbach. Auch die Nebenfiguren sind mit Fritzi Haberlandt, Birol Ünel und Andreas Schmidt passgenau besetzt."

22. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sieht der Frau, die Katharina Thalbach spielt, gern zu. "Dieser Film wird nicht für jeden Zuschauer etwas sein; es ist hilfreich, wenn man über eine bestimmte Herkunft oder aber große, gewissermaßen anthropologische Offenheit verfügt, denn DER MOND UND ANDERE LIEBHABER arbeitet viel mit dem Wiedererkennen DDR-eigener Kulturcodes. Der Regisseur Bernd Böhlich (u.a. DU BIST NICHT ALLEIN) steht für so etwas wie den zeitkritischen ostdeutschen Heimatfilm; er verankert ostdeutsche Befindlichkeit in jedem Detail."

17. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • film-dienst 15/2008

Laut Horst Peter Koll feiert der Regisseur einmal mehr einen mutigen Lebenskämpfer. "Mal erscheint der Film als tragikomisches Sozialmärchen, das durchaus seine Verankerung in der Realität sucht, dann wieder will er überhöhte (Lebens-)Hymne sein, große Gefühle und "Passionen" illustrieren. Dafür aber wurden die Emotionen, all die Sehnsüchte, die Trauer und auch die Liebes- wie Lebenslust nicht konsequent genug verdichtet. Womöglich hätte der Film dafür noch rigoroser auf die Musikalität der "Silly"-Songs setzen und eine Erzählweise finden müssen, die einer so schönen "Silly"-Textzeile wie "Meine Uhr ist eingeschlafen, ich liege lose in der Zeit..." ein filmisches Äquivalent hätte sein können."

01. Juli 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • Begründung der Filmbewertungsstelle

"Neben der inszenatorischen Kraft besticht der Film besonders durch seine außergewöhnliche Kamera mit eindrucksvollen Nahaufnahmen und einer ebenso bemerkenswerten Lichtarbeit. Nicht zu vergessen ist der akribisch auf die Atmosphäre der verschiedenen Szenen ausgerichtete, eigens komponierte Soundtrack. Letztlich verdienen ein besonderes Lob auch Ausstattung und Montage."

12. Juni 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • kino-zeit.de

Was Joachim Kurz als Zuschauer mit dieser Person anfangen soll, lässt der Film offen. "Das ständige Auf und Ab Hannas, ihr kindlich-naives Verhalten und das permanente Pendeln zwischen größter Tragik und manchmal recht schlichter Komik macht aus DER MOND UND ANDERE LIEBHABER ein recht anstrengendes Vergnügen. Als Kommentar zur Lage in Ostdeutschland taugt dieser Film jedenfalls wenig."

04. Juni 2008 | DER MOND UND ANDERE LIEBHABER • Kritik • programmkino.de

Thomas Volkmann sah endlich wieder eine Thalbach mit großem Mundwerk und träumerischen wie rollenden Augen. Allerdings wird dies auch oft überstrapaziert. "Böhlich provoziert hier freilich auch, schafft herbe Gegenpole zu umgekehrt romantisch-witzigen Situationen ... In ihrer Leichtgläubig- und Lebhaftigkeit schießt sie gegenüber dem Rest des Personals immer wieder übers Ziel hinaus. Der Gipfel des Dramaturgischen ist schließlich eine Situation, die mit dem Ausspruch "lieber arm dran als Arm ab" wenigstens noch sarkastisch beschrieben wäre. Für Hanna ist sie schmerzhafter."

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