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ELDORADO

ELDORADO

Regie Bouli Lanners
Kinostart 14.05.2009

Kritiken • ELDORADO

11. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Andreas B. Krüger lobt den Film. "Die Fokussierung auf das seltsame Paar, das sich gleichzeitig mag und misstraut, trägt zur Konsistenz des Films bei, Tragik und Komik halten sich die Waage. So ist Bouli Lanners ein ruhiger und prägnanter Film gelungen, der Traditionen des amerikanischen Roadmovies aufgreift, die Themen seiner ersten (Kurz-)Filme weiterentwickelt und auch schauspielerisch eine deutliche Handschrift trägt ... Der Film schildert die Konflikte seiner Protagonisten beiläufig, ohne sie überzudramatisieren. Dadurch vermittelt er für Yvan und Elie-Didier einen hohen Grad an angenehm unaufdringlicher Empathie."

14. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • Die Tageszeitung

Es geht um Saufgelage und Männerfreundschaften, stellt Dietmar Kammerer fest. "Nur dass Freundschaften hier rasch in die Brüche gehen und Alkohol die Menschen nicht geselliger, sondern verbitterter macht. Man sollte dem Film nicht auf den Leim gehen und ihn als tragikomisches Buddy-Movie missverstehen. Im Innern von ELDORADO schlägt ein nihilistisches Herz: Belgien ist für Lanners das Herz der Finsternis, ein Land, in dem die Härte der Väter die Söhne in die Drogensucht treibt, in dem Hunde gefesselt von Autobahnbrücken geworfen werden und jeder schuldig wird, auch wenn er nur helfen wollte. Eine Erlösung ist nicht in Sicht."

14. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist enttäuscht. "ELDORADO ist ein Road- und, leider, auch ein Buddy-Movie. Und die Freundschaft, von der er zählt, eine Freundschaft, die sich als endliche erweisen wird, beginnt ungewöhnlich genug. (Nein, das ist falsch formuliert; in diesem Film ist nichts ungewöhnlich genug, es muss alles immer ganz besonders ungewöhnlich sein; überaus kurios; vollends absurd; der Film macht immer ungefähr eine Vierteldrehung, und jeweils keine sehr elegante, zu viel ... Es ist ein Film, in dessen Innerem nichts als ein sentimentales Klischee steckt, das er dann aber auf die ganze Breite der Leinwand dehnt. Er hat kein Geheimnis, aber macht eines draus."

14. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • Berliner Zeitung

Philipp Bühler sah ein Juwel des schmutzigen kleinen Films. "Zwei komischere Vögel als diese beiden hat man jedenfalls lange nicht gesehen. Es sind wahre Typen, gespielt von hervorragenden Darstellern, die für sich und gemeinsam den Grenzbereich zwischen albernster Komik und tiefer Schwermut neu vermessen. Ein dummes Vorurteil verwechselt gern Traurigkeit mit Intelligenz - der Gegenbeweis gelingt insbesondere Fabrice Adde meisterhaft. ... Das Glück liegt in den rauen Gesten, mit denen sich der Film gegen seine eigene Sentimentalität wehrt, um immer wieder knietief darin zu versinken. Wie auch in seinem beinharten Sehnsuchtssoundtrack, exzellent gewählt."

14. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • schnitt.de

Susan Noll entdeckt einige Vorbilder. "Die Kargheit eines Aki Kaurismäki und die Verschrobenheit eines Jim Jarmusch vereinend, inszeniert Bouli Lanners ein minimalistisches Road Movie, das die Bedeutung der Straße auf feinsinnige Art einzufangen weiß. Die Reise als Weg zu sich selbst, zur Erkenntnis, das Unterwegssein als Ausdruck des Gefühls von Freiheit und Hoffnung funktioniert also nicht nur auf den Highways der USA, sondern kann auch stimmig nach Belgien exportiert werden, ohne dabei an Faszination und Ausdrucksvermögen zu verlieren."

05. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • br-online.de

In dieser liebenswerten und mit Absurdität gespickten "comédie humaine" stimmt für Margret Koehler "alles, von den beiden Schauspielern bis hin zur Originalmusik. Die zwei unwiderstehlichen Loner mit Stachel-Charme scheitern beim Versuch, die Stücke von zerbrochenem Leben wieder zu einem halbwegs Ganzen zusammenzukitten, Geschehens ungeschehen zu machen. ... Bouli Lanners will seine Heimat nicht als graues und trauriges Land zeigen, sondern als vergnüglichen Ort gedreht in opulentem 35mm mit Bildern, die Assoziationen an die Weite von Montana wecken, was dem Zuschauer jedoch nur mit einiger Fantasie gelingt. Dennoch:ELDORADO macht trotz Tristesse statt Happy End rundum glücklich. Nicht umsonst bedeutet Eldorado auch Paradies, das finden zwar nicht die Verlierer, aber der Zuschauer."

05. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • film-dienst 10/2009

Ein Eldorado ist es nicht, was der Regisseur laut Kathrin Häger zeigt. "Diese Naturerfahrung stilisiert Bouli Lanners zum Sinnbild einer morbiden, aber verheißungsvollen Freiheit, zum Gegensatz des Molochs Großstadt, der Elie untergehen ließ und in dem der Film gegen Ende einen 180-Grad-Haken schlägt. Selbst zu diesem Zeitpunkt verliert sich ELDORADO nicht in Rührseligkeit; vielmehr wird über Yvan ein unabänderliches, ermutigendes Muss zur Fortbewegung vermittelt – auf der Strecke wie im Leben. Zu sehr sind die Figuren mit ihrer Einsamkeit und Verlorenheit verwachsen, als dass man den schon zuvor anschwellenden Determinismus nicht als natürliche, finale Konsequenz ansehen könnte. Alles andere hätte den berührenden Film auch seiner tief menschlichen Kraft und seinen Titel der trügerisch viel versprechenden Bedeutung beraubt."

02. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • Filmbewertungsstelle

Trotz aller "Qualitäten würde der Film nicht so begeistern, wenn seine Protagonisten nicht solch ein außergewöhnliches Paar wären: seltsam, verletzt, verletzlich, vom Pech verfolgt und dabei auf eine rührende Weise würdevoll. Die beiden begleitet man gerne auf ihrer Reise. Ob man selber auch mit in diesem Auto sitzen möchte, ist eine ganz andere Frage."

02. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • programmkino.de

Gary Rohweder ist euphorisch und bezeichnet den Film als gelungen. "In seiner unwiderstehlich herzerfrischenden Erzählung, schickt er seine ungleichen Antihelden auf eine bizarre Reise durch die wallonische Landschaft. Ein traurigsüßes und urkomisches Roadmovie, dem man sich nicht entziehen kann. Eine ernste Komödie, die jederzeit die Balance zwischen Tragik und Komik hält. Allein hierfür sei dem belgischen Kinojuwel die Oscar-Nominierung als bester fremdsprachiger Film 2009 vergönnt."

02. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • programmkino.de

Thomas Engel lobt das Roadmovie. "Eines, das durch Nostalgie, aber auch durch Menschlichkeit charakterisiert ist. Eines, in dem ab und zu plötzlich die Komik ausbricht. Es hat, auf Elie bezogen, auch nihilistische Bezüge. Man weiß nicht genau, ob die Waagschale sich zum Negativen hin neigt oder zum Positiven, zum Ödland oder zum ELDORADO ."

01. Mai 2009 | ELDORADO • Kritik • filmz.de

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