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DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA

DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA

Regie Andrew Adamson
Kinostart 31.07.2008
Genre Fantasyfilm

Kritiken • DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA

31. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • Der Tagesspiegel

Thomas Lackmann ist enttäuscht: Der Regisseur verrät Komik, Psychologie, Geist und Figuren seiner Buchvorlage an einen doofen Fantasy-Krieg. "Während bei Lewis auf 13 von 182 Kaspian-Seiten gekämpft wird, protzt Adamson die halbe (gefühlte) Filmzeit mit Schlachtanimation und martialischem Bonbon-Sound. ... Und der spirituelle Kern des Buches – gegen die Mehrheit einer inneren Stimme zu folgen wie Lucy, die den ersehnten Aslan allein sieht und als Spinnerin abgetan wird – verpufft."

31. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte schaut genau hin: "Trotz vieler nach wie vor herrlich animierter Tierfiguren hat sich etwas in diesen Film geschlichen, das geradezu die Antithese zur bezwingend einfachen Märchensprache des bibelfesten Romanautors C. S. Lewis ist: Eine gewaltige Prise Tolkien. Lewis' liebster Feind hat sich in Form endloser Schlachtengemälde in diesen Film geschrieben, der es dann aber mit Peter Jacksons RINGE-Zyklus zu keinem Zeitpunkt aufnehmen kann. Jackson hatte auch im dichtesten Gewimmel seiner digitalen Statisten immer noch eine Steigerung parat, hier aber fühlt man sich eher an das endlose Hau-Drauf-Spiel der alten Sandalenfilme erinnert."

31. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • netzeitung.de

Maike Schultz hat einige Verbesserungen bei Teil 2 bemerkt und wurde trotzdem nicht überzeugt. "Für junge Zuschauer ist der Film wegen der brutalen Kämpfe nur bedingt zu empfehlen, zumal diese eine fragwürdige Moral vermitteln. Aslan wird angebetet wie ein Gott, und wie die Kreuzritter ziehen die Narnianer "Für Aslan!" in eine Art Heiligen Krieg. Die christliche Symbolik ist auch bei den sintflutartigen Wassermassen im Showdown unübersehbar. Adamson hat also ein klares Zielgruppenproblem - auch ältere Teenager werden die kitschigen und religiösen Elemente wahrscheinlich albern finden. "

31. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • telepolis.de

Matthias Huber sieht hinter dem offensichtlichen Bibelpädagogik-Subtext Politpropaganda und Kriegsdurchhalteparolen; ein Kinderfilm als Rekrutierungsvideo. "Es ist keineswegs so, dass der hyperkitschige Pathos von PRINZ KASPIAN nicht zu ertragen wäre. Ist man sich seiner Überzogenheit erst einmal bewusst ..., so steht er der Immersion in das Geschehen auch nicht im Weg. Als Spektakel funktioniert auch dieser zweite Narnia-Film ganz hervorragend. Aber: dass PRINZ KASPIAN mehr ist, dass der Film auch erziehen will, ist offensichtlich, schon bedingt durch seine junge Zielgruppe."

30. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • Der Spiegel

Für David Kleingers ist die ganze Sache nicht nur langweilig, sondern muffelt auch noch nach religiöser Mission. "Das große Sandkastenspiel vor der Naturkulisse Neuseelands zieht sich bis zum erwartbaren Ende, wobei fraglich bleibt, was denn nun mehr nervt: Das pompöse Schlachtgetöse oder die klebrige Putzigkeit der volldigitalen Kuscheltiersöldner, die minderjährige Zuschauer bei der Stange halten sollen. Wenn es um die Vermählung von Kitsch und Krieg geht, macht Narnia jedenfalls keine Gefangenen. Mit unreflektiertem Pathos werden die pubertierenden Feldherren dabei zu Heilsbringern stilisiert, für die sich jeder Waldwichtel bereitwillig niedermetzeln lässt."

30. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Katja Lüthge beklagt der Film die Entzauberung der Welt. "Mit sichtlicher Freude hat der Regisseur Andrew Adamson seine computergenerierten Geschöpfe und deren Verbündeten auf ihre finsteren menschlichen Gegner gehetzt. Ganz abgesehen von der schwierigen Glaubensfrage, ob Krieg wirklich das geeignete Mittel sein kann, um "die Wälder wieder zum Tanzen" zu bringen, sind die einerseits zwar brutalen, andererseits aber eben doch blutarmen Gefechte in ihrer Länge ermüdend. Statt des unscharf animierten Massengemetzels hätten wir lieber mehr von dem überaus reizenden Dachs oder der eher reizbaren Schwertkampfmaus gesehen."

25. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • Der Standard

Es rasen die Pixel, es brüllt die Tonspur, schreibt Claus Philipp. "Schon die Vorlagen der Filme, geschrieben von einem strenggläubigen Christen, wirken heute angesichts vieler fundamentalistischer Auseinandersetzungen ein wenig prekär. So viel geopfert und wiederauferstanden und angebetet wie in Narnia wird selten. Andrew Adamson will mit dieser Tendenz aber nichts zu tun haben: Auch er habe als Kind die Bücher von C. S. Lewis begeistert verschlungen und natürlich wirkten sie heute um einiges naiver und "seltsamer" als die Werke von Lewis' Freund J. R. R. Tolkien."

17. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • br-online.de

Überhaupt nicht magisch findet Florian Kummert diese Fortsetzung. "Statt Faunen und Schneekönigin und verbotenen Süßigkeiten gibt es nur die Telmarer, eine griesgrämige Mischung aus Italienern und Spaniern, die finster dreinschauen und intrigieren, ansonsten knietief in altgedienten Historien-Klischees waten. Auch die vier Pevensie-Kinder sind weit eindimensionaler als im ersten Film gezeichnet. Das liegt vor allem am fehlenden guten Bösewicht. Tilda Swinton als Eishexe hat einen kurzen, wunderbaren Auftritt, der einem bewusst macht, wie schmerzlich man sie vermisst. Dafür sind Design, Spezialeffekte und Ausstattung wie immer vom Feinsten."

04. Juli 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • br-online.de

Walli Müller stellt fest: "Das Publikum kriegt, was es erwarten kann: Bombastische Musik; finstere Krieger in düsterer Mittelalterkulisse und strahlende junge Helden, die sie bekämpfen; tricktechnisch perfektionierte Fabelwesen und aufwändig choreographierte Schlachtenspektakel. ... Der Rest ist, wie gesagt, alt bekannt."

04. Juni 2008 | DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA • Kritik • programmkino.de

Marcus Wessel ist enttäuscht: "Annähernd die Hälfte seiner Spielzeit von deutlich über zwei Stunden verwendet der Film für seine epischen, aufwändig inszenierten Schlachten. Dass dabei nicht ein Tropfen Blut fließt und das Schwert selbst nach mehrmaligem Gebrauch noch vollkommen sauber und unbefleckt erscheint, mag man verlogen finden, letztlich ist es als ein Zugeständnis an die überwiegend jüngere Klientel zu verstehen. Selbiges gilt für die mitunter recht platten Witze, die die ansonsten äußerst martialische Handlung zumindest hin und wieder etwas auflockern. Den gerade im Mittelteil spürbaren Leerlauf können indes auch sie nicht überdecken."

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