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EIN EINZIGER AUGENBLICK

EIN EINZIGER AUGENBLICK

Regie Terry George
Kinostart 19.06.2008

Kritiken • EIN EINZIGER AUGENBLICK

19. Juni 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein komplexes Geflecht von Schuld, Sühne und elterlicher Verantwortung sah Martin Schwickert. "Trotzdem entwickelt der Film weder genug emotionale Kraft, um das Publikum produktiv zu erschüttern, noch jene analytische Schärfe, die zur gewinnbringenden Erforschung der gepeinigten Seelen nötig wäre. Zu mechanisch wirkt die Wandlung der Figuren: vom liebenden Vater zum besessenen Rächer und vom feigen Fahrerflüchtling zum verantwortungsbewussten Erziehungsberechtigten."

18. Juni 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Anke Westphal stellt der Film Fragen nach der Verantwortung. "Eigentlich weiß man, wie US- amerikanische Filme über den gewaltsamen Einbruchs des Todes in eine geordnete kleine Welt, über Schuld und Sühne funktionieren. Oft wird da mit Spannungselementen gearbeitet, meist auch mit Motiven der Lynchjustiz, und am Ende erfolgt meist irgendeine Art von Läuterung. Und so ist es auch hier - und doch ist es anders. ... Natürlich sehen Schmerz und Trauer bei aller Tiefe immer noch ziemlich gut aus in diesem Film - es ist nun mal ein amerikanischer. Aber vielleicht ist das gut so hier: Anders wäre der Tod eines Kindes wohl kaum auszuhalten."

18. Juni 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • Der Spiegel

Mit seinem überschaubaren Moralanspruch wirkt das Familiendrama wie eine hölzerne Allegorie auf die Anschläge vom 11. September, kritisiert Birgit Glombitza. "Die Tragödie ist perfekt. Und wie immer, wenn das Kino sich aus rein erzählstrategischen Gründen an Kinderleben vergreift, sind damit gleich alle Dämme gebrochen. Empörung, Ergriffenheit, Mitgefühl, Wut, Unverständnis. Das ganze Programm läuft, in einem einzigen Augenblick. Auch die hartgesottenen Kollegen müssen im Kinodunkel schlucken, als Joshs Schwester Emma ihrem toten Bruder ein Abschiedsständchen auf dem Klavier gibt. Und mancher mag die gleichgültig davon schwirrenden Glühwürmchen nicht mehr aus dem Kopf bekommen."

12. Juni 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • kino-zeit.de

Eher schleichend nähert sich der Film laut Florian Koch seinem Thema. "Eine äußere Handlung findet zu Gunsten einer differenzierten Innenschau kaum statt. Immer wieder bieten dabei die Großaufnahmen der Gesichter von Phoenix und Ruffalo dankbare Leidens-Projektionsflächen für den Zuschauer. Dazu passt auch die melancholische Herbst-Atmosphäre, die Kamera-Routinier John Lindley in stimmigen Bildern einfängt. Hervorzuheben ist auch das Setting. Spielen Rachethriller sonst gerne im Großstadtmoloch, verweigert sich Ein einziger Augenblick / Reservation Road dieser gängigen Verortung."

14. Mai 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • critic.de

Lukas Foerster entdeckt einige Konstruktionsschwächen, die aber nicht so sehr stören, als vielmehr "die unbedingte Konventionalität, mit der Terry George zu Werke geht. Nicht einem einzigen interessanten Regieeinfall ist es vergönnt, von den Schauspielerleistungen, dem A und O des Films, abzulenken. Bestimmend sind die Großaufnahmen Ethans und Dwights, daneben darf nichts bestehen, der Hintergrund verschwindet in der Unschärfe, die Nebenfiguren in Klischees. Vor allem, wenn sich der Film mit der Seite des Täters beschäftigt, erstickt er tendenziell in seinem eigenen Programm."

08. Mai 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns sieht in dem Film eine "Allegorie für die Fragen und Probleme stehen, die sich der westlichen Welt und besonders Amerika in den letzten Jahren stellen. Insofern ist EIN EINZIGER AUGENBLICK weniger als klassische Familientragödie zu sehen, sondern als einer der zahlreichen Filme der letzten Jahre, die sich auf unterschiedliche Weise mit den veränderten politischen Verhältnissen nach dem elften September beschäftigen. Dass sich die meisten dieser Filme ... sehr kritisch mit dem amerikanischen Wesen und Selbstverständnis auseinandersetzen sorgte für ihren kommerziellen Misserfolg."

08. Mai 2008 | EIN EINZIGER AUGENBLICK • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Emotionsgeladen nennt Susanne Ostwald den Film. "Das Erschütternde der Geschichte liegt in ihrer Banalität, und darin liegt auch das Risiko des Regisseurs. Denn allzu leicht hätte der Film in die Niederungen eines abgeschmackten Rachedramas abrutschen können. Doch Terry George ist es bei seiner Adaption des gleichnamigen Romans von John Burnham Schwartz gelungen, die verschiedenen Gefühlslagen seiner Protagonisten überzeugend zu ergründen, welche von einem hervorragenden Schauspielerensemble verkörpert werden. Daraus resultiert die Kraft des Films."

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