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ICH, IMMENDORF

ICH, IMMENDORF

Regie Nicola Graef
Kinostart 22.05.2008

Kritiken • ICH, IMMENDORF

22. Mai 2008 | ICH, IMMENDORF • Kritik • Berliner Zeitung

Enstanden ist laut Ingeborg Ruthe ein "undramatischer Epilog über das Drama Kunst, Krankheit, Hinfälligkeit und das unwiderruflich Kommende - den Tod. Und über den radikalen Trotz des Sterbenden. ... Immendorff ist in jeder Filmphase ein Held, als den ihn auch seine Freunde und Wegbegleiter sehen: der kindliche Jonathan Meese, Markus Lüpertz, seine Galeristen, Museumsdirektoren und Kollegen. Nicht zuletzt sein Charité-Arzt Thomas Meyer. Immendorff ist der bis zum Äußersten beherrschte, den Überblick behaltende Meister."

21. Mai 2008 | ICH, IMMENDORF • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Daniel Kothenschulte handelt der Film vom Kampf eines Künstlers mit der Zeit, doch die klassischen Mittel des Künstlerfilms sind ihm verwehrt. "Dem schwer erkrankten Jörg Immendorf war die große malerische Geste in seinen letzten Lebensjahren verwehrt. Die Kamera begleitet ihn in dieser Langzeitdokumentation mit größeren Abständen, in Interviews und diskret beobachteten Atelierbesuchen. Es ist kein analytischer Film. Kritische oder wenigstens kunstkritische Fragen bleiben ebenso ausgespart wie das, was Boulevardmedien damals Ausschweifungen nannten. Letztere entbehrt man gern, ersteres wäre vielleicht auch dem Maler selbst ein dankbares Streitthema gewesen."

20. Mai 2008 | ICH, IMMENDORF • Kritik • Der Tagesspiegel

Sonderlich kritisch ist die Dokumentation nicht, meint Christina Tilmann. "Wahrscheinlich ist es das, was diesen Film bei aller ungebrochenen Heldenverehrung so anrührend macht: dass sich dieses Raubein von Künstler von seiner sensiblen Seite zeigt, ohne in Wehleidigkeit abzugleiten."

19. Mai 2008 | ICH, IMMENDORF • Kritik • Der Spiegel

Eine sehr persönliche und kritische Hommage sah Ingeborg Wiensowski. "Graef kommentiert den Film nicht und gibt damit dem Zuschauer Raum für ein eigenes Bild des Malers. Der Film verliert sich nicht in Bewunderung und Mitleid, sondern zeigt auch einen sich maßlos überschätzenden Künstlers ("Ich habe für die Malerei Neuland erobert"), den Kollegen wie Richter, Polke oder Palermo nicht mochten."

08. Mai 2008 | ICH, IMMENDORF • Kritik • programmkino.de

Ganz ungeschönt findet Michael Meyns die Dokumentation. "Ehr sporadisch wird Immendorffs Weg nachgezeichnet, von seiner Aufnahme in die Düsseldorfer Kunstakademie unter Beuys und seinen ersten Arbeiten. Das Werk selbst bleibt meist außen vor, eine Idee von Immendorffs künstlerischer Bedeutung gibt der Film kaum, da muss man schon dem Lob von Freunden und Immendorffs Eigenlob, etwas völlig Neues geschaffen zu haben glauben. So ist Nicola Graefs weniger umfassende Dokumentation, als ein überzeugender Zusammenschnitt von Impressionen und Eindrücken. Keine kritische Darstellung, sondern eine Hommage an einen der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit."

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